Noch einmal Tron…
Ich hatte den Eindruck ich sollte anlehnend an meinem letzen Blogpost noch einmal etwas kurzes zum Thema Tron schreiben und möchte gleich mit einer kleinen Videosequenz einsteigen, welche nachgestellt die letzten Lebenszeichen von Tron zeigt und kurz auf den Kriminalfall eingeht, welcher nie aufgeklährt wurde und anschliessend mit einem äusserst fragwürdigen Ergebnis, lautend auf Suizid, geschlossen wurde. Die Sendung wurde am 29.10.2011 aus der Reihe “Täter Opfer Polizei” (rbb) ausgestrahlt.
Bei Minute 11:00 meldet sich Burkhard Schröder, Autor des Buches Tron – Tod eines Hackers zu Wort. Erstaunt über diese herablassenden Worte ist er mir gleich unsympatisch geworden! So ein respektloses Verhalten gehört sich einfach nicht…
Antiautoritäres Verhalten = geisteskrank
Kompletter Beitrag: Part 1, Part 2, Part 3, Part 4
Original Titel & Übersetzung:
“Die Agenda antiautoritäres Verhalten als Geisteskrankheit zu deklarieren” von infokrieg.tv
“Ich arbeite mit erwachsenen Klienten, mit ganzen Familien und Teenagern. Zu einem Drittel im Schnitt mit Teenagern. Ich arbeite mit Leuten aus der Bevölkerung die gegen Authoritäten eingestellt sind. Meine Branche würde bei diesen Leuten eine Widerstands- und Trotzsstörung oder Folgen von Suchtmitteln diagnostizieren. In meiner Erfahrung sind viele Leute die hier bei mir landen gegen Authoritäten, haben aber für gewöhnlich keinerlei politisches Bewusstsein. Oft rebellieren sie auf eine Weise die selbstzerstörerisch ist. Manchmal rebellieren sie in einer positiven, konstruktiven Form, bekommen aber keine Zusprache, keine Unterstützung. Im großen und ganzen sind es Leute die sich von ihrer Umgebung völlig entfremdet fühlen, sei es ihre Schule, ihr Arbeitsplatz oder die Gesellschaft insgesamt.”
Ritalin: Ein Armutszeugnis
«Ritalin ist die Droge für die Pflichterfüller-Generation.»
Es ist etwas Wahres daran: In den Siebzigern nahm man LSD, um dem Muff der Nachkriegszeit zu entkommen. In den Achtzigern nahm man Kokain, um sich trotz Pershing-II-Raketen gut zu fühlen. In den Neunzigern nahm man freitags Ecstasy-Pillen, um bis montags zu tanzen. Es waren Spaßdrogen, mit denen die Jugend gegen die Erwartungen der Gesellschaft rebellierte.Heute nehmen Studenten Ritalin, weil es ihnen hilft, sich den Erwartungen der Gesellschaft anzupassen. Sie sind die erste Generation, die eine Vernunftdroge konsumiert. Eine traurige Droge, ein Armutszeugnis.
R1talin
Aufgrund des letzen Blogeintrages von Claude habe ich mich daran erinnert auch mal etwas über diese Substanz gelsen zu haben:
Ritalin: Ich bin ein Zombie, und ich lerne wie eine Maschine
Quelle des Artikels: http://www.zeit.de/campus/2009/02/ritalin
Finger weg von Ritalin!

