Scratchbook

Das Leben ist immer anders als die Realität.

Gratis Internet über DNS

Claude, 18. Dezember 2012, 13:52 Uhr

Man sitzt im Starbucks oder im Zug, und das einzige Internet, dass es dort gibt, ist ein kostenpflichtiger Wifi Hotspot. Der macht das Internet erst auf, wenn man sich anmeldet und zahlt. Pfeiffendeckel! Hier eine Anleitung, wie man darüber surfen kann, ohne sich anzumelden und etwas dafür zu bezahlen.

Bei einem öffentlichen WLAN sind die DNS-Abfragen offen.

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DNS-Abfragen!!1!

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Chaos Computer Club Schweiz gegründet

Claude, 16. Dezember 2012, 23:55 Uhr

Der Chaos Computer Club Schweiz ist nun offiziell gegründet. Die Gründungsversammlung fand am 15. Dezember 2012 auf dem Bundesplatz in Bern statt. Nun wollen die Beteiligten unter anderem mit Vorurteilen gegen Hacker aufräumen.

42 Delegierte verschiedener lokaler Chaostreffs der Schweiz haben am 15. Dezember 2012 offiziell den Dachverband Chaos Computer Club Schweiz gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern zählen unter anderem die Chaostreffs Zürich, Basel, Bern und St. Gallen sowie der Hackerspace Freiburg.

Nach Angaben des Vorstandes gehört es zu den Aufgaben des CCC Schweiz, negative Vorurteile gegen Hacker des CCC in der Öffentlichkeit zu korrigieren. „Wir sind die Guten und setzen uns unter anderem für Bürgerrechte im digitalen Raum ein – Rechner zu sabotieren und Schaden anzurichten gehört nicht zu unseren Zielen“, hieß es dazu auf der Gründungsveranstaltung.

Außerdem will sich der CCC Schweiz mit Vereinigungen wie der Digitalen Gesellschaft Schweiz an Aktionen gegen die Vorratsdatenspeicherung beteiligen. Verletzungen der Privatsphäre und der informationellen Selbstbestimmung im Netz würden nicht nur Hacker als „Einheimische des Internet“ betreffen, sondern letztlich „alle Bürger in gleicher Weise“.

(Quelle)

Eine Wutrede über fehlende Integrität

Claude, 13. Dezember 2012, 16:34 Uhr

Integrität ist eine ethische Forderung des philosophischen Humanismus, nämlich die Übereinstimmung zwischen idealistischen Werten und der tatsächlichen Lebenspraxis, nicht in jedem kleinsten Detail, aber im Ganzen.

Ich soll mit solchen Wutreden erst eine Nacht lang drüber schlafen, bevor ich sie abschicke.

Die Nacht ist um.

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Chaos Computer Club für die Schweiz

Claude, 10. Dezember 2012, 16:13 Uhr

Die Schweizer Hacker schliessen sich zusammen und gründen den Chaos Computer Club Schweiz (CCC-CH). Die Gründungsversammlung findet am 15. Dezember auf dem Bundesplatz in Bern statt.

Der Zusammenschluss erfolge, damit die Öffentlichkeit verstärkt auf das positive Anliegen der Hacker aufmerksam gemacht werden könne, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Zudem will der CCC-CH die gemeinsamen Interessen der Hacker – auch in Kooperation mit anderen Gruppen der Zivilgesellschaft – fördern.

Für ein freies Internet

In der breiten Öffentlichkeit ist der der deutsche Chaos Computer Club (CCC) seit Jahren präsent. Der 1981 in Berlin gegründete Mutterverein steht allen Interessierten offen, die sich mit den Zielen identifizieren können. In der Vergangenheit haben CCC-Mitglieder mit spektakulären Aktionen auf Schwachstellen in Computer-Systemen hingewiesen. Aber auch der fragwürdige Einsatz von Computertechnik, zum Beispiel durch staatliche Schnüffel-Software, wird vom CCC mit Argusaugen verfolgt und öffentlich kritisiert.

Zu den Gründungsmitgliedern des Schweizer Verbandes gehören der Chaos Computer Club Zürich sowie die Chaostreffs Basel, St. Gallen und Bern-Ostermundingen. In diesen Zirkeln wird gemäss Angaben des CCC-CH gemeinsam über die sozialen Auswirkungen von Computern und des Internets sowie über die Gefahren und Möglichkeiten diskutiert.

