Scratchbook

Das Leben ist immer anders als die Realität.

Der falsche Segen der Technologie

Claude, 15. April 2014, 10:58 Uhr

Wisst ihr,
Technologie macht die Menschen dumm. Die Leute wissen gar nicht mehr, wie das Zeug funktioniert.

Sie geben auf dem Internet Google «facebook» ein und klicken auf das erste Resultat.
Sie wissen nicht mehr, wo’s lang geht, wenn Google Maps auf dem iPhone nicht mehr funktioniert. Gerade erlebt; Zitat:

milk

«Ohne die Google-Karte auf dem iPhone hätte ich den Weg zum Hotel nicht gefunden»

(Anmerkung der Redaktion: Das wären 10min Fussweg…)

Pff – Smartphone. You are not smart anymore. Your phone is.

Sie sind hilflos und fühlen sich schutzlos ohne ihr technisches Begleitgerät:

look

«Mein Velo hatte eine Panne unterwegs. Jesses Gott, was hätte ich gemacht, wenn ich das Handy nicht dabeigehabt hätte?»

Da gibt’s nur eins: Absteigen und Stossen!

Ich habe 8-jährige mit einem iPhone und Facebook gesehen. Sie wissen gar nicht mehr, wie die Welt ohne funktioniert.

Die Maschinen machen uns das Leben nicht leichter. Ursprünglich einmal dazu gedacht, uns die Arbeit abzunehmen, damit wir mehr Zeit zum leben hätten. Stattdessen geifern die Manager:

megusta

«Diese Maschinen sind toll. Jetzt können wir mehr Arbeit in weniger Zeit erledigen.»

Die Maschinen stehlen unsere Zeit. Jetzt müssen wir mehr erledigen in weniger Zeit – weil die Technologie Effizienz möglich macht.

Das Leben leichter. Von wegen. Nichts is. Sie machen uns abhängig.
Mehr Zeit zum Leben. Von wegen. Wir müssen mehr leisten.

E-Banking, E-Commerce und all die andere E-Scheisse.

Wir würden schlauer durch die Maschinen. Stimmt nicht! Wir werden Denkfaul.
Ok, ich geb’s ja zu, ich starte auch ein Terminal mit einer Python-Shell, wo ich dann 7 + 5 eintippe, um mir das berechnen zu lassen. Ich mag kein Mathe. Aber das meine ich nicht mit Denkfaul.

Wir nehmen uns nicht mehr die Zeit, überhaupt nachzudenken: Was tun wir eigentlich? Warum tun wir das? Was wollen wir eigentlich? Ist das ethisch gut? Ist das menschlich? Ist der Mensch dazu bestimmt?

Es hängt zu viel am Netz. Was passiert, wenn man das Internet abschaltet?
Ich habe noch einen Atlas zuhause. Meine Telefonnummern auf Papier ausgedruckt. Eine Blu-Ray Disc mit all meinen Git-Repositories, kryptographisch gesichert. … …
Aber der Rest der Welt? Soweit ich weiss, gibt es kein Gesetz, das die dauerhafte und unabhängige Kommunikation sicherstellt. Sowas wie ein Menschenrecht auf Internet. Und das ist gefährlich. Die Regierungen können da beliebig eingreifen, filtern, zensieren, abschalten, löschen. In einem Netz, wo Informationen über Leben und Tod entscheiden. Ein Netz, das Menschen helfen kann, sich zu informieren. Ein Netz, an dem lebenserhaltende Systeme hängen. Nicht gut.

Wir sind zu stark abhängig.

Dieser Beitrag ist eigentlich schon zwei Jahre alt und lag schon viel zu lange in den Entwürfen rum.

Von den Medien informiert werden

Claude, 4. April 2014, 22:56 Uhr


YouTube Direkt

Zeitgenosse: Wenn du gar keine Medien benutzt, wie kannst du denn informiert sein?

Nachtwächter: Es ist nicht so, dass ich gar keine Medien benutze. Ich benutze nur nicht die zentral organisierten Massenmedien, um mich aus ihnen zu informieren. Glaubst du wirklich, dass du informierter bist, Bruder?

Zeitgenosse: Aber ja, ich höre jeden Tag die Nachrichten?

Nachtwächter: Und nach denen richtest du dich, ist schon klar! Weißt du noch, welches politische Thema letztes Jahr im Sommer die größte mediale Aufmerksamkeit hatte?

Zeitgenosse: Nein, aber das wird doch jetzt auch nicht mehr aktuell sein und ist damit unwichtig.

