Scratchbook

Das Leben ist immer anders als die Realität.

34C3 – Digitale Bildung in der Schule

Claude, 30. Dezember 2017, 12:11 Uhr

Ein guter Anfang – sowas hätte ich mir damals gewünscht, zu meiner Schulzeit. Allerdings ist das immer noch viel zu wenig; und dass die Lernprogrammierumgebung Geräusche von sich gibt, wenn man etwas kompiliert oder Knöpfe drückt, ist ein weiteres Beispiel davon, dass Kinder von Erwachsenen nicht wirklich ernst genommen werden. Mir ging die kindische Aufmachung mit Bären und Robotern schon als Kind auf den Sack, und warum muss etwas lustig piepsen und sich animieren, obwohl es sonst keinen Zweck erfüllt? Weil die Erwachsenen meinen, etwas sei nur kindergerecht, wenn es so verniedlicht wird? Ich bitte euch. Eine weitere künstliche Grenze, die nicht sein müsste. Man kann etwas auch in kleinen Schritten lernen, ob als Kind oder Erwachsener. Bei Minecraft jubeln schliesslich auch keine Roboter und Barbies, wenn man zum ersten mal erfolgreich etwas automatisiert hat, und Minecraft spielen die Kinder gern. Zurecht hat jemand am Ende diese Verniedlichung in Frage gestellt, begleitet von zustimmendem Applaus.

Und dann diese Annahme – „können die Kleinen das?“ UND OB. Was soll diese Frage?!? Aber natürlich können die das! Wenn man ihnen nur die Möglichkeit gibt. Woher kommt diese Annahme, dass Kinder etwas noch nicht können sollen oder sich nicht dafür interessieren würden? Erwachsene und ihre Kinderfilterblasenfantasiewelt. Die Ergebnisse des Bildungsexperiments überraschen mich nicht im geringsten: Kinder können programmieren und löten und sich dafür begeistern.