Scratchbook

Das Leben ist immer anders als die Realität.

Ritalin: Ein Armutszeugnis

Claude, 25. April 2012, 13:57 Uhr

«Ritalin ist die Droge für die Pflichterfüller-Generation.»
Es ist etwas Wahres daran: In den Siebzigern nahm man LSD, um dem Muff der Nachkriegszeit zu entkommen. In den Achtzigern nahm man Kokain, um sich trotz Pershing-II-Raketen gut zu fühlen. In den Neunzigern nahm man freitags Ecstasy-Pillen, um bis montags zu tanzen. Es waren Spaßdrogen, mit denen die Jugend gegen die Erwartungen der Gesellschaft rebellierte.

Heute nehmen Studenten Ritalin, weil es ihnen hilft, sich den Erwartungen der Gesellschaft anzupassen. Sie sind die erste Generation, die eine Vernunftdroge konsumiert. Eine traurige Droge, ein Armutszeugnis.

R1talin

Daniel, 24. April 2012, 23:18 Uhr


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Aufgrund des letzen Blogeintrages von Claude habe ich mich daran erinnert auch mal etwas über diese Substanz gelsen zu haben:

Ritalin: Ich bin ein Zombie, und ich lerne wie eine Maschine

Quelle des Artikels: http://www.zeit.de/campus/2009/02/ritalin

Finger weg von Ritalin!

Claude, 24. April 2012, 00:59 Uhr

Selbstversuch mit Ritalin. Ein Freund von mir meinte, da geht man ab wie ein Zäpfli beim schaffen. Konzentration pur und Leistung 150%.
Ich habe ja schon so einiges im Internetz über dieses Zeug gelesen. Darüber positiv eingestellt bin ich nicht. Und das wird sich auch sehr bald bestätigen…

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Offenbarung 23

Daniel, 20. April 2012, 11:15 Uhr

Bezogen auf meinen letzen Blogpost, habe ich tatsächlich mal in die Hörspielserie Offenbarung 23 reingehört. Ich muss sagen, habe selten so ein packendes Hörspiel gehört und bin wohl gleich süchtig geworden um nun auch noch die anderen Folgen anzuhören.


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Die Komplette Serie zum Anhören gibts im Youtubechannel von Loewensupporter

Viel Spass 😉

Diskussionen über die Hackerlegende Tron

Daniel, 20. April 2012, 11:09 Uhr

Neulich am Easterhegg musste ich mich entscheiden, ob ich den Sonntag Abend dort verbringe, oder an eine Party gehe wo ein Kollege von mir geladen war. Ich entschied mich noch den Vortrag über Datenschutz und Vorratsdatenspeicherung in der Schweiz anzuhören und danach machte ich mich auf den Weg.

Die Party selbst war nicht so mein Ding, da ich kaum ein konstruktives Gespräch führen konnte und den Eindruck nicht los wurde, dass dies irgendwie nicht meine Leute sind. Also schnappte ich mir vorerst mal ein Drink und zog mich mehr oder weniger gelangweilt in eine weniger belebte Ecke zurück. In der nähe fiel mir eine Person auf, welche gerade eine Zigarette rauchte und auf mich ebenfalls nicht den Eindruck weckte, als würde sie sich wie die Mehrheit der Masse im getummel der Party bewegen. Aufgrund meines Eintritts-Batches von der Easterhegg wurde in ein Gespräch verwickelt  und die Person stellte sich mir als Künstler vor.

Sag mal, was ist das für ein Batch den du da trägst?

Achso, hat nichts mit dieser Party hier zu tun. Ich komme direkt vom Easterhegg, einer Veranstaltung und Plattform für Technik- und Computerbegeisterte Leute.

Easterhegg? Noch nie gehört… Wer organisiert das?

Wurde vom Chaostreff Basel organisiert. Vielleicht ist dir CCC ein Begriff?

Ja,  Chaos Computer Club sagt mir etwas. Hätte ich jetzt nicht gedacht, du siehtst irgendwie gar nicht aus wie einer von denen… 😀

Ich musste schmunzeln. In Gedanken hatte ich ein Bild und dachte: Diesen zwei würde man es sofort ansehen! Aber so Nerdig sehe ich halt nun mal nicht aus 😉

Also antworte ich, dass ich mich für IT Sicherheit interessiere und zuvor noch nie an einer  Veranstaltung des CCC war. Wenn das ganze schon mal in der Gegend ist, wäre es ja schade nicht dabei zu sein!

Danach fragte er mich, ob mir TRON ein Begriff sei.

Ja klar, ich habe seine Geschichte ein wenig verfolgt und auch das Buch über seine Lebensgeschichte gelesen, welches ich aber nur noch in einem Antiquariat fand.

Er kenne TRON aus Offenbarung 23, einer packenden Hörspielserie. (Dazu später…)

Es entwickelte sich ein Dialog wilder Verschwörungstheorien rund um den Mythos Tron.

Doch wer war Tron eigentlich?

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Euer Internet ist nur geborgt!

Claude, 17. April 2012, 17:06 Uhr

Wer Facebook, Twitter oder andere soziale Netzwerke nutzt, ist im Netz nicht wirklich frei. All diese Dienste können von den Betreibern jederzeit verändert, verkauft, zensiert, geschlossen werden. Wer wirklich frei im Internet veröffentlichen will, braucht eine eigene Website.