Nachtwächter: Gut, denn sage ich es dir, Bruder. Es war das Thema “Feinstaub”, und das ist in diesem Jahr genau so aktuell wie im letzten Jahr, da sich an der Situation gar nichts verändert hat. Es ist nur nicht mehr aktuell in den zentral organisierten Massenmedien, sehr wohl aber ists aktuell in den ungezählten Lungen derer, die an Krebs erkranken oder unter Asthma leiden. Das Thema wurde im letzten Jahr benutzt, um die politische Show aufzuführen, die unter den Bedingungen der zentral organisierten Massenmedien zum Ersatz für das politische Ringen um eine menschengerechte Gesellschaft geworden ist. Wer sich seine Informationen nicht selbst — und zwar am Maßstab der ganz persönlichen Wichtigkeit — auswählt, der lehnt sich zu leicht im heiteren Infotainment zurück, verwechselt eine tägliche Show der Content-Industrie mit der leider sehr wirksamen Wirklichkeit und fühlt sich dabei informiert und politisch, während er entpolitisiert wird. Die zentral organisierten Massenmedien sind ein nützlich gemachtes Vehikel zur Entpolitisierung der Massen.

Zeitgenosse: Aber die Presse ist doch nicht zentral organisiert, es gibt so viele voneinander unabhängige Zeitungen.

Nachtwächter: Aber wenn du genau hinschaust und des Öfteren verschiedene Zeitschriften miteinander vergleichst, wirst du feststellen, dass die Themenwahl identisch ist, ja, das oft sogar die Texte der Artikel übereinstimmen. Das liegt daran, dass klassischer Journalismus kaum noch Platz im hastigen Betrieb um quicke news hat, und so werden die Meldungen einiger weniger, großer Agenturen direkt in die Presseerzeugnisse übernommen. Unter diesen Bedingungen ist in einer an sich dezentralen Situation wiederum eine zentral organisierte Struktur entstanden; die scheinbare Vielfalt entpuppt sich beim Hinschauen als Einfalt.

Zeitgenosse: Aber gibt es in den Massenmedien gar nichts Interessantes für dich zu lesen? Gibt es gar keine Information darin, die für dein Leben wichtig und bedeutsam ist, die dich zum Nachdenken und zum Handeln bringt?

Nachtwächter: Doch, genau eine. Der Wetterbericht. ;)

(Quelle)

Telecomix

Claude, 28. Februar 2014, 15:42 Uhr

A Bahraini protester wearing a Guy Fawkes mask used by the Anonymous movement takes part in a demonstration against the government and in solidarity with jailed freelance photographer Ahmed Humaidan in the village of Karranah, west of Manama, on March 1, 2013. Humaidan was arrested during a rally on December 29, 2012 and was charged with "demonstrating illegally" and "using violence to assault police and damage public properties".

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Entscheidungsraster für Abstimmungen

Claude, 12. Februar 2014, 13:18 Uhr

Es ist mir egal, was “Rechts” und was “Links” ist. Diese künstlichen politischen Einteilungen habe ich sowieso noch nie verstanden. Meine Entscheidungsfindung für Abstimmungen basiert auf diesen Prioritäten:

Abstimmungsraster: Natur und Umwelt, Kultur, Mensch, Wirtschaftsscheisse

Natur

Zuallererst kommt die Natur. Sie wird von den meisten Menschen am schlechtesten behandelt. Sie kann sich nicht wehren, sie schweigt. Und die Menschen trampeln auf ihr rum, um sich an ihr zu bereichern. Stichwort: Autobahnen bauen. Wohnhäuser bauen. Wälder abholzen. Landschaften zerstören. Natelantennen aufbauen, Atomkraftwerke bauen, funktionierende Energiealternativen von Tesla patentieren und in der Schublade verschwinden lassen.

Wann dieser Punkt zu tragen kommt: Zum Beispiel wenn “mehr Wohnflächen gebaut werden müssen”. Das Argument kam grad kürzlich bei der Einwanderungsinitiative. Der Fall ist klar: Tschüss, nein! Wir brauchen euch nicht. Es gibt genug Menschen auf dem Planeten. Die Natur hat Vorrang, der Platz ist voll.

Das hat etwas mit der Natur zu tun, und NICHT mit der “Angst vor dem Anderen”.

Tipps an Wahlkampagnen-Agenturen: Wenn ihr es fertig bringt, mit Argumenten der Natur zu überzeugen, dann könnt ihr mich so leicht steuern.

