Scratchbook

Das Leben ist immer anders als die Realität.

Über Hochsensibilität

Daniel, 24. Oktober 2014, 10:10 Uhr

Hochsensibel

“Highly sensitive persons” sind Menschen, die besonders sensibel auf ihre Umwelt reagieren. Diese besondere Empfindsamkeit war lange eine hoch geschätzte Eigenschaft,
heute jedoch haben diese Personen es oft schwer in der Gesellschaft, da sie einen besonderen Temperamentstypus haben: Sie verarbeiten Informationen tiefer, nehmen unterschwellige Reize besser wahr, sind dadurch aber auch anfälliger für Irritationen.

In den meisten Kulturen, so die Psychologin Elaine Aron, hatten sensible Menschen ihren angestammten Platz, waren sie die eine von zwei Führungsklassen. In alten Zeiten waren sie Priester oder königliche Berater, während die anderen sich als Herrscher und Krieger hervortaten. Heute aber, so Aaron weiter, “erobern in den westlichen Kulturen die Nichtsensiblen immer mehr Terrain.” In China etwa wird den Hochsensiblen Schülern höchste Achtung entgegengebracht, während sie in Kanada ganz unten in der Hierarchie der Schulklasse stehen.

Für das Verdrängen der Hochsensiblen bezahlt jede Gesellschaft früher oder später einen hohen Preis. Dinge und Stimmungen wahrnehmen zu können, die an anderen Menschen vorübergehen, kann eine enorme Bereicherung sein. Diese Fähigkeit bildet die Basis für Intuition, Kreativität, viele gute Ideen und einfühlsame Kommunikation. Andererseits hat solche Intensität auch ihre Nachteile: “Um sechs Uhr abends werde ich müde und brauche meine Ruhe”, sagt Aron. “Andere Menschen können dann weitermachen, aber ich muss mich zurückziehen, weil mein Gehirn viel mehr Anregungen verarbeitet hat.”

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Was wir an der Schule falsch finden

Claude, 20. Oktober 2014, 12:36 Uhr

  • Lernzwang
  • Massenhaltung
  • Schülersortierung
  • 45-Minuten-Takt
  • Einzelherrscher
  • Gedankensteuerung
  • Langeweile
  • Scheinwelt
  • Schulversagen?
  • Alptraum Schule
  • Nix Chancengleichheit
  • Zensurenterror
  • Teilzeitgefängnis
  • Lehrerfrust

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Gleichberechtigung der Generationen

Claude, 20. Oktober 2014, 12:19 Uhr

maennl

Alles hat mit einigen einfachen Fragen angefangen, z.B.: Dürfen Eltern Dich zwingen, Klamotten anzuziehen, die Du nicht willst? Wann wird ins Bett gegangen? Darf Lehrer auf Klo gehen verbieten? Insgesamt war schnell eine ganze “Fibel” mit Problemen von jungen Menschen zusammengetragen. Das war 1992. Die Gruppe, die sich diese Arbeit gemacht hatte, gab sich den Namen KinderRÄchTsZÄnker, kurz K.R.Ä.T.Z.Ä. Seitdem gibt es im Verein Netzwerk Spiel/Kultur Prenzlauer Berg e.V. ein Projekt, in dem sich Jugendliche mit der Gleichberechtigung von Menschen unabhängig vom Alter beschäftigen. Und neben den alltäglichen Ungerechtigkeiten, denen junge Menschen häufig ausgesetzt sind, stießen sie beim Nachdenken schnell auf mehrere sehr allgemeine Punkte, die die ganze Gesellschaft betreffen: Woher nehmen Eltern das Recht, ihren Kindern Vorschriften zu machen? Ist die Schulpflicht sinnvoll oder sollte sie nicht besser durch ein Bildungsrecht ersetzt werden? Warum haben Kinder kein Wahlrecht?

Mit diesen und ähnlichen Fragen haben sich die KinderRÄchTsZÄnker in den letzten Jahren beschäftigt.

