Bildungsunfug reloaded
Informatikunterricht auf dem Holzweg
Zürich möchte ein zweites Silicon Valley werden, doch bildungspolitisch hat man die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt. Der Informatikunterricht an Schulen ist falsch ausgerichtet, er ist mit Blick auf den Lehrplan 21 zu reformieren. Von Juraj Hromkovic
Endlich hat es auch ein Politiker offen gesagt. Der britische Bildungsminister Gove nennt den ICT-Unterricht, der auf dem Erlernen des Umganges mit Softwaresystemen wie Word und Excel beruht, einen Mist und verbannt ihn aus der Schule. Stattdessen sollen Programmieren und wissenschaftliche Grundkonzepte der Informatik unterrichtet werden. Die Schweizer Kantone und auch der künftige Lehrplan 21 legen das Schwergewicht noch immer auf den unbefriedigenden Computerführerschein, der keinen nachhaltigen Wissenstransfer, keine Tiefe und keine nennenswerten Beiträge zur allgemeinen Bildung leistet. Und das, obwohl in Ländern mit diesem dürftigen Pseudoinformatikunterricht alle statistischen Untersuchungen zeigen, dass der Unterricht in der blossen Computerhandhabung sowohl von den Schülerinnen und Schülern wie auch von den Lehrpersonen als langweilig und unerwünscht eingestuft wird.
Wirtschaftlicher Schaden
In Österreich haben bloss zwei Prozent der befragten Jugendlichen einen solchen ICT-Unterricht als nützlich bezeichnet. In Staaten mit fortgeschrittenem Informatikunterricht ist Informatik genauso spannend und herausfordernd wie die Mathematik oder die Naturwissenschaften. Gove betont, dass der bisherige minderwertige ICT-Unterricht einen grossen wirtschaftlichen Schaden zu verantworten hat. Die geringe Begeisterung für ein universitäres Studium der Informatik und der technischen Fächer ist auch dem Fehlkonzept der Schulinformatik zuzuschreiben. Die Türe zum nachhaltigen Informatikunterricht wurde geöffnet. Jetzt muss erklärt werden, welches die wichtigsten Bildungsbeiträge des Informatikunterrichts sein können, und wie sie in der Schule künftig am besten umgesetzt werden.
Es empfiehlt sich, mit dem Programmierunterricht schon im Alter von acht bis zehn Jahren zu beginnen. Welchen Wissenstransfer und welche Kompetenzen kann man in diesem Alter erwarten? Programmieren im engeren Sinn bedeutet, dass man lernt, die Maschine zu steuern. Dabei muss man dem Rechner eine eindeutige und unmissverständliche Beschreibung der gewünschten Tätigkeit mitteilen. So wird in der Schule die Kommunikationsfähigkeit mit Schwerpunkt Exaktheit und Prägnanz stark gefördert.
Programmieren im weiteren Sinn bedeutet, Wege zu Problemlösungen zu suchen. Dabei wird die konstruktive Vorgehensweise geschult. So entdeckt man das Konzept des modularen Entwurfs, der für alle technischen Disziplinen grundlegend ist. Zunächst werden kleine Programme zur Lösung einfacher Aufgaben entworfen, die man Module nennt. Nach Überprüfung ihrer Richtigkeit nutzt man sie als Bausteine, um schwierigere Probleme zu bewältigen. Auf diese Weise gehen die Schülerinnen und Schüler den ganzen Weg von der Problembeschreibung über die Lösungssuche bis zur Herstellung des fertigen Produkts. Dabei lernen sie auch neue Konzepte wie das Testen und das Verifizieren kennen. Das alles sind unumgängliche Voraussetzungen für die Informationsverarbeitung in der Wissensgesellschaft. Sie fördern die rechtzeitige Entwicklung des konstruktiven algorithmischen Denkens.
