Scratchbook

Das Leben ist immer anders als die Realität.

3D Gemälde

Claude, 21. September 2011, 14:24 Uhr

Schiel mal so auf das Bild, bis sich das linke und das rechte Bild in der Mitte vereinen:

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The Passion of Corporate Egoists

Claude, 19. September 2011, 15:29 Uhr

Menschen mit Passion haben nicht nur eine Aufgabe, sondern stehen auch für diese ein, lehnen sich manchmal weit aus dem Fenster. Aus Überzeugung. Meinungsstark, mit klaren Positionen – gerne auch kontrovers. Das unterscheidet sie von den PR-Fatzkes aka Arschkriechern mit weichgespülten Lull-Statements und den Marketing-Mäuschen mit den totlangweiligen Facebook-Status über irgendwelche bescheuerten Messeauftritte.

Passion, das ist nicht der naive Enthusiasmus, den ein Volontär heute mitbringt, weil er besonders viele Twitter-Tools kennt oder einen Facebook-Account hat und auch gerne nutzt. Der aus Mashable-Artikeln zitieren kann und gerne von Transparenz, Authentizität, Echtzeit und anderem Hipster-Scheiß erzählt. Der immer vorne mit dabei ist, wenn wieder mal BETA-Invites für irgendwelche coolen Web-Services verteilt werden. Genau diese Tool-Fixiertheit führt Kommunikatoren in die Frustration, macht müde.

Social Tools are for Fools.

Texte ins Netz stellen kann jeder. Bloggen nicht.

Es ist kein Zufall, dass die ganzen Positivbeispiele da oben (fast) alle Blogs zum Gegenstand haben. Denn anders als auf Facebook (Werbefläche) und Twitter (Networking/Curating) ist es in Blogs möglich, sein Produkt, seine Marke voll und ganz auszuleben. Nicht selten ist ein Blog selbst das Produkt. Ohne Limitation in Form von Zeichenbegrenzug, Usability-Bugs und unerwünschter Werbung für irgendwelche Möbelhaus-Gewinnspiele. Dafür mit redaktionellen Inhalten.

Das Blog ist die ureigene Spielwiese, dort hat nur einer das Sagen und es ist nicht Mark Zuckerberg. Gute Blogs vermitteln Persönlichkeit. Das Blog ist die Arena, in der Passion voll und ganz zur Geltung kommt. In Gestalt richtig geiler Postings, die gerne von der Zielgruppe verlinkt werden.

Es braucht leidenschaftliche Menschen, um Social Media Projekte zum Erfolg zu führen. Weil nur Leidenschaft den ständigen Willen, sich zu verbessern, mehr Wissen zu erlangen, mehr Menschen für sich zu gewinnen, mit sich bringt. Unbändige Neugierde inklusive.

Danke, liebe (Quelle).

Die Sonne scheint wieder

Claude, 15. September 2011, 17:43 Uhr

Soo – der Brainstorm ist vorüber. Die Sonne scheint wieder. Eigentlich scheint sie immer – es sind bloss amigs Wolken davor. Letztes mal so viele Wolken, dass es dermassen finster wurde, dass nur noch der Vollmondschein schimmerte…

Auch wenn ich das jetzt gerne würde: Blogposts löscht man nicht. Ich ahnte ja nicht, dass das noch andere Leute lesen würden (ach wirklich Claude?? *dubel*), oder es war mir dort einfach egal. Es war mir einfach alles egal!
Jetzt nicht mehr. Da haben sich nämlich eine ganze Menge Leute Sorgen gemacht und mir geschrieben – bis spät am Abend. Das hat mich sehr berührt.
Auch wenn’s ganz dunkel war dort – diese Erfahrung war sehr menschlich und hinterlässt in meiner Realität einen Glanz. Es schimmert golden und purpur. Ich bin gut eingebettet und umsorgt, dort wo ich bin. Danke dafür.
Wenn es immer rund läuft, sind einem solche Dinge nicht bewusst.

Und es war dem Verfasser der Aussage auch nicht bewusst, welche Bedeutung ich seiner Antwort zumesse – und *bawamm* – das Gloodi wurde ordentlich duurengeschüttelt, die Synapsen eröffneten das Feuer.

