Wikileaks einfach erklärt
Eine Supermacht, egal welche, teilt nicht gern. Sie verteilt was übrig ist und teilt aus, wenn die Mitläufer nicht gehorchen.
Kleine Tröpfchen machen grosse Wellen


Mit dem Cablegate auf Wikileaks hat Julian Assange der Welt einen ganz speziellen Adventskalender geschenkt.
Ein Kalender, welcher 28 Jahre lang dauert. Jeden Tag wird ein Türchen geöffnet, aus dem ein Stücklein Wahrheit tröpfelt.

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28 Jahre dauert es, bis alle 251,287 brisanten Dokumente der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Und die Amis sind jetzt schon am hüperen…
John F. Kennedy’s Ansage

Geheimhaltung ist abstoßend in einer freien und offenen Gesellschaft. Als Volk haben wir eine natürliche und historische Abneigung gegen Geheimgesellschaften und Geheimbünde.
Die Nachteile einer übermäßigen Geheimhaltung übersteigen die Gefahren, mit denen diese Geheimhaltung gerechtfertigt wird. Es macht keinen Sinn, einer unfreien Gesellschaft zu begegnen, indem man ihre Beschränkungen imitiert.
Das Überleben unserer Nation hat keinen Wert, wenn unsere (freiheitlichen) Traditionen nicht ebenfalls fortbestehen. Es gibt eine sehr ernste Gefahr, daß der Vorwand der Sicherheit mißbraucht wird, um Zensur und Geheimhaltung auszudehnen.
Ich habe nicht die Absicht, so etwas zu dulden, sofern dies in meiner Kontrolle liegt, und kein Beamter meiner Administration, egal in welchem Rang, zivil oder militärisch, sollte meine Worte hier und heute abend als eine Entschuldigung interpretieren, Nachrichten zu zensieren oder dezent zu unterdrücken, unsere Fehler zuzudecken oder der Presse und der Öffentlichkeit Tatsachen vorzuenthalten, die sie erfahren sollten.
Wir haben es mit einer monolithischen und ruchlosen weltweiten Verschwörung zu tun, die ihren Einfluß mit verdeckten Mitteln ausbreitet: mit Infiltration statt Invasion, mit Umsturz statt Wahlen, mit Einschüchterung statt Selbstbestimmung, mit Guerillakämpfern bei Nacht statt Armeen am Tag. Es ist ein System, das mit gewaltigen menschlichen und materiellen Ressourcen eine komplexe und effiziente Maschinerie aufgebaut hat, die militärische, diplomatische, geheimdienstliche, wirtschaftliche, wissenschaftliche und politische Operationen verbindet. Ihre Pläne werden nicht veröffentlicht, sondern verborgen, ihre Fehlschläge werden begraben, nicht publiziert, Andersdenkende werden nicht gelobt, sondern zum Schweigen gebracht, keine Ausgabe wird in Frage gestellt, kein Gerücht wird gedruckt, kein Geheimnis wird enthüllt.
Kein Präsident sollte die öffentliche Untersuchung seines Regierungsprogramms fürchten, weil aus der genauen Kenntnis sowohl Unterstützung wie auch Opposition kommt; und beides ist notwendig. Ich bitte Ihre Zeitungen nicht, meine Regierung zu unterstützen, aber ich bitte Sie um Ihre Mithilfe bei der enormen Aufgabe, das amerikanische Volk zu informieren und zu alarmieren, weil ich vollstes Vertrauen in die Reaktion und das Engagement unserer Bürger habe, wenn sie über alles uneingeschränkt informiert werden. Ich will die Kontroversen unter Ihren Lesern nicht ersticken, ich begrüße sie sogar. Meine Regierung wird auch offen zu ihren Fehlern stehen, weil ein kluger Mann einst sagte, Irrtümer werden erst zu Fehlern, wenn man sich weigert, sie zu korrigieren.
Wir haben die Absicht, volle Verantwortung für unsere Fehler zu übernehmen, und wir erwarten von Ihnen, daß Sie uns darauf hinweisen, wenn wir das versäumen. Ohne Debatte und Kritik kann keine Regierung und kein Land erfolgreich sein, und keine Republik kann überleben. Deshalb verfügte der athenische (altgriechische) Gesetzgeber Solan, daß es ein Verbrechen für jeden Bürger sei, vor Meinungsverschiedenheiten zurückzuweichen, und genau deshalb wurde unsere Presse durch den ersten Verfassungszusatz besonders geschützt (durch Bushs Ermächtigungsgesetze = Patriot Act längst ausgehöhlt). Die Pressefreiheit in Amerika wurde nicht durch einen speziellen Verfassungszusatz geschützt, um zu amüsieren und Leser zu gewinnen, nicht um das Triviale und Sentimentale zu fördern, nicht um dem Publikum immer das zu geben, was es gerade will, sondern um über Gefahren und Möglichkeiten zu informieren, um aufzurütteln und zu reflektieren, um unsere Krisen festzustellen und unsere Chancen anzuzeigen, manchmal sogar die öffentliche Meinung zu führen, zu formen, zu bilden und herauszufordern. Das bedeutet mehr Berichte und Analysen von internationalen Ereignissen, denn das alles ist heute nicht mehr weit weg, sondern ganz in der Nähe und zu Hause. Das bedeutet mehr Aufmerksamkeit und besseres Verständnis der Nachrichten sowie verbesserte Berichterstattung, und es bedeutet schließlich, daß die Regierung auf allen Ebenen ihre Verpflichtung erfüllen muß, Sie mit unzensierten Information außerhalb der engen Grenzen der Staatssicherheit zu versorgen.
Es liegt in der Verantwortung der Printmedien, die Taten des Menschen aufzuzeichnen, sein Gewissen zu bewahren, der Bote seiner Nachrichten zu sein, damit wir die Kraft und den Beistand finden, auf daß mit Ihrer Hilfe der Mensch zu dem werde, wozu er geboren wurde: frei und unabhängig.
Englisches Original
Ben the Bodyguard