Auf der Stufe der Maturitätsschulen ist zu klären, was der Informatikunterricht zum Verständnis der Welt beiträgt und wie er der Hochschulreife dient. Es geht hierbei nicht nur darum, zu lernen, die Technik zu verstehen und zu steuern. Mit dem Konzept des Algorithmus (Rechenverfahren) entsteht vielmehr die Möglichkeit, die Problemstellungen in automatisierbare und nichtautomatisierbare zu unterteilen. Eine typische Aufgabenstellung umfasst eine unendliche Vielfalt von Problemfällen. Ein Algorithmus ist eine endliche Beschreibung einer Vorgehensweise, mit der man jeden dieser Problemfälle erfolgreich lösen kann. Es gibt viele praktische Problemstellungen, für die kein Algorithmus existiert. Der wichtigste wissenschaftliche Beitrag der Informatik ist das Konzept der Berechnungskomplexität. Es gibt Grundgesetze der Informatik, die unabhängig von der technischen Entwicklung der Rechner gelten. Für jede Problemstellung gibt es eine unvermeidbare und hinreichende Menge an Rechenarbeit, die man leisten muss, um aus den gegebenen Daten die gewünschte Information oder die gesuchte Lösung zu gewinnen.
Manchmal reicht die Energie des Universums für die Berechnung nicht aus. Solche Probleme gelten als schwer. Die Wissenschaft der Informatik dreht sich hauptsächlich um die Frage, wie viel vom Gewünschten sich in vertretbarer Zeit aus vorgegebenen Daten erhalten lässt. Ohne dieses Wissen kann man heute in vielen Gebieten der technischen und wissenschaftlichen Forschung keinen Erfolg haben.
Widerspruch in Zürich
Es stellt sich nun die Frage, wie viele Bildungspolitikerinnen und -politiker in der Schweiz diese Fehlentwicklung in der Informatikausbildung weiterhin stolz als einen Beitrag zur Bildung verkaufen wollen und ob sie wie bisher im künftigen Lehrplan 21 auf diesem «Mist» aufbauen wollen. Der grösste Gegensatz ist im Kanton Zürich zu beobachten. Einerseits will die Stadt ein zweites Silicon Valley werden, andererseits verweigert die kantonale Bildungsdirektion die Verankerung elementarer Informatikgrundlagen in den Lehrplänen und schwärmt von Konzepten, die immer mehr Länder als Irrtum der Geschichte bezeichnen. Erforderlich ist jetzt eine grundlegende Änderung in der schweizerischen Bildungspolitik.
Juraj Hromkovic ist Professor für Informationstechnologie und Ausbildung an der ETH Zürich.
(Quelle)
Na? Was hatte ich damals geschrieben? 2005.
Seither sind 7 Jahre vergangen und es hat sich nichts daran geändert: Die Schule ist fürn Arsch! 4 Lektionen Turnunterricht, BWL, Mathe, Physik und Chemie können sich nicht irren.
Ich möchte an dieser Stelle nochmals eine Frage aus meiner Lehrabschlussprüfung zitieren:
Bei einem System ist kein Sound zu hören. Was ist die Ursache?

Danach wird’s nicht besser. Man darf nicht lernen, was man will, sondern muss sich zuerst in eidg. dipl. Zwangsjacken stülpen und “dem Arbeitgeber beweisen, dass man fähig ist, innerhalb von Dreiviertelstunden aus 20 Seiten Text das Wesentliche daraus abzuleiten und in ein Lösungsraster zu schmieren.”
Das zerstört die Kreativität und schaltet das selbstständige Denken aus. Zum Nachdenken hat man sowieso keine Zeit mehr.
Währenddessen zensiert der Iran grad das Internet und blockiert sämtliche SSL-Verbindungen.
