29C3: Fnord Jahresrückblick
Der legendäre Fnord Jahresrückblick. Ich war leider nicht live dabei, weil sich das mit unserem BDSM-Ausflug überschnitt. Aber ich habe mir sagen lassen, dass der Saal rammelvoll war.
Auf dem Tisch des Raumzeitlabors lag eine riesige Rolle Luftpolsterfolie. Diese hier:

Jedem Teilnehmer wurde ein Stück am Eingang verteilt; und so wurde der ganze Saal mit dieser Folie ausgerüstet. Dann gab es einen Countdown und „alle poppen jetzt mal ein Bläschen bei sich“ – was sich so anhört:
🙂
Und hier ist sie:
Die Fnord News Show
29C3: Geeks and BDSM
Ein amüsant klingender Workshop war im Wiki des 29C3 zu lesen: Der männliche G-Punkt – eine Übung
Mythen praktisch Erkunden: Angesichts der Diskussion um die Unterschiede und Parallelen der sexuellen Erlebniswelt von Mann und Frau soll der Begriff des „G-Punkt“ näher erkundet werden. Zudem werden Fakten aus der Soziologie und der sexualpädagogischen Praxis geliefert. Danach evtl. Ideologiekritik und praktische Erkundungen in Kleingruppen.
Ziel ist es (wortwörtlich) Licht ins Dunkel zu bringen: Zum einen, um den Begriff des „G-Punkt“ zu dekonstruieren. Gleichzeitig soll der in Hackerkreisen durchaus vorhandene Spieltrieb sichtbar gemacht und praktisch eingesetzt werden.
„Praktische Erkundungen in Kleingruppen“ 😀 – wie sie das wohl anstellen? Neugierig wie wir sind, stehen wir zum vereinbarten Zeitpunkt an Ort und Stelle. Und mit uns noch etwa 35 weitere Menschen.
Everyone can run a Tor exit node
Many people are afraid to run a Tor exit node. Note: An exit node is NOT the same as a relay! Only on exit nodes users from the Tor network are allowed to access the rest of the internet anonymously, which can be dangerous and prone to abuse. But Tor relays keep their traffic inside the Tor network. I’m running such a Tor relay since february. Now, I’m considering running an exit node.
I asked my hoster:
Am I allowed to run a Tor exit node?
They answered:
Dear Mr. Hohl,
For now our ToS allows Tor nodes. but please be advised they are really easy to abuse.
We will try to protect the network with our firewall in case of problems (we already experienced spam from ToR networks).
In any case a ticket will be opened upon abuse case and we will try to keep both sides confidentiality during negotiation.Happy New Year!
Not only they allow it. They try to make the best of it and keep confidentiality in case of an abuse. This is fucking amazing!
The hoster I’m talking about is Serverastra. They offer a virtual private server with 100Mbit unmetered* network traffic for ~15$. Fifteen bucks per month. Guys, everyone can afford that! No more excuses.
Run a Tor exit node!
We have the official clearance from this hoster.
*unmetered: Means: Really no limits. No bandwidth downgrade after 10TB or similar harassment. Un-limited traffic.
PS: Here are some stats.
Geschlechterrollen
29C3: Flausch, Nyancats und Ponies – Impressionen

„Endlich Gleichgesinnte!“, dachte ich mir, als ich ein paar liebenswürdige, neugierige Menschen mit verrückten Kleidern, bunten Frisuren und allerhand Sprüchen auf ihrem T-Shirt sah. Oder, um es mit den Worten von Jacob Appelbaum auszudrücken: Hier an den Congress zu kommen, ist wie eine Familie. Für mich hat es dieses Jahr _eeendlich_ geklappt – und somit ist dies mein erster Congress, bei dem ich mit dabei bin. Er findet dieses Jahr in Hamburg statt in Berlin statt. Und da hat es vor allem…
29C3: Not my department

