Scratchbook

Das Leben ist immer anders als die Realität.

Was ist denn überhaupt Realität?

Claude, 2. November 2010, 19:28 Uhr

„Eine Realität nur für sich allein schaffen“, wiederholte Veronika. „Was ist denn überhaupt Realität?“

„Sie ist das, von dem die meisten glauben, dass sie so sein sollte. Nicht unbedingt besser, nicht logischer, doch den kollektiven Wünschen angepasst.
Sehen Sie, was ich da um den Hals trage?“

„Eine Krawatte.“

„Sehr gut. Ihre Antwort ist logisch, kohärent, die eines ganz normalen Menschen: eine Krawatte!

Ein Verrückter würde jedoch sagen, dass ich ein buntes, lächerliches, nutzloses, auf komplizierte Weise geschlungenes Stück Stoff um den Hals trage, das die Beweglichkeit des Kopfes einschränkt und uns zwingt, tiefer zu atmen, damit Luft in die Lungen gelangt. Wenn ich in der Nähe eines Ventilators bin und nicht aufpasse, kann dieses Stück Stoff mich erwürgen.

Wenn ein Verrückter mich fragt, wozu eine Krawatte gut ist, muss ich ihm antworten: zu überhaupt nichts. Nicht einmal zum Verschönern, weil sie heute zum Symbol der Versklavung, der Macht, der Distanz geworden ist. Die Nützlichkeit der Krawatte besteht darin, nach Hause zu kommen und das Gefühl zu genießen, dass wir uns von etwas befreit haben, von dem wir nicht einmal wissen, was es ist.

Doch rechtfertigt dieses Gefühl der Erleichterung die Krawatte?

Nein. Dennoch wird, wenn ich einen Verrückten und einen normalen Menschen frage, was das ist, derjenige als gesund erachtet, der mir antwortet: eine Krawatte. Gleichgültig, wer es richtig sieht oder wer recht hat.“

Information – Deformation

Claude, 6. Oktober 2010, 19:16 Uhr

Jede Information ist zugleich auch eine Deformation. Sie verändert die Welt. Zu bestimmten Sachen sagen wir: Det tu ich mir nicht rein. Horror und Porno gefährden die geistige Gesundheit. Jeder, der das geniesst, tut das mehr oder weniger freiwillig. Diese Informationen verändern das eigene Leben, die eigenen Hirnstrukturen auf einer Materieebene. Du musst also auswählen, um nicht vergiftet zu werden.

-Wau Holland

About the alien

Claude, 23. August 2010, 23:18 Uhr

Ich bewundere die konzeptionelle Reinheit. Geschaffen, um zu überleben. Kein Gewissen beeinflusst es. Es kennt keine Schuld, oder Wahnvorstellungen ethischer Art.
-Ash

about:rechnungswesen

Claude, 4. Juni 2010, 14:38 Uhr

Wer sind diese Rechnungswesen? Und was wollen die von mir?

about:drugs

Claude, 11. Mai 2010, 22:23 Uhr

Das Erschreckende ist nicht was Drogen aus Menschen machen,
sondern was Menschen aus Drogen machen.

about:thievery

Claude, 16. April 2010, 16:59 Uhr

about: currency

Daniel, 15. April 2010, 22:19 Uhr

Eigentlich ist es gut, daß die Menschen der Nationen unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.

Henry Ford


YouTube Direkt

about: Mass Media

Daniel, 24. Dezember 2009, 19:08 Uhr

Es gibt zu dieser Zeit der Weltgeschichte in Amerika keine solche Sache wie eine unabhängige Presse. Sie wissen das und ich weiß es. Es gibt nicht einen von Ihnen, der es wagt, seine ehrliche Meinung zu schreiben, und wenn Sie es würden, wissen Sie im voraus, daß sie nie im Druck erscheinen würde. Ich werde wöchentlich dafür bezahlt, um meine ehrliche Ansicht aus der Zeitung, mit der ich verbunden bin, herauszuhalten. Andere von Ihnen erhalten ähnliche Vergütungen für ähnliche Dinge und jeder von Ihnen, der närrisch genug währe, ehrliche Meinungen zu schreiben, würde sich auf der Straße wiederfinden um sich nach einer anderen Arbeit umzusehen.

Wenn ich es mir erlauben würde, meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung erscheinen zu lassen, währe ich meine Beschäftigung vor Ablauf des Tages los. Die Aufgabe der Journalisten ist, die Wahrheit zu zerstören, gerade heraus zu lügen, zu verdrehen, zu verumglimpfen, vor den Füßen des Mammons zu kuschen und sein Land und seine Rasse um sein tägliches Brot zu verkaufen. Sie wissen es und ich weiß es. Was für eine Narrheit ist dieses Trinken auf eine unabhängige Presse!

Wir sind die Werkzeuge und Vasallen reicher Männer hinter der Szene. Wir sind die Hampelmänner, sie ziehen die Fäden und wir tanzen. Unsere Möglichkeiten und unser Leben sind das Eigentum anderer Männer. Wir sind intellektuelle Prostituierte.

John Swinton (1829 -1901 / Ehemaliger Herausgeber New York Times)

about:halbwahrheiten

Claude, 2. August 2009, 12:11 Uhr

Was passiert, wenn man eine Halbwahrheit zweimal erzählt?

about:lies

Daniel, 10. Juli 2009, 17:42 Uhr

Es ist leichter, eine Lüge zu glauben, die man hundert Mal gehört hat, als eine Wahrheit, die man nie gehört hat.  R.Lynd