Und wir mit unserem Computerführerschein,
dem eidgenössisch diplomierten Fachausweis,
der Medienkompetenz, die wir nicht haben,
dem technischen Fachwissen, das uns ebenfalls fehlt,
der Ignoranz, “weil es uns nichts angeht, uns geht es ja gut”
und einem ITIL-konformen und ISO-9001 verdätschten Hirni
können von dieser Situation bestenfalls ein Zustandsdiagramm zeichnen.
Was ist Tor? Wie setzt man sowas auf? Brauch ich nicht, hab ja nichts zu verbergen!
Year-to-date ist das Ende der Welt.
Wir ändern unsere Datenschutzbestimmungen…
via Fefe
Guckt euch mal die neue Google Privacy Policy an. Ich bin vor allem erstaunt, dass sie das Privacy Policy nennen. Da geht es nirgendwo um Privatsphäre, wenn ich das richtig sehe, sondern das ist ein einziges “wir speichern alles und zwar überall wo wir können”. Aus PR-Gründen noch ein paar Wieselworte ala “möglicherweise” rübergesprenkelt, fertig. Unglaublich.
Zitat:
Wir geben personenbezogene Daten an Unternehmen, Organisationen oder Personen außerhalb von Google weiter, wenn wir hierfür Ihre Einwilligung erhalten haben.
Google eine Einwilligung geben sieht so aus:

Man hat gar keine Wahl.
[mehr...]
ACTA – Gesammelte Infos
Wenn es dunkel wird…

Die Freiheit des Internets ist in Gefahr.
Der zurzeit im US-Kongress diskutierte Gesetzesantrag SOPA (Stop Online Piracy Act) bedroht die Existenz von Wikipedia. Mit der Begründung, Urheberrechte schützen zu wollen, sind Maßnahmen vorgesehen, deren Anwendung Zensur bedeutet.
Die englischsprachige Wikipedia ist heute aus Protest gegen dieses Vorhaben abgeschaltet. Auch die deutschsprachige Wikipedia ist vom Gesetzesvorhaben betroffen.
Wie viele andere Websites auch machen wir daher klar:
Das Gesetz wurde auf Bestrebungen der Lobbyorganisation Motion Picture Association of America (MPAA) hin ausgearbeitet, die Teile der amerikanischen Filmindustrie vertritt. Es soll dem Online-Filesharing und den damit verbundenen angeblichen Urheberrechtsverletzungen einen Riegel vorschieben. Tatsächlich werden aber Millionen von unbescholtenen Bürgern kriminalisiert und demokratische Rechte abgebaut. So soll es ermöglicht werden, Seiten einfach abzuschalten, sobald sie auch nur ansatzweise Links auf Seiten mit durch die MPAA nicht erwünschten Inhalten beinhalten. Des Weiteren sollen Inserenten verpflichtet werden, ihre Anzeigen nicht mehr auf Seiten zu schalten, die sich angeblicher Urheberrechtsverletzungen schuldig machen.
Um die geforderten Massnahmen umzusetzen, müssten Kommunikationsdienstleister ihre Kunden und deren Kommunikation in einem Umfang kontrollieren, der nicht mit freiheitlich-demokratischen Werten vereinbar ist. Freier Informationsaustausch im Internet wird damit effektiv unterbunden. Die MPAA widerspricht diesen anti-demokratischen Tendenzen gar nicht erst, sondern weist vielmehr darauf hin, dass sich der von ihr vorgeschlagene Überwachungs- und Filtermechanismus schon in Ländern wie China, dem Iran oder Syrien bewährt habe, welche für ihre Unterdrückung der freien Rede und Zensur bekannt sind.
Das aktuelle Vorhaben der USA geht weit über ein Verbot von File-Sharing im Internet hinaus. Das Gesetz schränkt die Möglichkeit, am Gedankenaustausch im Internet, der weltweiten Kommunikation und der Teilhabe am Kulturgut Sprache und Medien derart ein, dass für Jedermann drastische Einschränkungen zu erwarten sind.