Internationales Treffen Ende Jahr

Die Club-Mitglieder setzen sich für Datenschutz, Informationsfreiheit und für ein Recht auf freie und unbehinderte Kommunikation im Internet und für andere Bürgerrechte im digitalen Raum ein, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Nach seiner Gründung wird sich der Schweizer Verband erstmalig auf dem 29. Chaos Communication Congress in Hamburg mit einem eigenen Stand präsentieren; auf dem bekannten Hacker-Treffen zwischen Weihnachten und Neujahr werden über 5000 Besucher aus der ganzen Welt erwartet.

apple.com/escape

Claude, 9. Dezember 2012, 16:16 Uhr

Erinnert ihr euch an die „Switch“-Kampagne von Apple damals? apple.com/switch – Das gleiche passiert jetzt wieder, aber in die andere Richtung: Switch to Linux!

Ja, ich habe es getan. Schon vor ein paar Monaten. Ich brach aus dem Apfelparadiesgarten aus und bin komplett auf GNU/Linux umgestiegen. Davon geträumt habe ich schon immer, aber immer wieder gab es Dinge, die mich an Mac OS X fesselten. Exposé. Videobearbeitung. iTunes und mein iPod. Vorschau.app. Funktionierendes Bluetooth und VPN mit einem Klick aus der Menüleiste aus. Mail.app. Mit Ctrl und dem Scrollrad in den Bildschirm hineinzoomen. Oder mit zwei Fingern auf dem Touchpad scrollen.
Kleine Dinge. Aber sie funktionieren, und das eben gut. Dieses Edel-Unix kommt von einem Hersteller aus einem Guss, und es funktioniert wunderbar. Die Funktionen und die Art, es zu bedienen, waren anderen immer ein paar Schritte voraus.

Und dann kamen Dinge, die mir immer mehr auf den Sack gingen:

  • Apple macht Exposé kaputt
  • Das Durchsuchen von E-Mails dauert lang oder funktioniert gar nicht (meine Mailbox hat >20’000 E-Mails – und ja, ich bewahre alle meine Mails auf, aber bei mir zuhause und nicht in einer Wolke)
  • Scrollen im iPhoto ist dermassen ruckelig und schrottig; da sieht man mehr Beachbälle als Fotos. Allgemein bei vielen Programmen, z.b wenn iTunes den iPod synchronisiert.
  • Die Icons im Finder waren mal farbig und schön. Apple malt alle grau und monoton an. Igitt. Und ich kann absolut nichts dagegen tun – ich bin den Entscheidungen von Apple einfach nur unterworfen!

Während dieser Zeit passierten noch andere Dinge:

Was mir endgültig den Gong gegeben hat, ist das:

  • Betriebssystemupdates gibt’s nur noch via App-Store
  • Bei dem muss man seine Kreditkarte hinterlegen, auch wenn man nie was kaufen wird
  • Das Betriebssystem wird nicht mehr auf CD ausgeliefert
  • Keine Schachtel mehr, die ich stolz ins Regal stellen kann (Jaa, ich bin war so ein Apple-Jünger!)
  • Das neue Macbook Pro hat aufgelöteten RAM, eingeklebte Akkus und ein SSD mit proprietärer Schnittstelle
  • Jedes neue Modell hat einen neuen Stromstecker
  • Die neuen Macbooks haben keinen Ethernet-Anschluss. Dazu bräuchte man einen Adapter
  • Ein DVD-Laufwerk fehlt
  • Die Benutzeroberfläche ist uneinheitlich. Das ist nicht mehr aus einem Guss!
  • Facebook ist im OS integriert

Weisst du was, Apple? FUCK OFF.

Es mag sein, dass alles ein perfekt aufeinander abgestimmtes Ökosystem ist, das in sich wunderbar funktioniert. Aber ich bin dem komplett ausgeliefert und unterworfen. Das passt mir nicht!

Ich wechsle auf freie Software; nicht nur serverseitig, sondern jetzt auch clientseitig. Ich verzichte auf all den Komfort, die schönen Schriftarten und tolle Typographie und die (paar wenigen) gutaussehenden Programme. Natürlich ist es aufwändig, sich sein eigenes System zusammenzustellen, bis alles so funktioniert wie man möchte. Aber DAS ist dann mein System, wo keine Firma einen Furz ablässt und ich es einatmen muss. Ich kann es nach belieben anpassen und verändern. Die Farben, das Aussehen, alles. Oder es so lassen, wie es ist, und es bleibt so.