Mist. Ich hab‘ grad ganz St. Gallen geweckt. Spontaner Euphorieschrei.
Grund dafür war DIESE GEILE HOMEPAGE – wie mit einem simplen Scroller eine ganze Geschichte erzählt wird!
Fasst mal dort die Scrollbar an und scrollt ganz langsam nach unten…
Go Wikileaks!

WikiLeaks ist eine Internet-Plattform, auf der anonym Dokumente veröffentlicht werden können, bei denen ein öffentliches Interesse angenommen wird. Das Projekt will denen zur Seite stehen, die unethisches Verhalten in ihren eigenen Regierungen und Unternehmen enthüllen wollen. Dazu wurde ein System für die massenweise und nicht auf den Absender zurückzuführende Veröffentlichung von geheimen Informationen und Analysen geschaffen.
Seit zwei Tagen hat Wikileaks die Veröffentlichung von etwa 250’000 geheimen US-Dokumenten gestartet – und ist seither unter massivem Beschuss – elektronisch wie auch politisch.
China has blocked Internet access to WikiLeaks‘ release of more than 250,000 U.S. Department of State cables, with its Foreign Ministry saying that it does not wish to see any disturbance in China-U.S. relations. (Quelle)
@wikileaks: We are currently under another DDOS attack.
(Quelle)
@wikileaks: DDOS attack now exceeding 10 Gigabits a second.
(Quelle)
Macht sich da jemand Sorgen? 😀
Diese Attacke, die die Wikileaks-Server lahmlegen sollte, ist der Beweis, dass die Dokumente echt sind. Danke, liebes Pentagon!
Spendet doch auch einen Betrag an das Projekt. Muss ja nicht viel sein, ich habe 10€ überwiesen. Aber wenn das viele Leute tun… Ihr wisst schon. 😉
Wikileaks – we open governments
Hell yeah. Jetzt ist es vorbei mit den Lügen, liebe Regierungen!
Javascript Blinkenlights – Arcade!
Kleines Update für mein Blinkenlights Projekt: Es blinkt jetzt auch in 16 Graustufen!
Abstimmung

Unabhängig davon, was abgestimmt wurde; ich finde diese Abstimmungslandkarte interessant…
Wir haben Zeit.