Kultur

Dann kommt die Kultur. Noch vor den Menschen, ja. Denn es ist die Kultur, die tausende von Jahren besteht. Menschen sterben wieder. Ideen, Kunstwerke, Literatur, Musik, Filme, prunkvolle Bauten – all das überdauert tausende von Jahren. Es ist schützenswert und soll uneingeschränkt verbreitet werden können.

Märchenbücher umschreiben, weil man sich ziert, dass da Menschen diskriminiert werden können. Aus Negerkönig soll Südsee-König werden. Neger ist ein Kulturgut. Märchenbücher sind Kulturgut. Kultur schreibt man nicht einfach so um!! Geht’s noch? Oder die Sprache verhunzen, weil sonst “angeblich” die Frauen/die DämInnen zu kurz/kürzInnen kommen. Scheiss Menschen immer. Deswegen kommt die Kultur zuerst. Sprache ist ein Kulturgut und muss bewahrt werden.

Auch mag ich es nicht, wenn Kulturen vermantscht werden. Ich gehe gerne in ein anderes Land, um mir dort die Kultur anzuschauen. Minarette sind toll! Es ist schampar bewusstseinserweiternd, auch mal andere Lebensstile zu erleben. Und ich will das gerne weiterhin tun können, und nicht am Strand von Mallorca deutsche Plakate sehen, oder Kirchen in Israel. Handkehrum will ich auch keine Minarette hier sehen, es ist nicht unsere Kultur. Ich will die Vielfalt bewahren, und zwar an den Orten, wo sie ist. Wenn alles chrüsimüsi durcheinandergemischt ist, dann kann ich ja gar nicht mehr andere Kulturen besuchen gehen und mein Bewusstsein erweitern, weil überall derselbe Mischmasch vorhanden ist.

Das hat etwas mit Kultur zu tun, und NICHT mit der “Angst vor dem Anderen”.

Oh, Schule und Ausbildung ist ebenfalls Kultur. Sich Wissen aneignen, dass man dann kreativ umsetzen kann und damit Kultur produziert und fördert. Albert Einstein dazu:

Überbetonung des kompetitiven Systems und frühzeitiges Spezialisieren unter dem Gesichtspunkt der unmittelbaren Nützlichkeit töten den Geist, von dem alles kulturelle Leben und damit schließlich auch die Blüte der Spezialwissenschaften abhängig ist.

[Der Mensch] muss ein lebendiges Gefühl dafür bekommen, was zu erstreben wert ist. Er muß einen lebendigen Sinn dafür bekommen, was schön und was moralisch gut ist.

Dies ist es, was Kultur in erster Linie ausmacht und erhält. Diese habe ich im Auge, wenn ich die »humanities« als wichtig empfehle, nicht einfach trockenes Fachwissen auf geschichtlichem und philosophischem Gebiet.

Albert Einstein: Erziehung zu selbständigem Denken

Ich habe mir lange überlegt, ob ich Freiheit mit ins Diagramm aufnehmen soll. Je grösser das Diagramm wird, desto schwieriger ist es anzuwenden. Ich siedle Freiheit unter Kultur an. Die Freiheit, Kultur zu verbreiten, uneingeschränkt zu handeln, zu leben, wie man ist und wie man mag (auch das ist Kultur!), Rituale und Rauschzustände mit beliebigen Kulturgütern (lies: Substanzen) durchzuführen. Die Freiheit, zu denken und zu sagen was man will, Kultur zu produzieren, wie man will. Zwei Zitate aus Crowleys Ideen:

Der Mensch hat das Recht, zu denken, was er will, zu sagen, was er will, zu schreiben, was er will, zu zeichnen, malen, schnitzen, ätzen, gestalten und bauen, wie er will, sich zu bekleiden, wie er will.

Der Mensch hat das Recht, zu lieben wie er will: ‘Auch erfüllet euch nach Willen in Liebe, wie ihr wollt, wann, wo und mit wem ihr wollt!’

Das alles ist Kultur.

Mensch

Zu guter Letzt kommt der Mensch. Er braucht ein Dach überm Kopf und was gutes zu Essen. Vorallem aber braucht er die Möglichkeit, sich zu entfalten und weiterzuentwickeln. Je mehr sich ein Individuum frei ausdrücken kann, desto mehr bringt das die Menschheit als Ganzes weiter.

Menschen haben Persönlichkeiten. Menschen haben Charaktereigenschaften. Manche sind Introvertiert, manche sind Extrovertiert. Manche fühlen sich so, manche anders. Jeder Mensch ist invididuell und hat ganz eigene Stärken und Schwächen.