Kinderinteressen

Hauptfrage war immer wieder, wie erreicht werden kann, daß sich tatsächlich etwas ändert. Die KinderRÄchTsZÄnker haben auf mehreren Kinderparlamenten, bei “Kids beraten Senator”, Kindertagen, Kinder-”Gipfeln” und ähnlichen Veranstaltungen die Erfahrung gemacht, daß es dort fast unmöglich ist, wesentliche Dinge zu diskutieren, geschweige denn, wirklich etwas zu beeinflussen. Typische Forderungen bezogen sich meist auf allgemeine Probleme (die die Erwachsenen eigentlich schon kennen und selbst lösen könnten), wie zum Beispiel die verstärkten Bemühungen der Bundesregierung zur Verbreitung der Energiesparlampe oder das Einrichten einer Tempo-30-Zone, sichererer Überwege vor Schulen, die Qualität des Schulessens und dergleichen. Diese Themen erfassen – so wichtig sie sind – nach Meinung der K.R.Ä.T.Z.Ä. das Hauptproblem nicht: Kinder werden von Erwachsenen nicht wirklich ernst genommen. Vielfach nutzen Politiker Begegnungen mit Kindern zur Selbstdarstellung. Im Zweifelsfall entscheiden sich die Erwachsenen, gerade auch die Politiker, nicht für die Kinderforderungen. Kinder werden von ihnen nicht als Subjekte mit tatsächlich gleichberechtigten Interessen wahrgenommen.

Eine weitere Besonderheit vieler Kindermitbestimmungsinitiativen besteht darin, daß das Thema Schule vielfach ausgeklammert bleibt. Es wird zwar viel über die Gewalt in der Schule geredet, daß aber die Gewalt der Schule, also die vom Schulsystem ausgehende Gewalt, vielleicht eine Ursache für die Gewalt von Jugendlichen ist, das wird nur selten bedacht.

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Manipulativität der Menschen

Claude, 19. Oktober 2014, 11:44 Uhr

Raubmordkopiert von hier

Meiner Meinung nach leben wir in der heutigen, modernen Zeit in einem Zeitalter der Worte, der Rhetorik und der Eloquenz. Umso besser man mit Worten umgehen kann, desto geschickter schlängelt man sich durchs Leben, desto einfacher fällt es einem sich vor Leuten zu rechtfertigen oder sich mit ihnen zu verstehen, aber auch sie auf die eigene Seite zu ziehen, sie zu manipulieren oder gar zu verletzen. Wir leben in einem Zeitalter der Politik, allerdings ist dieses vermutlich mehr Schein als Sein. Die Leute schätzen sich glücklich, dass sie so viele “Freiheiten” haben, und in einer “volkssouveränen” und “guten” Welt leben. Zumindest die meisten. Dabei ist der Großteil, von dem, in dem wir heute leben, nichts weiter als Manipulation von oben. Die Leute schauen Fernsehen, gucken Werbung, definieren sich über Mode und andere Konsumgüter und lassen sich diese Motive von der breiten Masse, der “Gesellschaft”, vorgeben, woraus resultiert, dass sich jeder einzelne Mensch sich immer mehr davon abhängig macht, was andere über ihn denken, und sich somit in seinem Handeln “von der Gesellschaft abhängig macht”. Was bringt einem Facebook, das Internet, dauerhafte Erreichbarkeit über Handys, Fernsehen, Computer spielen? Ist es wirklich, dass was wir wollen, über das wir uns frei und wohl fühlen, oder sind es nicht mehr als Produkte die uns großkapitalistische Unternehmer vor die Füße geworfen haben, um uns davon abhängig zu machen, und sie daraus finanziell profitieren können? In meinen Augen ist es nicht mehr als sinnlose Ablenkung und Abstumpfung des eigenen Geistes. 19/20 Menschen würden mir sagen, dass sie das machen, um mal abzuschalten, Spaß zu haben oder mal was anderes zu machen. Aber muss man wirklich abschalten, bzw. kann man nicht abschalten und dabei etwas produktives machen? Sich mit sich selbst beschäftigen, mal ein Buch lesen oder einfach nur im Sonnenschein auf der Terasse sitzen und einfach nur sein? Meiner Meinung nach sind es nichtsnützige Abhängigkeiten, die einem weder einen tieferen Sinn im Leben geben, noch einen in irgendeiner Form weiterentwickeln. Es ist Zeit, die man investiert, ohne überhaupt irgendeinen Nutzen jeglicher Art davonzutragen.