Ich habe mich aus den Klauen von Betriebssystemherstellerfirmen befreit.

Man wechselt nicht zu Linux wegen des Komforts. Sondern aus einer Ideologie. Die Ideologie einer Freiheit; dass jeder Software verwenden kann, die von niemandem kontrolliert wird, sondern von tausenden Menschen um den Planeten freiwillig erstellt wird. Und man selber etwas dazu beitragen kann, wenn man möchte. Das hat was anarchistisches, da ist eine Gemeinschaft dahinter. Wir schreiben unsere eigene Software! Selber machen ist toll.

Dieses Konzept gefällt mir sehr, und hat mich schlussendlich zu diesem Schritt bewogen, und mir die Energie gegeben, die ich für so einen Umstieg brauchte. Bequemlichkeit und Komfort sind eine Falle, welche ohne eine Ideologie viel zu leicht zuschnappt.

Von meinem ThinkPad gesendet

Loadbalancer, die keine sind

Claude, 30. November 2012, 09:49 Uhr

Viele Web- und Proxyserver bringen eine Loadbalancerfunktion mit. Mit Session-Stickyness. „Hach wie praktisch“, könnte man denken. Leider funktioniert das nicht immer so wie es im Handbuch steht.

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Was ist Anarchie?

Claude, 27. November 2012, 21:41 Uhr

Wilde Punks zünden Städte an?

Weit gefehlt.

Anarchie ist eine sehr menschliche, fortschrittliche Gesellschaftsform. Eine politische Theorie, wo die Individuen einer Gesellschaft auf gleicher Ebene miteinander leben. Anarchie lehnt jede Form von hierarchischer Kontrolle ab. Die Meinung ist verbreitet, dass Anarchie eine gewalttätige Bewegung sei, die den Staat ablehnt. Es stimmt, dass Anarchisten die Idee ablehnen, dass Macht und Herrschaft für ein friedliches Zusammenleben notwendig seien. Aber die Abwesenheit einer Regierung bedeutet nicht gleich die Abwesenheit von Ordnung und somit gleich Chaos und Gewalt. Im Gegenteil: Anarchie ist eine sehr feine und differenzierte Tradition. Gewissermassen finden wir auch dort eine Ordnung vor; aber sie ist selbstorganisierend und geht nicht von einer zentralen Instanz aus.

„An-archy“ means „without a ruler“, or more generally, „without authority“

Ich glaube, in einer Anarchie lässt es sich hervorragend leben. Ganz ohne Gesetze. Ich rede von Gesetzen, die eine Regierung erlässt, von Lobbyisten geschaffen, um die Profite der Konzerne zu begünstigen. Die Macht liegt in einer Anarchie bei den Menschen. Dass man so trotzdem Entscheidungen in einer Gruppe fällen kann, hat die Occupy-Bewegung mit ihren Konsensfindungen bewiesen. Lokal agieren und sich in Gruppen zusammenschliessen und Entscheidungen treffen, die auf die lokalen Begebenheiten abgestimmt sind. Das funktioniert. Das funktioniert auch für viele. Für die ganze Welt.

Anarchists do not stand aside from popular struggle, nor do they attempt to dominate it. They seek to contribute practically whatever they can, and also to assist within it the highest possible levels of both individual self-development and of group solidarity. It is possible to recognise anarchist ideas concerning voluntary relationships, egalitarian participation in decision-making processes, mutual aid and a related critique of all forms of domination in philosophical, social and revolutionary movements in all times and places.

Wir brauchen keine Weltregierung. Die Menschen vor Ort wissen am besten, was sie benötigen.

Grundstücke, Maschinen, Geräte, Infrastruktur – das alles ist Allgemeingut und gehört niemandem. Jeder trägt seinen Teil dazu bei, in dem er das tut, was er gut kann. (Wie wir das hinkriegen, dass so trotzdem komplexe Geräte wie Computer hergestellt werden können, wo tausende Köpfe dahinterstecken, hmm, da müssen wir uns noch was überlegen. Hausaufgabe!)

Die Bedürfnisse der Menschen kommen vor den Bedürfnissen von Macht*. (* auch bekannt unter den Namen Wirtschaftsinteressen, Markt, Profit, Geldgier, …)

Anarchism is both a theory and practice of life. Philosophically, it aims for the maximum accord between the individual, society and nature. Practically, it aims for us to organise and live our lives in such a way as to make politicians, governments, states and their officials superfluous. In an anarchist society, mutually respectful sovereign individuals would be organised in non-coercive relationships within naturally defined communities in which the means of production and distribution are held in common.