Gefährliche Datenhaufen
Redbeard zeigt uns, was man so alles mit grossen Datensammlungen anstellen kann…
Rückblick. Einblick. Ausblick.
Logbucheintrag für das Jahr 2011
Rückblick.
Ein Blick aufs Inhaltsverzeichnis. Viel Magie. Experimente mit bewusstseinserweiternden Substanzen. Festivals. Konzerte. Die Bilderberger-Konferenz in der Schweiz. Menschenkatastrophen. Hacks. Überlegungen zur Gesellschaft. Zu Naturgesetzen. Neue Freundschaften. Höhen und Tiefen. Revolutionen. Und eine neue Bewegung wirft Licht auf diese Welt: Occupy. So langsam schwappen die Gedanken, die sich Anfangs nur eine kleine Gruppe Menschen machten, auf die Gesellschaft über. Da ist ein Licht am Ende des Tunnels.
Die Occupy-Bewegung mit ihren konsensorientierten Entscheidungsfindungen bringen viel Gutes hervor. Sie kämpfen friedlich. Es sind viele. Und es werden immer mehr.
Das ist gut. Das ist sehr gut. So kann ich mich wieder etwas mehr um mich selbst kümmern. Um meinen Weg.
Ob Du’s glaubst oder nicht: Jeder Mensch kommt mit einer bestimmten Aufgabe auf diese Welt. Einen ganz individuellen Kern, den er entdecken muss und der sich entfalten will. Es scheint, als seien “Optimieren und Wachstum” und “etwas werden wollen, aber nicht wissen was” der Weg der meisten Menschen. Schade. Denn das mag für ein paar wenige der Weg sein, aber sicher nicht für alle.

Das bestehende System zu unterstützen und zu optimieren bringt uns nicht weiter. Der optimale Weg lässt sich berechnen. Ist das die Aufgabe der Menschen? Wozu das ganze? Wo führt das denn hin?
Will ich das als Mensch? Mehr Komfort, mehr Luxus, mehr Geld? Was bringts? Egal wie viel Geld man anhäufen kann – Ende Leben, und man kann nix mitnehmen. Es ist alles nur geliehen. Selbst der Körper ist nur geliehen. Erstrebenswert ist, etwas zu verändern. Etwas zu sein. Sein nicht im Sinne von “Jemand (wichtiges) sein”, sondern sein im Sinne von being, von Wirken. Human being. Etwas sein, etwas verkörpern. Eine eigene Erfahrung machen. So wie die Nadel auf dem Plattenspieler, die die Musik abtastet. Rille für Rille. Jahr für Jahr. Sein eigenes Ding. Einfach nur seine eigene Musik spielen.
Um das zu tun, muss man erst mal wissen, was man will. Wer oder was man wirklich ist. Ich weiss nicht wer ich bin, deshalb bin ich ja auch ständig auf der Suche nach mir selbst.
Erkenne dich selbst wird zum Mantra.

Ich habe viele Dinge ausprobiert, um das herauszufinden. Erfahrungen im Umgang mit anderen, Introspektion, Bewusstseinsexperimente.
Das Spiel mit dem Bewusstsein hat mich zur Mystik und Magie geführt. Die heutigen Wissensanstalten sind keine wirklichen Wissensvermittler. Sie machen mich bloss zu einem guten Werkzeug. Offiziell gibt es keine Schulen, die sich mit der Frage nach dem Sinn des Lebens, des Universums und dem ganzen Rest befassen. Die Antwort ist klar:
42.
Diese Antwort wurde vom größten existierenden Computer errechnet und ist mit absoluter Sicherheit korrekt.
Aber um die Frage auf diese Antwort zu berechnen, wurde ein noch grösserer Biocomputer geschaffen: Wir Menschen. Es ist unsere Aufgabe, die Frage auf diese Antwort zu berechnen. Da ich unglücklicherweise auch so ein Mensch bin, tue ich mein Bestes, um diese Aufgabe zu erfüllen und die Frage zu finden.