Vielleicht sollte ich nichts mehr mit soviel Wert belegen. Aber: Kann ich das? Will ich das? Wenn man nichts mehr mit Wert belegt – was hat dann noch Wert? Ich möchte gerne sagen können, das hat etwas Wert – ein Mensch, eine Aussage, eine Tat. Eine Erfahrung. Ein Kunstwerk. Ein Symbol. Eine Idee. Etwas eine Bedeutung geben. Ist es nicht einfach nur menschlich, wenn man das tut? Ja ich habe das getan und es ging schief.

Kompliziert.

Die Suche geht weiter. Nach dem Sinn des Lebens.

Re: [Weiterbildung] Just for fun

Claude, 13. September 2011, 00:45 Uhr

Liebes Tagebuch

Zum Glück ist das ein geschützter Eintrag. Können wir uns endlich wieder mal privat unterhalten. Niemand liest mit.

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Puppenspiele

Claude, 6. September 2011, 20:52 Uhr

Ich habe ein neues Spielzeug: Puppet.

Puppet, an automated administrative engine for your *nix systems, performs administrative tasks (such as adding users, installing packages, and updating server configurations) based on a centralized specification.

Wie oft musste ich Server einrichten, Apaches konfigurieren und dergleichen. Nach dem x-ten mal kommt zwar eine gewisse Routine auf. Aber dann ändert etwas; einem Apache muss ein Varnish-Cache vornedran gestellt werden – hmm. Was muss ich jetzt schon wieder alles anpassen? Ports der VirtualHosts, der Listen Port… Ganz gewiss geht was vergessen, und erst nach dem 3. mal Dienste neustarten und ausprobieren funktioniert alles.

Das ist jetzt Vergangenheit. [mehr…]

Sarif Industries

Claude, 4. September 2011, 21:12 Uhr


YouTube Direkt

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about:supernatural

Claude, 30. August 2011, 12:09 Uhr

Im Internetz aufgeschnappt:

Es kann per Definition nichts übernatürliches geben, denn sofern etwas physisch existiert unterliegt es sowohl den physikalischen Grenzen unseres Universums und ist ebenso ein Teil desselbigen. Somit auch ein Teil der Natur.

Nehmen wir nunmal an, es gäbe eine Art unentdeckte physikalische Kraft die Phänomene auslöst die wir mit „Magie“ gleichsetzen würden (wenn wir übrigens einige hundert Jahre zurückgehen würden wäre genau das im Vergleich zu heute der Fall), so wäre diese ein Teil unserer Physik, somit ein Teil unserer Natur und somit nicht übernatürlich sondern ganz und gar natürlich.

Thus, (<- dafür fehlt uns ein gutes Äquivalent im Deutschen) gesetzt den Fall, dass wir etwas entdecken was per allgemeingesellschaftlicher Definition als "übernatürlich" angesehen werden würde, so wäre dieses trotzdem ein Teil unseres Universums, unserer Physik und unserer Natur. Also kann es nichts übernatürliches geben, nur unentdecktes.

Der Mensch hat durchaus ein Empfinden das ihm sagt dass es noch Unbekanntes, Unerforschtes gibt. Dies ist ja die Motivation jedes forschenden Wissenschaftlers. Und die Wissenschaft selbst beweist ja, dass es immer Neues zu entdecken gibt – heute sind die Wissenschaftlichen Wahrheiten von vor 100 Jahren als unwahr, zumindest unvollständig nachgewiesen. Die Quantenphysik selbst weist heute eben die Phänomene nach die früher als „Magie“ bezeichnet wurden.

Die Religionen aber missbrauchen das tiefe Gefühl der Menschen und ihren Respekt vor dem noch Unbekannten indem sie dies ausnutzen um Menschen zu beherrschen – im Wesentlichen indem sie Angst machen und indem sie vorgeben das Unbekannte vertreten zu dürfen – reine Blasphemie und Missbrauch der menschlichen Gutgläubigkeit – sie wollen Macht über uns!

Nur die Wahrheit und die Suche danach sollte uns leiten.

(Quelle)

Korrekt.

Demodays

Claude, 28. August 2011, 11:14 Uhr

Diese Tage finden die Demodays in Olten statt.

Demodays, Demoscene? Ja genau – das sind die Leute einer Szene, welche digitale Kunstwerke für verschiedenste Hardware erschaffen.

Q: What is the demoscene?
A: The Demoscene considers itself as a loose connection of creative minds with passions of creating digital art. A ‚demo‘ is created by groups of people, or sometimes single individuals, to DEMOnstrate their skills. The traditional skill base of the demoscene is considered to be coding, music, and design.

