Scratchbook

Das Leben ist immer anders als die Realität.

Die Angst vor dem eigenen Kopfkino

Claude, 15. Oktober 2014, 16:50 Uhr

Die Entgleisung des rationalen Verstands ist keineswegs naturgegeben, sondern das Ergebnis einer seit 25 Jahren andauernden Hysterisierung. Ein wesentliches Merkmal in Hysterien ist, daß in ihr die gleichgeschalteten Meinungen umso stärker und emotionaler vertreten werden, je weniger Fakten vorhanden sind. Denn gerade das Fehlen von Fakten bei faktenlos vorgebildeter Meinung spricht die dunkle Phantasie und somit das triebhafte Bauchgefühl des Menschen besonders an. Wenn die Begriffe »sexueller Mißbrauch« und »Kinderpornographie« in den Systemmedien fallen, dann springen prompt Millionen von Kinderporno-Kopfkinos an und ergehen sich in den wüstesten denkbaren Geschehen. Die Systemmedien bedienen dieses private Kopfkino, indem sie anstatt Fakten mit vorgetäuschter Sachlichkeit phantasieanregende Geschehnisse schildern und die Bewertung sublim steuern, ohne zu einer einzigen Lüge greifen zu müssen.

Die Medien steuern die Meinung, und müssen dabei nicht einmal zu einer Lüge greifen. Das ist so ungeheuerlich. So eine einfache Methode, und so effektiv. Kopfkinos, Hysterien, wiederholen, wiederholen, wiederholen.

Sind es nicht gerade die Horrorfilme, bei denen man das Monster nicht sieht, die am beängstigsten sind? Keine Angst ist grösser als die Angst vor dem Unbekannten. Kopfkinos, aber ja doch! Ich hätte früher drauf kommen können.

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Algorithm – Hackermovie

Daniel, 8. Oktober 2014, 10:57 Uhr

ALGORITHM is a feature length movie filmed in San Francisco.

„Most people have no idea what a hacker can do.“

A freelance computer hacker breaks into a government network and finds what may be the catalyst for a revolution.

To describe the world of computer hacking as complex would be an understatement. It is a chess game. Where the board is the most powerful technology in the world, and the players are the smartest people on the planet. The fact is, all computers and computer programs are made by people. That means they are not perfect, and those inevitable imperfections are what hackers look for.

Die NSA wurde offiziell abgeschafft

Claude, 6. Oktober 2014, 09:47 Uhr


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Ein Artikel über die Auflösung der NSA. Es geht da um den Abhörskandal von 2017 – seitdem ist die Behörde offiziell abgeschafft.

Ein globales Abhörsystem und Mythen

Claude, 5. Oktober 2014, 22:30 Uhr

„Globales Abhörnetz – das klingt schon ziemlich nach Verschwörungstheorie. Keine demokratische Regierung hätte das beschliessen können.“

„Jede Information, die keine Quellen und keine schriftlichen Zeugnisse mehr hat, wird völlig subjektiv. […] So werden die Fakten ganz langsam in das Reich der Fantasie gedrängt.“

Auszüge aus The Moment Of Silence, einem Computerspiel aus dem Jahre 2005.

Auszüge aus dem Tagebuch von Mr. Oswald

Claude, 5. Oktober 2014, 20:34 Uhr

Brooklyn
Dienstag, 2. August 2044, 9:00 p.m.

Habe gerade nochmals den e-Folder des Ministeriums für Informationssicherheit und Bürgerrechte gelesen, zu den Kryptographiegesetzen von 2021. Ein interessantes zeitgeschichtliches Dokument.

Dies ist der Ausschnitt, den ich mir ausgedruckt habe:

„Die vergangenen Epochen haben uns gezeigt, dass es drei Dinge sind, die für eine freie Informationsgesellschaft eine fundamentale Bedrohung darstellen:
Das Verbot, das Monopol, und das Vergessen.
Das Verbot von Informationen hat Unrechtsregimen zur Macht verholfen und sie am Leben erhalten; die Monopolisierung von Information hat Kriege der Wissenslosen gegen die Wissenden entfesselt; und das Vergessen hat uns viele schreckliche Fehler der Vergangenheit wiederholen, und die Gestaltung einer freien Welt in immer wieder die gleiche, scheinbar unerreichbare Ferne rücken lassen.
Mit der Vorlage des Entwurfs zu den Kryptographiegesetzen wird das Ministerium für Informationssicherheit und Bürgerrechte erstmals in der Geschichte unseres Planeten umfassende und wirksame Vorkehrungen treffen, die Freiheit der elektronischen Information zu schützen – aus der tiefen Überzeugung, dass diese Freiheit das Fundament einer Welt in Frieden und Wohlstand ist.
Unterstützen Sie uns. Setzen Sie sich ein für ein endgültiges Verbot von Verschlüsselungstechniken. Stimmen Sie am 28.11.2012 für den Gesetzentwurf.
Freuen wir uns gemeinsam auf eine Welt, in der die Gedanken wirklich frei sind.“

20 Jahre ist das her. Das Gesetz wurde beschlossen, mit überwältigender Mehrheit. Seitdem sind die Gedanken also frei. Es ist legal, Informationen aller Art zu besitzen und ganz ohne Zensur zu verbreiten. Aber verboten ist es, sie zu verbergen.
Wer etwas verschlüsselt, hat etwas zu verbergen: Und wer etwas zu verbergen hat, führt vermutlich auch etwas im Schilde. Gegen uns. Oder zumindest ohne uns.
Man fragt sich, wer das eigentlich ist: Wir.
Und: Wer sind die anderen?