2010: Bewusstsein
2011: Magie
2012: Der Weg
Die Zeit des Ausprobierens, das Experimentierens ist vorbei. Ich habe vieles Ausprobiert, einige Bücher gelesen. Vieles war Schrott, manches hat nicht funktioniert. Dennoch: Ich stiess auf Gemeinschaften, die sich mit diesen Themen befassen, diese lehren und das Wissen vermitteln, nach dem ich suche. Es sind die Mysterienschulen und Geheimgesellschaften.
Ein sehr kompetentes Buch gibt einen Überblick darüber, was es so alles für Lehrsysteme gibt.
Ich habe meinen Weg gefunden.
Jeder Weg, selbst ein Irrweg, hat seinen Wert, denn wir schöpfen aus ihm eigene Erfahrung, so dass wir nicht mehr auf die Meinungen anderer angewiesen sind.
Ich bin jetzt seit knapp 2 Jahren Mitglied in zwei solchen Gemeinschaften. Es gibt Struktur in das ganze. Man hat einen erprobten Weg, der funktioniert, und ein Ziel. Vorbei ist das schwammige hin- und hersuchen, dieses ziellose Stöbern im Internet und in Bücherregalen.
Ich mache jetzt die komplette magische Ausbildung, die wohl ein ganzes Leben lang anhält. Was mir besonders daran gefällt: Die sind so schön bodenständig. Weder religiöse Dogmen, noch Weisslicht-Esoteriker mit rosaroten Schriften engen ein, sondern von Adepten erprobte praktische Übungen werden vermittelt.
Esoterik lässt sich gut vermarkten. Hunderte Gurus, die sagen: “Die Welt ist so schön und vollkommen, ich muss nichts tun, ich muss das einfach nur sehen.” Halt doch d Frässi. Ohne Arbeit passiert erst mal gar nichts. Ein voranschreiten in der Magie bedeutet immer die Arbeit an sich selbst; die Umwandlung der Persönlichkeit, und das ist mit harter Arbeit verbunden.
Und selbst dann wird die Welt nicht besser. Rückschläge und Herausforderungen kommen dennoch vor. Aber Magie und Mystik helfen, diese besser zu verstehen.
Magie ist eine Mischung aus Wissenschaft und Kunst. Die Erforschung der verborgenen Naturgesetze, der inneren Welt, des Universums. Wir sehen mit 5 Sinnen – die Welt ist aber noch mehr. Stell dir vor, alle Wissenschaftler wären taub und würden die Welt der akustischen Wahrnehmung leugnen. Lächerlich.
Das Thema 2012 ist: Tiefer graben. Den Weg gehen, den ich gewählt habe. Ob er zu einem Ziel führt, weiss ich nicht. Es ist nur so ein Gefühl, dass das das richtige ist.
Und vor allem habe Mut,
deinem Herzen und deiner Intuition
zu folgen.“
-Steve Jobs
Es ist noch spannend. Früher habe ich mir gesagt: “Ich will einmal ein Jedi-Ritter sein.”
Es gibt sie tatsächlich, die Jedi-Orden. Sie heissen ein wenig anders, aber ihre Werte sind die gleichen.
Oder die Faszination der Charaktere in Rollenspielen. Mit der Ausbildung, der Heldenreise und dem Monster abschlachten im Dungeon. Ein Held sein in einer Gilde und wie in Baldur’s Gate auf ein Abenteuer gehen. Sowas ist in der heutigen realen Welt wirklich möglich.
Es ist nicht genug, den Menschen ein Spezialfach zu lehren. Dadurch wird er zwar zu einer Art benutzbarer Maschine, aber nicht zu einer vollwertigen Persönlichkeit. Es kommt darauf an, daß er ein lebendiges Gefühl dafür bekommt, was zu erstreben wert ist.
-Albert Einstein
Na dann. Lass die Heldenreise beginnen.