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Ripley on talking

Claude, 16. April 2012, 16:04 Uhr

You don’t talk much do you? That’s okay by me. Most people do a lot of talking and they wind up not saying very much.
-Ripley

Stikked – Open-Source PHP Pastebin

Claude, 15. April 2012, 19:40 Uhr

Ein Pastebin (auch NoPaste) ist eine Webanwendung, die es Benutzern ohne Anmeldung erlaubt, beliebige Textschnipsel, üblicherweise Quelltext von Programmen, auf die Webseite hochzuladen. Dort können die Texte öffentlich eingesehen werden. Zu dem typischen Funktionsumfang eines Pastebin-Systems gehört Syntaxhervorhebung für diverse Programmiersprachen.

Es gibt eine Open Source Pastebin Implementierung; Stikked. Voller Bugs. Aber powered by CodeIgniter. Und das ruft den Claude auf den Plan.

Ich habe mich dieses Wochenende hingesessen und das Teil auf den neusten Stand gebracht. Das Projekt existiert seit 2008, doch der ursprüngliche Autor kümmert sich nicht um die Fehler. Dabei ist Stikked ziemlich cool…

Stikked is an Open-Source PHP Pastebin, with the aim of keeping a simple and easy to use user interface.

Voilà, hier ist Stikked 0.6.

Mit der neusten CodeIgniter Version, allen Sprachen, die GeSHi anbietet, bit.ly Support, funktionierendem Downloadlink, lauffähig ohne PHP short tags, automatischem Setup der Datenbank, pastebin.com-Rawmode und einer optional einschaltbaren Minifizierung und Zusammenfassung aller CSS- und JavaScript-Dateien. Yizzz!

So sieht’s aus:

paste.scratchbook.ch

Roflcopter gtfo

Claude, 12. April 2012, 17:20 Uhr

Harry Martin gehört zu jenen Menschen, die sich am Namen der „Piraten“ stören. In seiner Mail an die Bundesgeschäftsstelle in Berlin forderte er die Partei auf, sich einen anderen Namen zuzulegen. Man muss sagen, dass sein Ton nicht gerade zurückhaltend war. „Finden Sie es angebracht, sich nach einer Personengruppe zu benennen, welche vom Verbrechen lebt und dafür raubt und mordet?“, schrieb er.

Auch muss man sagen, dass sein Kulturpessimismus atemberaubend ist: „Wahrscheinlich sind Sie einem infantilen Trotz-Impuls gefolgt, in einer Zeit, die alles verniedlicht, weil es allenthalben an Bildung und kulturellem Geschmack fehlt.“ Und man muss sagen, dass seine Agumente aus der deutschen Geschichte sich nicht jedem leicht erschließen: „Gerade in einem Land, das eine Vergangenheit mit zwei Weltkriegen und nie dagewesenem Völkermord besitzt, wirkt das mehr als makaber und geschmacklos!“ Aber gleich roflcopter gtfo?

Denn das bekam der kritische Doktor Martin als Antwort von der Piraten-Bundesgeschäftsstelle zurück. Es ist eine Kombination aus zwei Akronymen, die sich ein Internet-Laie erst ergoogeln muss. Rofl steht in der Sprache der Gamer, Chatter und Twitterer für „Rolling on floor laughing“ – etwa „Ich wälz’ mich auf dem Boden vor Lachen“. Der copter wird angehängt, um die Bedeutung noch zu verstärken. Gtfo schließlich heißt „get the fuck out“ – zu gut Deutsch: „Verpiss dich“. Und das ist es also, was die Piratenpartei Herrn Martin mitteilte, als sie ihm antwortete: Roflcopter gtfo.

Die Piraten sagen jetzt, die Antwort sei ein Versehen gewesen: Was als interner Vermerk gedacht war, ging aus Unachtsamkeit als Antwort hinaus an Doktor Martin. „Ich will das auch gar nicht entschuldigen“, sagte uns die Pressesprecherin der Piraten, „aber die Arbeitsbelastung für die Kollegen in der Bundesgeschäftsstelle ist im Moment sehr hoch.“

Die Partei steht in Umfragen jetzt bei 12 Prozent, das Medieninteresse ist riesig, die Vorbehalte, die den Piraten entgegenschlagen, sind es auch. Trotzdem fand die Bundesgeschäftsstelle Zeit, ein Entschuldigungsschreiben an Doktor Martin zu senden.

„Sie glauben ja gar nicht, wie viele Leute sich jeden Tag über unseren Namen beschweren“, sagte uns die Pressesprecherin noch. Dabei habe man doch nur das Wort übernommen, das Rechtsanwälte, Staatsanwälte und Innenminister für illegale Downloads erfunden hatten: Internet-Piraterie.

Sich dieses Wort zu eigen zu machen, sei ein Akt der Selbstironie gewesen. Aber Selbstironie in der Politik? Da ist der Kulturschock programmiert – gerade in diesem Land, möchte man sagen, das eine Vergangenheit mit zwei Weltkriegen besitzt.

(Quelle)

Statusbericht

Claude, 12. April 2012, 17:08 Uhr

Die Mehrzahl von Status: Status. Nicht Stati. Und schon gar nicht Statis. Statüsser erst recht nicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Stati