Selbstversuch mit Ritalin. Ein Freund von mir meinte, da geht man ab wie ein Zäpfli beim schaffen. Konzentration pur und Leistung 150%.
Ich habe ja schon so einiges im Internetz über dieses Zeug gelesen. Darüber positiv eingestellt bin ich nicht. Und das wird sich auch sehr bald bestätigen…
Diskussionen über die Hackerlegende Tron
Neulich am Easterhegg musste ich mich entscheiden, ob ich den Sonntag Abend dort verbringe, oder an eine Party gehe wo ein Kollege von mir geladen war. Ich entschied mich noch den Vortrag über Datenschutz und Vorratsdatenspeicherung in der Schweiz anzuhören und danach machte ich mich auf den Weg.
Die Party selbst war nicht so mein Ding, da ich kaum ein konstruktives Gespräch führen konnte und den Eindruck nicht los wurde, dass dies irgendwie nicht meine Leute sind. Also schnappte ich mir vorerst mal ein Drink und zog mich mehr oder weniger gelangweilt in eine weniger belebte Ecke zurück. In der nähe fiel mir eine Person auf, welche gerade eine Zigarette rauchte und auf mich ebenfalls nicht den Eindruck weckte, als würde sie sich wie die Mehrheit der Masse im getummel der Party bewegen. Aufgrund meines Eintritts-Batches von der Easterhegg wurde in ein Gespräch verwickelt und die Person stellte sich mir als Künstler vor.
Sag mal, was ist das für ein Batch den du da trägst?
Achso, hat nichts mit dieser Party hier zu tun. Ich komme direkt vom Easterhegg, einer Veranstaltung und Plattform für Technik- und Computerbegeisterte Leute.
Easterhegg? Noch nie gehört… Wer organisiert das?
Wurde vom Chaostreff Basel organisiert. Vielleicht ist dir CCC ein Begriff?
Ja, Chaos Computer Club sagt mir etwas. Hätte ich jetzt nicht gedacht, du siehtst irgendwie gar nicht aus wie einer von denen…
Ich musste schmunzeln. In Gedanken hatte ich ein Bild und dachte: Diesen zwei würde man es sofort ansehen! Aber so Nerdig sehe ich halt nun mal nicht aus
Also antworte ich, dass ich mich für IT Sicherheit interessiere und zuvor noch nie an einer Veranstaltung des CCC war. Wenn das ganze schon mal in der Gegend ist, wäre es ja schade nicht dabei zu sein!
Danach fragte er mich, ob mir TRON ein Begriff sei.
Ja klar, ich habe seine Geschichte ein wenig verfolgt und auch das Buch über seine Lebensgeschichte gelesen, welches ich aber nur noch in einem Antiquariat fand.
Er kenne TRON aus Offenbarung 23, einer packenden Hörspielserie. (Dazu später…)
Es entwickelte sich ein Dialog wilder Verschwörungstheorien rund um den Mythos Tron.
Doch wer war Tron eigentlich?
Euer Internet ist nur geborgt!
Wer Facebook, Twitter oder andere soziale Netzwerke nutzt, ist im Netz nicht wirklich frei. All diese Dienste können von den Betreibern jederzeit verändert, verkauft, zensiert, geschlossen werden. Wer wirklich frei im Internet veröffentlichen will, braucht eine eigene Website.
Statusbericht
Die Mehrzahl von Status: Status. Nicht Stati. Und schon gar nicht Statis. Statüsser erst recht nicht.
Arena 51

51 Tatort-Autoren haben einen offenen Brief geschrieben. Nachdem die Fazialpalmierungs-Schwielen abgeheilt und die Schorfbildung eingesetzt hatte, haben 51 Hacker vom CCC einen deftigen Rant in die Gegenrichtung geschrieben. Viel Spaß bei der Lektüre.
Liebe Tatort-Drehbuchschreiber,
[…] Auch wir sind Urheber, sogar Berufsurheber, um genau zu sein. Wir sind Programmierer, Hacker, Musiker, Autoren von Büchern und Artikeln, bringen gar eigene Zeitungen, Blogs und Podcasts heraus. Wir sprechen also nicht nur mit Urhebern, wir sind selber welche. Es wird daher keinen “historischen Kompromiß” geben, denn es stehen sich nicht zwei Seiten gegenüber, jedenfalls nicht Urheber und Rezipienten, sondern allenfalls prädigitale Ignoranten mit Rechteverwertungsfetisch auf der einen Seite und wir auf der anderen, die wir deren Verträge aufgezwungen bekommen.
Und wißt Ihr, welcher kreative Bereich stärker wächst und mehr Umsatz macht, Musik oder Software? Überraschung: Es stellt sich heraus, daß man auch ohne Verwertungsindustrie überleben kann. Anstatt Euch an den Konsumenten gütlich zu tun, solltet Ihr Eure Anstrengungen darauf konzentrieren, für Eure Werke direkt vom Auftraggeber ordentlich entlohnt zu werden. Was Ihr braucht ist eine den Namen verdienende, starke Gewerkschaft, kein Monster aus Verwertungsgesellschaften, die dann Youtube langjährig verklagen, weil sie kostenlos Werbung für Euch machen und Euch damit zukünftige Aufträge verschaffen.
Dass unerwünschtes Vervielfältigen von digitalen Erzeugnissen nun zum gesamtgesellschaftlichen Problem wird, hat weniger mit dem ebenfalls reformbedürftigen Verwertungsrecht zu tun, als mit dem Abmahn-Unwesen, das zur Zeit viele gerade jüngere, nicht adäquat versorgte potentielle Konsumenten eiskalt erwischt.
Wir sollen also die Finger von den Schutzfristen lassen. Oh bitte, es bluten einem die Ohren bei diesem ewiggestrigen Singsang, den wir uns seit Jahren anhören müssen, während alle paar Jahre die Fristen verlängert werden. Wir sind jetzt bald bei einer Länge von einem Jahrhundert angekommen, und da bringt Ihr echt das Argument, man dürfe die Schutzfristen nicht anrühren? Wir glauben, es hackt.
EU: «ACTA darf nicht scheitern»

Der Bürgerprotest wird als “aggressive pan-europäische Kampagne” gegen ACTA bezeichnet, “die von einer demokratisch nicht legitimierten Internetgemeinde getragen werde”. ACTA dürfe laut der
DiktaturEU-Kommission nicht scheitern, “da dies ein gefährliches Signal zur Glaubwürdigkeitder grössten Führer aller Zeitender Europäischen Union aussenden werde. Auf keinen Fall dürfe man dem Druck der Internetgemeinde nachgeben. Schließlich seien sämtliche Einwände gegen ACTA unbegründet.”
(Quelle)


