Massgebliche Todesursachen
Das Strohballenhaus

Bild: Strohballenhaus in I-Kurtatsch
Ein warmer Duft von weichem Holz schlägt mir entgegen, als ich in das Strohballenhaus eintrete. Riesige Glasfronten fluten den Raum mit Tageslicht. Die Wände sind aus Holz, getäfert. In diesen Wänden befindet sich: Gepresstes Stroh.
Im oberen Stockwerk brennt ein Feuer im Cheminee und taucht die Raumatmosphäre in eine friedlich-warme, glitzerig-weich funkelnde Atmosphäre ein, in der man sich gleich geborgen, behütet und zuhause fühlt. „Genial!“, ist mein erster Eindruck. Dieses Raumklima, diese Wärme, die von den Wänden ausstrahlt – Holz, Stroh, Natur. Es ist mucksmäusschen still, obwohl das Haus relativ nahe an der Strasse steht.
Das hätte ich nicht gedacht. Wie kommt es, dass alle Arschitekten so auf Minergie abgeilen, und ständig nur diese gruusigen, kalten Betonklötze hinstellen; mit teuren, künstlichen Isolationsmaterialien – wo doch die effizientiste und natürlichste Isolation gleich vom Bauern nebenan zu haben ist?
Ich kannte Strohballenhäuser bislang nicht. Warum kennt das niemand?