Individualität hat den höchsten Stellenwert der Menschheit. Die Einzigartigkeit einer Person. Was nicht heisst, das man abgetrennt ist — sondern Individualität als soziales Phänomen. Ausserhalb der Gemeinschaft ist Individualität unmöglich; man braucht andere Menschen, um sich als Individuum weiterzuentwickeln und zu wachsen. Der Mensch wächst in einer Gruppe auf, wird durch diese geprägt, und bringt seine Erfahrungen wieder in die Gruppe ein. Eine Gesellschaft, die nicht auf solchen Individuen mit all ihren Hoffnungen, Träumen und Ideen basiert, ist eine tote Gesellschaft. Das Menschsein und die Menschwerdung ist ein kollektiver Prozess, wo beide, die Gemeinschaft und das Individuum, daran teilhaben.

Die anarchistische Gesellschaft basiert auf diesen drei Prinzipien: Freiheit, Gleichheit und Solidarität.

Freiheit

Freiheit ist essenziell für das Wachstum der Intelligenz, Kreativität und Würde. Von jemandem beherrscht zu werden bedeutet, nicht selber denken und handeln zu dürfen, was der einzige Weg zur Entwicklung der eigenen Individualität ist. Herrschaft hemmt ebenfalls Innovation und die eigene Verantwortung und führt zu Konformität und Mittelmässigkeit.

Gleichheit

Es gibt keine Freiheit in einer hierarchischen Klassengesellschaft mit grossen Unterschieden zwischen Macht, Wohlstand und Privilegien. In einer solchen Gesellschaft wären nur wenige, nämlich die an der Spitze, frei, während der Rest Halbsklaven sind. Ohne Gleichheit bleibt die einzige „Freiheit“, zwischen einem Boss zu wählen. Die Elite wäre auch nicht wirklich frei, weil sie in der verkümmerten Gesellschaft einer hässlichen, ausgedörrten und verfremdeten Masse leben müsste. Da sich Individualität nur in Gesellschaft mit anderen Individuen entwickelt, wären die Mitglieder der Elite in ihrer Entwicklung eingeschränkt, weil die Individuen, mit denen sie interagieren, in ihrer Freiheit eingeschränkt sind.

Solidarität

Solidarität heisst gegenseitige Hilfe: Freiwillig und kooperativ mit anderen zusammenarbeiten, welche die gleichen Interessen und Ziele verfolgen.

We are all egoists, we all seek our own satisfaction. But the anarchist finds his greatest satisfaction in struggling for the good of all, for the achievement of a society in which he [sic] can be a brother among brothers, and among healthy, intelligent, educated, and happy people. But he who is adaptable, who is satisfied to live among slaves and draw profit from the labour of slaves, is not, and cannot be, an anarchist.

Anarchie bedeutet nicht: „Zurück in die Steinzeit“. Uns fällt bloss auf, dass die hierarchischen Strukturen eine Entwicklung ist, die erst kürzlich erfolgte, in der Entwicklung der menschlichen sozialen Evolution. Es gibt keinen Grund, zu glauben, dies müsse permanent so sein. Wir glauben nicht, dass die Menschen Authorität, Konkurrenzdenken und agressives Verhalten genetisch einprogrammiert haben. Wir wurden so konditioniert. Kleines Beispiel: Turnunterricht in der Schule.

Anarchisten sind nicht gegen Organisation. Im Gegenteil: Organisation ist alles, alles ist geordnet, bewusst oder unbewusst. Aber die kapitalistische Gesellschaft ist so schlecht organisiert und dient nur wenigen, dass sie dringend einer Revolution bedarf.

Eine anarchistische Organisation basiert auf kompletter Dezentralisation der Macht zurück in die Hände der Menschen.

Niemand hat das Recht, über andere Menschen zu herrschen.

Disobedience is the true foundation of liberty. The obedient must be slaves.

Entnommen und inspiriert vom Anarchist FAQ:

anarchism.scratchbook.ch

Macht mehr Blogs!

Claude, 22. November 2012, 19:28 Uhr

Sascha Lobo über Blogs und den Stand des Internets 2012.

What if money was no object?

Daniel, 18. November 2012, 19:37 Uhr


YouTube Direkt

The power of introverts

Claude, 12. November 2012, 13:42 Uhr


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Transkript:

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