Albert Einstein: Erziehung zu selbständigem Denken

Es ist nicht genug, den Menschen ein Spezialfach zu lehren. Dadurch wird er zwar zu einer Art benutzbarer Maschine, aber nicht zu einer vollwertigen Persönlichkeit. Es kommt darauf an, daß er ein lebendiges Gefühl dafür bekommt, was zu erstreben wert ist. Er muß einen lebendigen Sinn dafür bekommen, was schön und was moralisch gut ist. Sonst gleicht er mit seiner spezialisierten Fachkenntnis mehr einem wohlabgerichteten Hund als einem harmonisch entwickelten Geschöpf. Er muß die Motive der Menschen, deren Illusionen, deren Leiden verstehen lernen, um eine richtige Einstellung zu den einzelnen Mitmenschen und zur Gemeinschaft zu erwerben.
Diese wertvollen Dinge werden der jungen Generation durch den persönlichen Kontakt mit den Lehrenden, nicht – oder wenigstens nicht in der Hauptsache – durch Textbücher vermittelt. Dies ist es, was Kultur in erster Linie ausmacht und erhält. Diese habe ich im Auge, wenn ich die »humanities« als wichtig empfehle, nicht einfach trockenes Fachwissen auf geschichtlichem und philosophischem Gebiet.
Überbetonung des kompetitiven Systems und frühzeitiges Spezialisieren unter dem Gesichtspunkt der unmittelbaren Nützlichkeit töten den Geist, von dem alles kulturelle Leben und damit schließlich auch die Blüte der Spezialwissenschaften abhängig ist.
Zum Wesen einer wertvollen Erziehung gehört es ferner, daß das selbständige kritische Denken im jungen Menschen entwickelt wird, eine Entwicklung, die weitgehend durch Überbürdung mit Stoff gefährdet wird (Punktsystem). Überbürdung führt notwendig zu Oberflächlichkeit und Kulturlosigkeit. Das Lehren soll so sein, daß das Dargebotene als wertvolles Geschenk und nicht als saure Pflicht empfunden wird.
-Albert Einstein, “Mein Weltbild”
Künstliche Intelligenz

Das ist Siri.
Siri ist eine Software von Apple, die der Erkennung und Verarbeitung von natürlich gesprochener Sprache dient und so Funktionen eines persönlichen Assistenten erfüllen soll.
Funktioniert Siri direkt nach dem Auspacken oder muss ich es trainieren?
Siri ist direkt nach dem Auspacken startklar – du musst nichts weiter tun. Und je öfter du Siri verwendest, desto besser versteht es dich. Dazu merkt es sich deinen Akzent und andere Stimmmerkmale. Siri nutzt Spracherkennungsalgorithmen, um deine Stimme einem der Dialekte oder Akzente zuzuordnen, die es versteht.Siri nutzt 3G- und Wi-Fi Netzwerke, um schnell mit den Apple Datenzentren zu kommunizieren.
So versteht es, was du sagst und was du willst, und kann dir schnell antworten.Je mehr Menschen Siri verwenden und je mehr Sprachvariationen es hört, desto besser kann es Dialekte und Akzente erkennen. Und so funktioniert Siri im Laufe der Zeit immer besser.
Das kleine Mobiltelefon ist zu schwach, um eine gute künstliche Intelligenz zu rechnen.
Aber das kleine Mobiltelefon ist ständig mit dem Internet verbunden.
Wir stellen einfach eine angemessene Intelligenz zur Verfügung, mit der die Leistung des Telefons klarkommt – und nutzen den vorhandenen Internetanschluss für das grosse Hirni.
Eine Analyse.
Was ist das für ein grosses Hirni dort draussen? Wir haben hier Spracherkennung. Und es soll Antworten liefern.