Das 0815-Leben der meisten Menschen, die unkritisch sind und sich treiben lassen, ist nicht mehr als ein Puppenspiel des Kapitalismus, der unsere Welt mehr und mehr zerstört. weil wenige, einelne Individuen kurzsichtig und Zukunftsunbewusst denken, mit der eigenen Gier und Gewinnmaximierung im Vordergrund.
Unternehmer A ist zu einen Großteil für die Abholzung des Regenwalds verantwortlich, weil er daraus jede Menge Geld, Profit zieht, was im Prinzip auch nichts anderes ist als eine Währungsform, die die Menschen selbst erfunden haben, und vernichtet somit Natur, Leben und Klima. In 100 Jahren wird diese Person definitiv Tod sein. Was bringt es ihr also, dass sie in ihrem Leben so viel Geld hatte? Sie wird später keinen Nutzen mehr davon ziehen, die Welt an sich jedoch auf sehr, sehr lange Zeit gemeißelt, gebrandmarkt und vergewaltigt sein.

Alles ist von Geld abhängig, weil es in den Augen der meisten Menschen das ist, womit man am meisten erreichen kann, sich den größtmöglichen Luxus gönnen kann, und die größtmögliche Macht ausüben kann. Somit ist der Mensch in seinen Grundzügen egoistisch und gierig, vor allem wenn er die Möglichkeit besitzt, die oben aufgezählten Faktoren zu erreichen. Also wirkt sich das nicht nur auf die breite Masse aus, sondern vor allem auf politische und wirtschaftliche Drahtzieher, sogar auf die Medien. Alles von dem wir denken, dass es so ist, wie es wirklich ist, resultiert aus Informationen, die von oben durchgegeben werden, allerdings nicht aus Informationen, die uns von oben verschwiegen werden. Somit wissen wir nicht mal, was von dem, was uns gesagt wird, wirklich wahr ist, und wo der Autor/der Sprecher eigensinnige Ziele und Intentionen verfolgt, und somit die breite Masse gezielt nach seinen eigenen Wünschen und Ermessen manipuliert und in eine Richtung lenkt, in der er sie haben will.

Dies alles bestärkt mich in meinem Verlangen, stets ich selbst zu bleiben, mich von deterministischen Leitmotiven die uns die Gesellschaft vorgibt zu trennen, und stets unmanipuliert und frei zu bleiben.

Die Einflussnahme von Geheimdiensten auf die Medien

Claude, 16. Oktober 2014, 10:30 Uhr

Die Angst vor dem eigenen Kopfkino

Claude, 15. Oktober 2014, 16:50 Uhr

Die Entgleisung des rationalen Verstands ist keineswegs naturgegeben, sondern das Ergebnis einer seit 25 Jahren andauernden Hysterisierung. Ein wesentliches Merkmal in Hysterien ist, daß in ihr die gleichgeschalteten Meinungen umso stärker und emotionaler vertreten werden, je weniger Fakten vorhanden sind. Denn gerade das Fehlen von Fakten bei faktenlos vorgebildeter Meinung spricht die dunkle Phantasie und somit das triebhafte Bauchgefühl des Menschen besonders an. Wenn die Begriffe »sexueller Mißbrauch« und »Kinderpornographie« in den Systemmedien fallen, dann springen prompt Millionen von Kinderporno-Kopfkinos an und ergehen sich in den wüstesten denkbaren Geschehen. Die Systemmedien bedienen dieses private Kopfkino, indem sie anstatt Fakten mit vorgetäuschter Sachlichkeit phantasieanregende Geschehnisse schildern und die Bewertung sublim steuern, ohne zu einer einzigen Lüge greifen zu müssen.