Gerade wieder „Momo“ geschaut. Ein toller Film mit einer wunderbaren Botschaft!
Hei, da kommen Kindheitserinnerungen hoch – ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich ihn das letzte mal gesehen habe…
Die Geschichte von Momo, dem kleinen Mädchen, das den Menschen ihre Zeit zurückgibt. Zeit, die ihnen von den gewinnmaximierenden grauen Herren der Zeitsparkasse gestohlen wurde. Kommt uns doch irgendwie bekannt vor…
Wie bei allen Geschichten von Michael Ende kommen fantasiereiche, epische Orte vor; wie das Niemandshaus, oder die Niemalsgasse, in der die Zeit rückwärts läuft…

Ich liebe solche Schauplätze!
Hier das Torrent.
Richtig falsch bewiesen – Ansichtssache.
Ein Wissenschaftler und ein Student unterhalten sich. Sie untersuchen ein Phänomen, eine Gegebenheit.
Wissenschaftler
Ich habe mit meinen Instrumenten Messungen durchgeführt. Mehrmals. Es ist eindeutig bewiesen und sichtbar, das Ergebnis ist rechteckig. Siehst du? Da:

Student
Ich habe mit meinen Instrumenten Messungen durchgeführt. Mehrmals. Es ist eindeutig bewiesen und sichtbar, das Ergebnis ist rund. Siehst du? Da:

Es könnte jetzt ein Krieg zwischen den beiden ausbrechen. Der eine versucht den anderen von seiner Wahrheit zu überzeugen. Schliesslich ist es doch schwarz auf weiss bewiesen…
Der Hintergrund
Beide haben recht.
Beide liegen falsch.
Beide führen die Messungen und Beobachtungen auf der Dimension durch, in der sie leben. Der Einfachheit halber und zur Veranschaulichung auf der 2. Dimension. Es sind beides Flatlanders. Ihre Welt ist zweidimensional, und ihre Gesetze, Ansichten und Überzeugungen sind ebenfalls zweidimensional, auf dieser zweidimensionalen Ebene.
Es muss etwas passieren; eine Erkenntnis muss eintreten. Und dann werden beide ihre Überzeugungen über den Haufen werfen.
Die Wahrheit
Die Wahrheit existiert auf der nächsthöheren Dimension. Auf der dritten Dimension:
Wenn’s zu laut wird: Dezibert hebt den Finger!

Consultants haben die Eigenschaft, viel, laut und lange zu Diskutieren. Kundentelefonate, Besprechungen, Apéros…
Techies haben die Eigenschaft, ruhig und konzentriert in Codewelten zu schwelgen. Und sie haben noch etwas: Macht über Maschinen. Sie können den Maschinen beibringen, etwas nützliches für sie zu tun.
Diese Idee hatten wir, und daraus entstand ein Lab-Projekt: Eine Arduino Installation.

Arduino ist eine Open-Source Hardware Plattform, welche einen schnellen Einstieg in die Hardwareprogrammierung ermöglicht. Man hat ein paar Eingänge, ein paar Ausgänge, und kann das Board mit diversen Zusatzmodulen und Sensoren erweitern.
Wir haben uns eine LED-Matrix, ein Mikrofon, ein Ethernet-Shield und einen Servomotor boschtet.
Was kam dabei heraus?

Ein „Finger“ 🙂

Er misst alle 100ms den Geräuschpegel und vergleicht diesen Wert mit dem Vorherigen. Falls die Differenz einen bestimmten Wert überschreitet, wird das Penalty-Level erhöht. Die Penalty-Skala geht von 0 bis 23.

Der Penalty-Handler kümmert sich um die Aktionen, die in den Levels auszuführen sind. Finger heben wenn es laut wird, nach einer Weile Stille Finger wieder senken, Twittern wenn es übermässig laut ist…

Der Geräuschpegel ist laut, Penalty-Wert wird erhöht und auf der LED-Matrix angezeigt:

Grün, Orange, Rot, Finger hoch, twittern!


Der Finger bleibt solange oben, bis es wieder ruhig ist.
Das Projekt hat extrem Spass gemacht. Vielen Dank an die beteiligten: Thommy Link für das Design und die Handwerker-Sachen, Hendrik Grahl für die Elektronik-Basteleien. Ich war für die Firmware zuständig. 😉