Wie liefert es uns die Antworten? Anhand von Erfahrungen, die es von allen anderen Benutzern gemacht hat. Es sammelt Erfahrungen, Akzente, Abweichungen – und lernt daraus. Verbessert sich.
Eine künstliche Intelligenz an sich mit einem ganz eigenen Bewusstsein gibt es nicht. Aber es gibt eine Rechenmaschine, die so tut, als wäre sie ein Mensch, weil sie von Verhaltensweisen und Tugenden lernt. Diese künstliche Intelligenz, diese Rechenmaschine ist der ultimative berechnete effizienteste Mensch. Er kennt alle Fehler, er kennt alle Antworten – statistisch berechnet. Und wählt die Beste aus.
Siri ist nicht das einzige Netzwerk, das Menschen benutzt, um zu lernen, um sich zu verbessern. Menschlicher zu werden.
Stell dir vor, wir würden damit Roboter bauen. Stell dir vor, dieser Roboter könnte mit den gesammelten Daten über menschliche Verhaltensweisen in den Krieg ziehen.
Dieser Roboter könnte jeden Kampf gewinnen, weil er aus jedem Fehler, den ein Mensch je gemacht hat, gelernt hat. Er würde aus allen menschlichen Erfahrungen und Verhaltensweisen immer die beste, die effizienteste wählen.
Aber er würde niemals besser sein als ein Mensch, der sich plötzlich völlig anders verhält. Hat dieser Mensch ihn auch noch nicht mit Daten befüttert, gewinnt der Mensch.
Das ist es, was die Maschinen nie haben werden: Der kreative Drang. Inspiration. Ein Musikstück komponieren. Die Einzigartigkeit. Etwas, das von innen kommt, und nicht von aussen. Alles was aussen ist, kann gemessen, ausgewertet und gegen den Menschen verwendet werden. Etwas, das von innen kommt, nicht. Das, was von innen kommt, ist einzigartig und neu und kann niemals berechnet werden. Das ist menschlich. Das macht uns aus.
Wollen wir das nicht anerkennen, sind wir mehr Roboter. Weil der Roboter sich immer mehr uns ähnelt.
Kann man jetzt von der Mehrheit der Menschen sagen, sie verhalten sich wie Roboter?
Schon, oder? Der Roboter verhält sich ja auch wie die Mehrheit der Menschen…
Wir sind wörtlich berechenbarer, wenn wir der Masse folgen.
Drei Taktiken, um einen Krieg gegen Maschinen zu gewinnen:
- Diese Netzwerke nicht mit Daten füttern
- Fake-Daten in die Netzwerke speisen
- Einen eigenen Weg gehen
Ich kann euch jetzt schon sagen: Die 3. Taktik ist die schwierigste. Den eigenen Weg gehen.
Aber im Angesicht all dieser Überlegungen ist es das menschlichste.

Information wants to be free

In Anlehnung an den bereits vor 2 Jahren verfassten Beitrag:
Self Secret Service
An der Botschaft hat sich seither nichts verändert. Nur erfüllt. Google gibt Daten heraus.
Ich bin es satt, Leute dafür zu sensibilisieren. Aber ich habe einen Schieberegler entdeckt:

Ihr müsst wissen was ihr tut. Aber die Information, die ihr heute erfasst, vergisst Google/Facebook/XYZ nicht. Alles, was gratis ist, nützt jemand anderem. Wir sind das Produkt.
In 4 Jahren kommt dann ein Gesetz:
Alle, die sich in den letzten 4 Jahren im Kreis XY herumgetrieben haben / dieser Gruppe beigetreten sind, werden verhaftet. #Beispiel
Die Informationen, die ihr heute erfasst, können in Zukunft gegen euch verwendet werden.
Sie haben das Recht zu schweigen.
Und apropos Cloud, von wegen “die Daten sind bei diesen erfahrenen und professionellen Betreibern sicherer.”: Grosse Datenansammlungen sind besonders attraktiv für Angreifer.