Wissen Sie,

Claude, 27. September 2014, 10:54 Uhr

Hermine über Feminismus

Claude, 23. September 2014, 23:21 Uhr

The more I’ve spoken about feminism,
the more I have realized
that fighting for women’s rights
has too often
become synonymous
with man-hating.

Today we are launching a campaign HeForShe. I am reaching out to you because we need your help. We must try to mobilize as many men and boys as possible to be advocates for change. We don’t just want to talk about it. We want to try and make sure it’s tangible. I was appointed as Goodwill Ambassador for UN Women 6 months ago.

The more I spoke about feminism, the more I realized that fighting for women’s rights has too often become synonymous with man-hating. If there is one thing I know for certain is that this has to stop. For the record, feminism by definition is the belief that men and women should have equal rights and opportunities. It is the theory of political, economic and social equality of the sexes.

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Indianerschulen

Claude, 23. September 2014, 12:18 Uhr

Vorbemerkungen aus dem Buch «Indianerschulen» von Claus Biegert

Ich habe einen kleinen Freund, Tobias, er ist 13 Jahre alt, ein Grübler, Querdenker und Phantast. Langeweile kannte er nie. Schon früh spielte er Theater, malte Miniaturen und wandbreite Bilder und fertigte ohne Baupläne und Anleitungen historisch und ethnographisch getreue Schif­fe, Häuser, Waffen, Kostüme. Selten verbringt er einen Nachmittag vor dem Fernseher. Das Leben von Tobias wäre ausgefüllt und glücklich, gäbe es die Schule nicht. Besser sein zu müssen als andere – das will ihm nicht in den Sinn, obwohl er seine Sache stets so gut wie nur möglich machen will. Das tägliche Einnehmen festgesetzter Wissensportionen in vorgeschriebener Eile stößt ebenso auf seinen Widerspruch wie der an­schließende Tauschhandel von abgefragtem Wissen gegen Noten im Schiedsgericht der Prüfung. Diese Zwänge lassen ihn nachts nicht einschlafen und früh vor der Schultüre wieder umkehren. Daß die Mehrheit der Kinder seiner Stadt die Schule akzeptiert, irritiert ihn nicht. Dies ist nicht seine Schule. Seine Fragen findet er nicht beantwortet, die angebo­tene Information interessiert ihn selten. Er war bereits soweit, den Sinn des Lebens anzuzweifeln, falls sie – die Schule – der Sinn des Lebens sein sollte.

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Informatik Berufsunbildung Schweiz

Claude, 18. September 2014, 11:53 Uhr

Ein E-Mail trudelt ein. Eine Kumpanin lässt Dampf ab über ein Ereignis, welches das Niveau der schweizerischen Bünzli-Informatiker bestätigt. Bitteschön, einmal Rant zum sofortgeniessen:

Von: Anonymous <******@gmail.com>
Datum: 18. September 2014 09:41
Betreff: ICT-Berufsbildung
An: joerg.aebischer@ict-berufsbildung.ch
Cc: nadja.schmid@ict-berufsbildung.ch, stephane.schwab@ict-berufsbildung.ch, marina.freiburghaus@ict-berufsbildung.ch, hansjoerg.hofpeter@ict-berufsbildung.ch, info@ict-berufsbildung.ch

Guten Tag
Mit absolutem Unglauben habe ich vorhin folgenden Artikel gelesen: http://www.20min.ch/schweiz/news/story/16279260/

Schämen Sie sich, Herr Aebischer. Ihr Verhalten fasst zusammen, was in der (insbesondere Schweizer) IT-Welt alles falsch läuft. Warum immer nur Leute wie Sie an diese leitenden Positionen gelangen, darüber kann ich nur rätseln. Wahrscheinlich weil Menschen mit relevanten Fähigkeiten keine Lust haben ihr Leben lang Geschäftsleitungsstühle in sinnlosen Organisation wie „ICT-Berufsbildung“ zu befurzen?
Auf jeden Fall sollten Sie sich Gedanken machen und Ihr brechreiz-erregendes Verhalten „neu evaluieren“. Ein paar junge Lernende, die eine Sicherheitslücke auf der Seite Ihrer Organisation entdeckt haben, gehören nicht etwa ausgeschlossen, sondern sogar belohnt. Die einzigen, die ausgeschlossen werden müssen, sind Sie und ihre kreiswichsende Geschäftsleitung. Und eigentlich gleich die ganze Organisation, die nichts und rein gar nichts zur positiven Entwicklung der Schweizer IT-Welt beiträgt.
Herzliche Grüsse.

😀

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Kolloidales Silber

Claude, 11. September 2014, 14:18 Uhr

Silberpartikel werden mittels Elektrolyseverfahren in destilliertes Wasser abgegeben. Heraus kommen ganz kleine Silberpartikel, die gleichmässig im Wasser verteilt sind. Und das ist das beste Antibiotikum, dass die Welt je gesehen hat!

Die Effektivität von kolloidalem Silber stellt eine dermassen grosse Bedrohung für die Pharmaindustrie dar, dass sich die deutschen Behörden an einer grossangelegten Kampagne beteiligen, Firmen, die kolloidales Silber vertreiben, einzuschüchtern und zu bedrohen, um diese vom Markt zu drängen.

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