Jeder Mensch kommt mit einem Samenkern auf diese Welt, um etwas auf sie zu bringen, diesen Samen zu entfalten, eine bestimmte Erfahrung zu machen. Es gilt, die Individualität zu fördern und jedem Menschen dabei zu helfen, sich zu entfalten.

“Harmonisierungen”, Standardisierungen, die Gleichschaltung der Gesellschaft (lies: Überwachung und Kontrolle) sind die grössten Feinde dieser Entfaltung und eine Gefahr für die Entwicklung der Menschheit als Ganzes.

Wirtschaft und Arbeitsplätze

Ach, da ist ja noch eine Schmarode nach dem letzten Kästchen, aber auch dann noch mit einer Zeile Zwischenabstand, in Comic Sans MS, in grauer Schrift auf tiefschwarzem Hintergrund: Krawattenpisse.

Oh, mimimi, die “böse Schweiz”

Claude, 12. Februar 2014, 11:57 Uhr

Die letzten Abstimmungsresultate sind alle so gekommen, wie ich abgestimmt habe. Prima!

Doch jetzt läuft eine Medienhetze durch Europa, eine elende Heuchelei:

Land des Geldes, Land der Angst

Fefe bringt es auf den Punkt:

Wieso regen sich eigentlich gerade alle so über die Schweiz auf? Die tun doch nur das im Kleinen, was die EU im Großen auch die ganze Zeit macht. Und erinnert ihr euch noch an die Nummer mit Sarkozy und den Roma? Europa ist immer noch, nach wie vor, massiv ausländerfeindlich. Wir verstecken da jetzt Teile von hinter Rhetorik wie “Entwicklungshilfe” und senden im Fernsehen die ganze Zeit Spots für Hilfslieferungen an die verhungernden Afrikaner, damit die Leute bei uns im Land den Eindruck haben, da kümmere sich jemand. Dann kann man sie auch mit viel weniger Gewissensbissen am Einwandern hindern.
Wusstet ihr eigentlich, dass die für ihre Werbespots nichts zahlen? Da gibt es ein Kontingent an kostenlosen Werbeslots für wohltätige Gruppen.

Mich ärgert diese ganze verlogene Diskussion. Jetzt klingt das in unseren Medien so, als seien die Schweizer Schuld. Die fiesen Schweizer, die machen uns die ganze schöne EU kaputt mit ihrem Rassismus! Sagen wir, nachdem wir Satelliten und die Nato gegen Schlauchboote einsetzen, damit es bloß keine Flüchtlinge zu uns schaffen.

Ich für meinen Teil finde ja, für so wichtige Entscheidungen hätte man sagen müssen, dass ein Votum mit unter 1% Marge nicht reicht. Für Einschnitte in die fundamentalen Grundrechte muss ein 2/3-Mehrheit her oder so. Aber hey, hinterher ist man immer schlauer.

Meine Vermutung ist ja, dass die Schweizer Regierung das jetzt auf die lange Bank schieben wird, und dann neue Abstimmungen macht, um das wieder zu kippen. Im Übrigen sei mal darauf verwiesen, dass das neue Feature, das diese Initiative gefordert hat, Höchstzahlen und Kontingente sind. Natürlich nehmen auch alle anderen Länder nicht ohne Limit Einwanderer auf. Deutschland hat sich ja extra diesen fiesen Trick mit den “sicheren Drittländern” ausgedacht, um Einwanderer zurückschicken zu können. Es gibt in dieser Frage niemanden, der nicht im Glashaus sitzt.

Mein Hauptproblem mit der Initiative ist, dass das offensichtliches Rechtsaußen-Naziparolen-Kampfvokabular war. “Gegen Masseneinwanderung”. Das hätte schon den Lachtest bei der Anmeldung nicht bestehen dürfen.

Übrigens, wer sich mal informieren will, wie hoch die Schweizer Einwandererquote tatsächlich ist: Wikipedia hat eine Statistik. Und was sehen meine entzündeten Augen da? Schweiz: 22,89%, Österreich 14,9%, Deutschland 12,31%. NA SOWAS. Vielleicht sollten wir Deutschen mal gepflegt die Schnauze halten, wenn es darum geht, den Schweizern wegen ihrer Einwandererquote irgendwelche Moralervorschriften zu machen? Was glaubt ihr, was in Deutschland loswäre, wenn unsere Quote sich innerhalb von ein paar Jahren verdoppeln würde? Wir haben ja bei nur 10% schon massiv Probleme damit, die Nazis aus unseren Parlamenten rauszuhalten! Und wir wagen es, den Schweizern gegenüber auch nur eine Meinung zu haben? Was für eine Frechheit.