Was man hier sieht, ist der Aufbau eines neuen Datacenters der NSA. Der Aufbau eines riesigen Gebäudes, welches dazu verwendet wird, um gigantische Informationsmengen an Abhördaten zu speichern und zu verarbeiten. Hochrechnungen zeigen, dass diese Zentrale Datenmengen für einen Zeitraum von etwa 100 Jahren halten kann. Oder länger.
Chaos Communication Congress
Der 29. Chaos Communication Congress ist gestartet. Eine ausführliche Berichterstattung muss ich auf später verschieben; hab aktuell zu viel um die Ohren 🙂
Es ist zu episch. Hier ein kurzes Video als Entschädigung für die Wartezeit:
2012: Rückblick. Einblick. Ausblick.
Logbucheintrag für das Jahr 2012
Rückblick
Ein Blick aufs Inhaltsverzeichnis.
Wir gingen bei eisiger Kälte von minus ∞*∞^∞*10Googolplexplexplex Grad unter Null in Zürich demonstrieren. Gegen ACTA. Erfolgreich: ACTA ist vom Tisch! Und was lernen wir daraus? Wenn nur genug Leute Stunk machen, dann bewirkt das wirklich was! Sensationell, das zu sehen. Macht bitte weiter! Wir haben noch ein paar Grosskonzerne, die ich gerne zerschmettert sehen würde. Hier ist der 10 Punkteplan für das Handeln. Hoffentlich sieht dann die Welt in 19 Jahren besser aus.
„Die Meute ist über ACTA hergefallen und hat gewonnen.“ Ganz recht. Aber – ist das Demokratie? Wenn der Staat sich daran stört, dass wir uns wehren? Der Staat gehört abgeschafft! Kontrolle und Autorität sind veraltete Formen des Zusammenlebens. Lasst uns eine Anarchie gründen!
Natürlich mögen die es nicht, wenn wir uns antiautoritär Verhalten. Denn antiautoritäres Verhalten = geisteskrank. Wir sollen unser Hirni in Strukturen pressen und Fackausweise machen. Dabei ist Schule Energieverschwendung.
Die können uns mal, mit ihrer Zensur. Daten sind essenziell. Daten müssen fliessen. Daten sind weder gut noch schlecht. Daten sind frei. The principles of datalove. Notfalls bauen wir unsere eigene Untergrund-Infrastruktur auf und bilden ein Widerstandsnetzwerk. Das Deepweb. How to exit the matrix.
Wir sind wütend! Wir sind wütend auf den ganzen Copyright- Trademark und Intellectual Property Bullshit. Fuck that, sagt Banksy. Und wir sind auch gefangen. Doch wir wollen nicht frei sein. Irgendwas mit Tomaten oder: Das dumme Schweizervolk. Die Kinder der Krise; die Wirtschaftszombieapokalypse. Ein Armutszeugnis.
Ich mag hochwertige Produkte, die lange halten, liebe Logitech. Hochwertige Mäuse. Oder echte Bücher aus Papier. Ganz besonders Tagebücher. Schreibt eure eigenen Tagebücher! Macht mehr Blogs! Ihr könnt und dürft über alles schreiben. Zum Beispiel über Erlebnisse beim Knochenbrecher. Oder über einen Selbstversuch mit Ritalin.
Selbstverständlich dürft ihr auch über Festivals schreiben. Zum Beispiel über das Feuerfestival. (Kommt ihr nächstes Jahr auch?) Auch mehrteilige Blogbeiträge über das Boom Festival sind erlaubt. Wer sich daran stört, soll seine Fresse halten und sein eigenes Tagebuch schreiben. Ich hab ein Problem, wenn die Menschen nicht wahrhaftig, echt, integer sind. Nicht das machen, was sie sagen. Obama zum Beispiel. Dieser Scheissneger labert seit Jahren von „CHAAAANGE, YIZZ WEH KÄHN.“ Und macht einfach weiter mit dem Krieg. Dabei mögen der Iran und Israel sich ganz gut.
Euer Internet ist nur geborgt! Und wer kein Facebook Profil hat, macht sich verdächtig. Die Regierung fordert Zwang zum Entschlüsseln.
Aber hey, wir wehren uns! Wir bauen ein kryptographisches Vertrauensnetzwerk auf. Wir sind Piraten. Roflcopter gtfo! Unser Verschlüsselungsnetzwerk feuert aus tausend Rohren. Fuck you, Nvidia; fuck you, Apple! Wir sind Hacker, und wir haben den CCC Schweiz gegründet. Wir sind introvertiert machtvoll und wir mögen Ponies. Wir finden immer einen Weg.
Einblick
Einen Weg finden. Den Weg gehen. Das war mein Motto 2012. Der Weg – die Heldenreise.
So wie ich vor einem Jahr im Rückblick, Einblick, Ausblick geschrieben habe:
Lass die Heldenreise beginnen.
Und was ist passiert? Genau das!
Mind = blown.
Am Boom Festival wurden mir die Konzepte der Heldenreise mehrfach auf eindrückliche Weise erläutert, und mir wurde klar: Ich bin selbst auf der Reise, an diesem Festival. Ich gehe in unbekanntes Gebiet, mache Erfahrungen, bringe sie zurück und teile sie der Welt mit. Das ist genau das Konzept.
Und das wird sich wiederholen. Für immer.
Ausblick
Der Weg, den ich gegangen bin, geht weiter. Ich komme nun an ein Portal. Es ist klar, was folgt: Ich werde im nächsten Jahr 29.5 Jahre alt. Saturn’s Return. Und verdammt Leute, ich bin nervös. Was kommt da auf mich zu? Mein Leben wird auf einen Prüfstein gelegt. Ob ich das bestehe? Es ist wie eine Achterbahnschiene. Irgendwann geht’s runter. Wird’s schlimm? Ich will noch gar nicht viel dazu sagen. Wir werden sehen.
Augen zu und durch.
2010: Bewusstsein
2011: Magie
2012: Der Weg
2013: Saturn’s Return
Ist das das Ende? Wissenschaftler befürchten möglichen Sonnenuntergang

Lindau (dpo) – Sind wir jetzt zu ewiger Finsternis verdammt? Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Lindau wollen Anzeichen dafür entdeckt haben, dass noch heute die Sonne, der Quell allen Lebens, untergehen könnte.
Saturn’s Return

Es gibt ein paar astrologische Ereignisse, die jeden treffen. Eines davon ist der «Saturn’s Return». Saturn umkreist die Sonne alle 29,5 Jahre. Das bedeutet auch, dass er nach dieser Zeit wieder an genau der selben Stelle steht wie bei unserer Geburt. Und er stellt dir ein paar Fragen:
„Du bist bald 30 – was hast du mit deinem Leben bisher gemacht?“
„Die Zeit fliesst vorbei. Fang was richtiges an. Etwas langfristiges.“