Zum Beispiel sowas:


YouTube Direkt

Download: Elevated

Der Code zu dieser Demo ist 4kb gross. Vier Kilobyte. 4 Minuten lang Sound, Musik, Kamerafahrten durch eine Landschaft. Do stuuhnsch gäll?

Sprich, die folgenden Zeichen hier machen das ganze Filmli:

[base64 encoded .exe]
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AAACAAABAAAA1nVGggAAAABOV8Mp4AAA4DA6h3SHDRnoF3EiQ4TWcp2W/K3KS2F/J1pSeAhXg/cH
D6s6X0frMPNmqwoGYY12Fnslww+jLc8BQAARyUUBwIXAefAB01D34vfzMdtaOcFyBinBkinQQ2Ct
Kfh0OonlifmD4QfB7wMDfSBqCliJRRSJRRCtMe1NRQHAcvt0lmCsD7bQMgfBwAkCB0hPANJy83X5
08gAyPm/PytCALkDuD8Gc4T38Y08V4npMcCudAQKL3UCQUFID7YUB9PiAVSENEB+8ynYeAxP/gQH
0CwfdQPQFB9hRuufAIhQAAD+dxJEIABAhICgYJBDwMg+nPX4WQEAPwkhBEAwKAoFAKBEYYCQUTLA
qVWn4Jz+690AANMv0aVXVYr4vHeo7BP33juLQ+APE3kxNzl9TV6VJGOIdcsftNpMCMLcoqls0dy1
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Q: So what is a demoparty?
A: A demoparty is — on the first glance — like a LAN party. Depending on the size, a few or hundreds of visitors may bring their computers and set them up at the location. Unlike a LAN party, demoparties have an emphasis on creativity. Attendants are encouraged to compete in scheduled competitions (referred to by demosceners as ‚compos‘ or competitions). These ‚compos‘, spread out over the length of the party, are in categories that allow the attendants to showcase their artistic talents with the use of computers.
In short: a demoparty is a multimedia art festival that usually lasts for several days.

Und gestern war ich eben an so einer besagten Demoparty, wo sich die Künstler treffen und ihre Werke präsentieren.

Es gibt Demos für verschiedenste Hardware: Amiga, PC, Gameboy Advance; aber auch in verschiedenen Disziplinen: 64k, 32k, 8k. Das besagt, dass der Programmcode einer solchen Demo jeweils maximal 64kb, 32kb oder 8kb gross sein darf.

Und das macht den Reiz aus – wer schafft es, auf 4kb die krasseste Effekthascherei auf den Bildschirm zu zaubern?

Es müssen aber nicht immer Echtzeitdemos sein. Erlaubt ist alles, was irgendwie blinkt, tönt oder sonstwie die Sinne verzaubert. Gerenderte Videos und Standbilder sind mit dabei. Oder Analog-Demos – jemand hat eine Wasserschale auf einen Hellraumprojektor gestellt und mit Wellen und farbiger Tinte prächtige Animationen zur Musik gezaubert 🙂

Oder die Schreimaschine:

Eine elektrische Schreibmaschine (KEIN Nadeldrucker), mit einer seriellen Schnittstelle erweitert, „druckt“ Tweets und Einzeiler vom Internet in Echtzeit auf Endlospapier.

Ein sehr gelungener Anlass mit kreativen, neugierigen jungen Menschen aus aller Welt. Da kommt man sich klein und mickrig vor, wenn man sieht, wie 16-jährige an OpenGL- und Multitouch-Demos auf einem Androidphone coden…

Allesamt sehr nette Leute. Der Konsens lautet: Ich muss herausfinden, wie das funktioniert – ausprobieren, etwas erschaffen. Auch mit Cinema 4D wurde experimentiert. Spätestens jetzt bereute ich’s, dass ich nur ein Visitor-Ticket für einen Abend habe und mein Notebook nicht mit dabei ist. Dann hätte ich nämlich mein eigenes C4D uralt-Filmli zeigen können…
Eine gute Gelegenheit, das jetzt nachzuholen und es gleich online zu stellen.

Bitteschön. Mein rustikales oldschool Cinema 4D Filmli: Meteora.mov

Glüggerliachtibahn

Claude, 19. August 2011, 11:24 Uhr

Viel zu geiles Nerdspielzeug!

Muss ich haben.

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Ein Baum macht keinen Wald

Claude, 17. August 2011, 23:24 Uhr

China. Was für eine kaputte Gesellschaft. Das ist nicht bewertend gemeint, sondern beobachtend. Die Gesellschaft kann nicht viel dafür, dass es so ist, wie es ist. Sie weiss es ja nicht besser, oder anders gesagt: Die Menschen dort kommen überhaupt nicht dazu, darüber nachzudenken, was besser für sie wäre oder wie die Welt sonst noch sein könnte.