Ich will damit nicht sagen, dass man die Moralkeule gar nicht rausholen darf. Gegenüber den Niederlanden wäre sie z.B. angebracht. Die haben sich schon bei nur 10% Einwandererquote einen Wilders eingetreten.

Spannend übrigens: Die Einwandererquote in Israel liegt bei 37,87%, die in den palästinensichen Autonomiegebieten bei 45,38%. Mehr haben nur noch die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Katar, Andorra, Monaco. Andorra und Monaco würde ich mal rausnehmen, weil die so klein sind. Von den übrigen ist keines dafür bekannt, mittellose Ausländer toll zu behandeln oder gar gleichzustellen.

Update: Oh ach gucke mal, das ehemalige Nachrichtenmagazin findet auch, dass die neuen Schweizer Regeln in Deutschland seit Jahren so praktiziert werden.

Update: Über ein Detail an dieser ganzen Nummer freue ich mich richtig. Eines der Argumente ist ja immer, aber aber die Schweiz, die hat doch die ganzen Verträge unterschrieben, die können jetzt gar nicht groß was ändern! Das ist natürlich Bullshit. Verträge knebeln nicht das Land für die Ewigkeit an den Vorstellungen irgendeiner ehemaligen Regierung fest. Verträge kann man auch kündigen. Auch Deutschland könnte mal eben ein paar Verträge kündigen oder nachverhandeln. Z.B. um die ganzen bekloppten EU-Richtlinien wegzumachen, die uns da immer als alternativlos um die Ohren gehauen werden. Nein wir müssen nicht die Vorratsdatenspeicherung einführen. Wir könnten auch die uns dazu verpflichtende Klausel aus den EU-Verträgen wieder rausverhandeln. Das ist hier nur deshalb nie angesprochen worden, weil dann ja auf den Tisch käme, dass die uns angeblich so knochenhart knebelnde EU-Vorschrift von den selben Flitzpiepen kommt, die uns vorher dabei gescheitert sind, das unilateral bei uns durchzuknüppeln, die dann über die EU gegangen sind, und danach hier erzählen, das sei jetzt alternativlos, käme von “der EU” und das müsse jetzt halt so. Und das wäre peinlich für die besagten Flitzpiepen. Aber hey, irgendjemand scheint die ja gewählt zu haben. Die haben jetzt sogar 2/3 Mehrheit.

Angst vor dem Anderen

Und nein, es ist keine ‘Angst vor dem Anderen’, mit dem die da hetzen. Das Land ist begrenzt und klein, und irgendwann ist es einfach mal voll.

Btw, ich wurde vom iranischen Botschafter auf ein Jahresfest auf die Botschaft in Bern eingeladen, welches gestern stattfand. Ich war dabei. Zusammen mit vielen anderen Iranern und Freunden des Irans und Leuten aus aller Welt.

Wart ihr auch da, ihr politisch korrekten, sozialen und immer-lieb-zu-allen-Kulturen Heuchelschafe?

Wart ihr auch schon mal an einem Boom Festival?

Im Jahr 2012 reisten Stammesangehörige aus 116 verschiedenen Ländern an, um in ihrer multikulturellen Mischung eine positive Vision für die Zukunft zu manifestieren: We Are One – Wir sind eins. (Quelle)

Angst vor dem Anderen? Kommt, hört mir doch auf.

Eines Tages…

Claude, 10. Februar 2014, 15:53 Uhr


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Messen und Vergleichen

Claude, 30. Januar 2014, 16:46 Uhr


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Nico Semsrott erzählt, warum Vergleichbarkeit, das Bachelor-Master-System und die Messbarkeit jedes einzelnen Menschen doch ganz toll sind.

Der Turm von Basel

Claude, 17. Januar 2014, 13:26 Uhr

Der Turm von Basel ist der Sitz der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Was hinter seinen Mauern geschieht, ist ein gut gehütetes Geheimnis. Die Organisation hat einen Nazihintergrund.

nazibank - von juden geführt
Der Turm von Basel – der Hauptsitz der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich nahe dem Bahnhof.