Die Medien steuern die Meinung, und müssen dabei nicht einmal zu einer Lüge greifen. Das ist so ungeheuerlich. So eine einfache Methode, und so effektiv. Kopfkinos, Hysterien, wiederholen, wiederholen, wiederholen.

Sind es nicht gerade die Horrorfilme, bei denen man das Monster nicht sieht, die am beängstigsten sind? Keine Angst ist grösser als die Angst vor dem Unbekannten. Kopfkinos, aber ja doch! Ich hätte früher drauf kommen können.

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Ein globales Abhörsystem und Mythen

Claude, 5. Oktober 2014, 22:30 Uhr

“Globales Abhörnetz – das klingt schon ziemlich nach Verschwörungstheorie. Keine demokratische Regierung hätte das beschliessen können.”

“Jede Information, die keine Quellen und keine schriftlichen Zeugnisse mehr hat, wird völlig subjektiv. [...] So werden die Fakten ganz langsam in das Reich der Fantasie gedrängt.”

Auszüge aus The Moment Of Silence, einem Computerspiel aus dem Jahre 2005.

Hermine über Feminismus

Claude, 23. September 2014, 23:21 Uhr

The more I’ve spoken about feminism,
the more I have realized
that fighting for women’s rights
has too often
become synonymous
with man-hating.

Today we are launching a campaign HeForShe. I am reaching out to you because we need your help. We must try to mobilize as many men and boys as possible to be advocates for change. We don’t just want to talk about it. We want to try and make sure it’s tangible. I was appointed as Goodwill Ambassador for UN Women 6 months ago.

The more I spoke about feminism, the more I realized that fighting for women’s rights has too often become synonymous with man-hating. If there is one thing I know for certain is that this has to stop. For the record, feminism by definition is the belief that men and women should have equal rights and opportunities. It is the theory of political, economic and social equality of the sexes.

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Indianerschulen

Claude, 23. September 2014, 12:18 Uhr

Vorbemerkungen aus dem Buch «Indianerschulen» von Claus Biegert

Ich habe einen kleinen Freund, Tobias, er ist 13 Jahre alt, ein Grübler, Querdenker und Phantast. Langeweile kannte er nie. Schon früh spielte er Theater, malte Miniaturen und wandbreite Bilder und fertigte ohne Baupläne und Anleitungen historisch und ethnographisch getreue Schif­fe, Häuser, Waffen, Kostüme. Selten verbringt er einen Nachmittag vor dem Fernseher. Das Leben von Tobias wäre ausgefüllt und glücklich, gäbe es die Schule nicht. Besser sein zu müssen als andere – das will ihm nicht in den Sinn, obwohl er seine Sache stets so gut wie nur möglich machen will. Das tägliche Einnehmen festgesetzter Wissensportionen in vorgeschriebener Eile stößt ebenso auf seinen Widerspruch wie der an­schließende Tauschhandel von abgefragtem Wissen gegen Noten im Schiedsgericht der Prüfung. Diese Zwänge lassen ihn nachts nicht einschlafen und früh vor der Schultüre wieder umkehren. Daß die Mehrheit der Kinder seiner Stadt die Schule akzeptiert, irritiert ihn nicht. Dies ist nicht seine Schule. Seine Fragen findet er nicht beantwortet, die angebo­tene Information interessiert ihn selten. Er war bereits soweit, den Sinn des Lebens anzuzweifeln, falls sie – die Schule – der Sinn des Lebens sein sollte.

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Boom 2014: Abschied

Claude, 24. August 2014, 21:38 Uhr

Der letzte Tag ist angebrochen. “Gehen wir nochmals die Seiltänzer trollen?” frage ich Eneas. Ich habe ihn in der Liminal Village abgefangen. “Sure! I just wanted to go swimming too!”

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