Totale Ablenkung! Schon mit 3 Jahren werden die Menschen dort in die staatliche Anpassungsstätte geworfen. „Damit man später mal etwas werden kann“. Jaja.

Was denn dieses ‚etwas‘ genau ist, das weiss eigentlich niemand so genau. Aber alle hetzen mal präventiv in der Schule einem Hirnzellensynchronisationstraining nach. Die Eltern sparen, um diesen Wahnsinn finanzieren zu können. Vokabeln büffeln – bei einem richtigen Wort gibt’s ein Stück Kuchen.

Diese kaputte Gesellschaft ist selbsterhaltend. Unterschwellig wird nämlich vermittelt, dass alle, die keine Bildung haben, nichts wert sind. Alle, die durch Prüfungen fallen, haben versagt. Das will man nicht. Niemand will allein dastehen, mit vielleicht einem ganz anderen Ziel.

Das Ziel ist vorgegeben. Für alle. Automatisch.

Halt.

Warum eigentlich? Warum haben alle das gleiche Ziel?

Ist das wirklich so? Haben alle Menschen das gleiche Ziel?

Ganz sicher nicht.
Das ist auch der Grund, warum es viele Schüler nicht schaffen. Warum viele davor fliehen wollen. Das äussert sich in Internetsucht, oder in was auch immer. Es sind einfach nicht ihre Ziele.

Ich mag rot. Du magst blau.

Allein schon diese Tatsache deutet darauf hin, dass wir – jeder von uns – ganz individuelle Ziele hat. Und so ein Schulsystem mit einer leistungsgeilen Gesellschaft ist der beste Weg, die Menschen vom richtigen Weg abzuhalten. Von ihrem Weg.

Tja, und dann liegt man dann am Totenbett und denkt sich: Was wollte ich überhaupt in meinem Leben?
Damn.

Jeder ist ein Same. Jeder Mensch hat einen ganz bestimmten Kern einer Persönlichkeit, die sich entfalten und entwickeln will.

Wenn alle auf den gleichen Baum setzen, ergibt das keinen Wald. Der Baum mag hoch sein und gut aussehen. Aber es ist immer der gleiche Baum.

Dieser Baum ist das Ziel, wird vorgegaukelt. Alle klettern daran hoch. Gut für die, die es schaffen. Alle schauen zu ihnen hoch. Einige schaffen es nicht. Sie sind Versager, suggeriert die Gesellschaft. Weil die Gesellschaft nur noch diesen einen Baum sieht. Alle, die diesen Baum nicht hochgeklettert sind, haben das Ziel nicht erreicht. Sie haben dieses Ziel nicht erreicht. Es ist nicht ihr Ziel.

Jeder hat sein Ziel. Jeder soll sein eigenes Pflänzchen ziehen und entwickeln. Das ist kein Gärtchendenken – es gibt nur einen Garten, und das ist der Wald. Und der Wald braucht viele vielfältige Bäume!

Ein Baum zu sein bedeutet, etwas zu tun, was andere nicht tun.
Es bedeutet aber auch, etwas NICHT zu tun, was andere tun.

Wie viele Menschen leben vorgefertigte Lebensdrehbücher?

Von wegen „ist doch jedem sein Leben“, und „jedes Leben ist anders“. Ich bin dieses Wochenende an einer Hochzeit eingeladen. Heiraten. Kinder kriegen. Beng, da haben wir’s. Drehbuch. Klar, kein Leben verläuft absolut gleich – aber viele Leben verlaufen seeehr ähnlich. Wie viele Menschen leben eigentlich glücklich alleine, sind weder verheiratet noch haben sie Kinder?
Wie viele von diesen Menschen werden von der Gesellschaft geachtet und geehrt?

Die Leute gratulieren dir, wenn du ein Kind kriegst. Sie gratulieren dir, wenn du heiratest. Sammelaktionen werden veranstaltet, Glückwunschkarten geschrieben.

All diese künstlich geschaffenen Kollektivziele, die wir feiern und auf die alle hinarbeiten.

Es gibt keine Ziele sonst. Man „kennt halt nüt anders.“

Zeit, den eigenen Baum zu pflegen. Er wird wachsen. Und ganz anders aussehen, als das „was man so kennt“. Und es funktioniert.