Er ist mitten in der Stadt – und doch unerreichbar: Das Gebäude der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) wird auch der «Turm von Basel» genannt. Der Bau aus den 70er-Jahren liegt direkt neben dem Hauptbahnhof am Centralplatz 2 und ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Trotzdem bekommt kaum jemand sein Inneres zu Gesicht. Der Zugang beschränkt sich weitgehend auf die rund 600 BIZ-Mitarbeiter und Angestellten von Notenbanken.

Für Normalsterbliche könnte der Turm auch auf dem Mond stehen. Er befindet sich auf extraterritorialem Gelände, Schweizer Behörden dürfen ihn nur mit Genehmigung betreten. Das Gebäude hat seinen eigenen Schutzbunker, ein eigenes Minispital und ein weit verzweigtes Untergrundarchiv. Wenn sie überhaupt Zutritt erhalten, werden Besucher stets von Wachpersonal begleitet. Das kommt nicht von ungefähr. Der «Tower of Basel», so die These von Adam LeBor in seinem gleichnamigen Buch, sei nicht mehr und nicht weniger als die «geheime Bank, die die Welt regiert».

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Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich

Claude, 17. Januar 2014, 13:15 Uhr

Biz Kack-Judenturm

Ja liebe Leute. Diese Firma gibt’s wirklich! Das beschriebene Abkommen ist öffentlich einsehbar, und der Text ist seit 1987 in Kraft:

Dieser Text ist in Kraft

Es handelt sich um die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Das ist die Zentralbank der Zentralbanken. Die BIZ verwaltet in ihrer Funktion als Bank der Zentralbanken Teile der Währungsreserven zahlreicher Länder und internationaler Finanzinstitutionen.

So ein unscheinbarer Turm. Ich bin jahrelang im Trämmli daran vorbeigefahren. Fast nicht zu glauben, dass alles Übel der Welt von dort aus gelenkt wird. Von dort werden Geheimdienste finanziert, Finanzkrisen herbeigeführt, Länder in Schutz und Asche gelegt – aber auch besprochen, was “politisch korrekt” ist, was der Konsens der Gesellschaft sein soll und was in die Schulbücher kommt, damit niemand auf die Idee kommt, sich gegen den Urheber zu stellen. Hier laufen die roten Telefone heiss, wenn der Bitcoin-Kurs steigt.

Bist du Pilot und hast wieder mal das dringende Bedürfnis, in ein Hochhaus zu fliegen? Die BIZ ist ein dankbares Opfer! Hier ein paar weitere Ziele. Falls sich jemand ein wenig in deren IT-System umsehen will: https://www.ebis.org

Die Firma

Claude, 15. Januar 2014, 15:59 Uhr

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Nehmen wir an, ich will eine Firma gründen. Und nehmen wir an, meine Geschäfte sind ziemlich dreckig, ja sogar gemeingefährlich. Das muss strengstens geheim bleiben. Ich verkaufe es allerdings so, dass die Welt ohne die Existenz meiner Firma nicht funktionieren könne, und dass man meine Firma um jeden Preis schützen muss. Deshalb mache ich ein Abkommen mit dem Bundesrat, und stelle folgende Forderungen auf:

Abkommen

zwischen dem Schweizerischen Bundesrat
und der Firma
zur Regelung der rechtlichen Stellung der Firma in der Schweiz

Rechtsstellung, Vorrechte und Immunitäten der Firma

Handlungsfreiheit der Firma

  1. Der Schweizerische Bundesrat gewährleistet der Firma die ihr als internationale Organisation zustehende Unabhängigkeit und Handlungsfreiheit.
  2. Insbesondere erkennt er der Firma die uneingeschränkte Versammlungsfreiheit, einschliesslich der Rede- und Beschlussfreiheit, zu.

Unverletzbarkeit

  1. Die Gebäude oder Gebäudeteile und das anliegende Gelände, die, wer immer ihr Eigentümer ist, für die Zwecke der Firma benützt werden, sind unverletzbar. Kein Vertreter schweizerischer Behörden darf sie ohne ausdrückliche Zustimmung der Firma betreten. Nur der Präsident, der Generaldirektor der Firma oder ihr gehörig ermächtigter Stellvertreter sind befugt, auf diese Unverletzlichkeit zu verzichten.
  2. Die Archive der Firma und ganz allgemein alle Dokumente sind jederzeit und wo immer sie sich befinden, unverletzbar.
  3. Die Firma übt die Aufsicht und polizeiliche Kontrolle in ihren Räumlichkeiten aus.

Befreiung von der Gerichtsbarkeit und von Massnahmen der Vollstreckung

Die Firma geniesst Befreiung von jeglicher Gerichtsbarkeit.

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