Scratchbook

Das Leben ist immer anders als die Realität.

30 Days of Disneyland

Claude, 29. November 2016, 00:35 Uhr

Steve Pavlina hat ein interessantes Experiment gewagt. 30 Tage am Stück im Disneyland verbringen. Seine Erkenntnisse sind beängstigend.

Gefühlsmanipulation

Während den letzten zehn Tagen dieses Experiments begann ich zu sehen, wie die verschiedenen Stücke von Disneyland sich zusammenfügen. Wie die Darbietungen und Paraden Gefühle in den Menschen wecken, mit Disneyfiguren. Diese Menschen kaufen dann tonnenweise Fanartikel dieser Figuren in den benachbarten Läden. Gegen Schluss des Experiments, als das Disneyland zur Routine verkam, fühlte sich alles weniger spontan und spassig an, sondern mehr und mehr gekünstelt.

Als mir das bewusst wurde, verfing ich mich weniger in die emotionalen Aspekte. Ich hörte grösstenteils auf, Fahrgeschäfte aus Spass zu besuchen und studierte sie stattdessen auf eine andere Weise. Was ist der Zweck dieser Attraktion aus Disney’s Perspektive? Wie ist es gestaltet, um die Gefühle der Menschen zu verlagern? Welche Essensstände sind nach jeder Bahn zu finden? Was denkt Disney, was die Leute als nächstes tun werden?

Gefühle

Weil Disneyland als Gefühlswelt geschaffen wurde, habe ich die grösste Veränderung in der Beziehung zu meinen Gefühlen wahrgenommen. Als ich sah, wie deftig Disney die Gefühle der Menschen manipuliert, wie ein Puppenspieler, begann ich, mehr auf meine Gefühle zu achten und wie Disney versucht, wie ich mich jetzt fühlen soll.

Das war wie eine Meditation. Aber anstatt meine Gedanken zu beobachten, habe ich meine Gefühle und die Auslöser, die sie verursachen, beobachtet. Je mehr ich meine Gefühle beobachtete, desto weniger beeinflussten sie mein Verhalten.

[…]

Ich sah den grossen Mickey-Maus Kopf hinter dem Wasser. Vermutlich bewusst und absichtlich dort platziert, damit die Leute ihre Gefühle mit Disneys bekanntester Marke verbinden. Ich beobachtete die Menge. Ich schaute und hörte die „uuuuhs“ und „ooooohs“ der Leute. Und ich dachte:

Wow… Disney besitzt diese Menschen. Der Grad ihrer Unterwerfung ist beträchtlich.

Diese Erfahrung hat mich dazu gebracht, zu schauen, wie sehr mein Leben durch Gefühlskonditionierung beeinflusst ist. Jedes Spielzeug, das ich je besass, jede Fernsehserie oder jeden Film, den ich sah, jedes Album, das ich kaufte – die sind alle getrieben durch Gefühle und dem Verlangen nach Reiz.

Das erklärt ja einiges. Jetzt wird mir auch klar, warum die Leute Zeitung lesen. „Sich informieren“ ist dabei nur ein Vorwand. In Wahrheit geht es um das Verlangen nach Reizbefriedigung. Emotionen, Gefühle!

Und was sind die stärksten Reize? Die Negativen. Das erklärt noch mal einiges.

blick.ch – „Diese Frau starb.“ „Mann wütet mit Schlachtmesser auf Campus in Ohio.“ Dann geht es noch um Singles, Autos, Belanglosigkeiten. Sportmannschaften, Gewinner, Gegner. Ganz ganz ganz Übel.

Zu Archivzwecken mache ich hier mal eine Ausnahme und speichere einen Screenshot dieses Saftblatts. Es ist 2016, und so sahen die Zeitungen damals aus:

Blick

20 Minuten

Watson

Mich regen Zeitungen auf, darum lese ich sie nicht. Dumm nur, im Bus flimmern seit ein paar Jahren Displays mit Schlagzeilen und Bildern. Es lässt sich fast nicht vermeiden, dass mein Blick manchmal daran kleben bleibt. Widerlich! Ich würde diese Bildschirme am liebsten zerschmettern und einschlagen oder mit einem schwarzen Abdeckband und Panzerfolie einkleistern.

Aber ich werde emotional. Und darum geht es wohl. Wir sollen uns aufregen. Wir sollen in Angst leben. Das ist das Ziel dieser Medienunternehmen. Gefühlsmanipulierung.

Hoffnung

Während den letzten Tagen pendelten meine Gefühle zwischen Enttäuschung und Hoffnung hin und her. Ich sah Dinge in diesen 30 Tagen, die mich über die Zukunft der Menschheit beunruhigen. Bei mehreren Ereignissen habe ich mich gefragt, wie intelligent die menschliche Spezies wirklich ist… und ob sie wirklich damit assoziiert werden möchte. Es sieht so aus, als ob der Walt Disney Konzern bloss die Gefühle der Menschen manipuliert, um aus ihnen Profit zu erwerben, und die meisten Leute kümmert das nicht, oder sie bemerken es nicht einmal.

Ebenso könnte ich den Fakt bejammern, dass die Leute so viel mehr Geld für Disney- und Chinaprodukte und für gesundheitsschädigenden Junkfood ausgeben, anstatt es in Bildung und Selbstentwicklung zu investieren.

Es endete damit, dass ich mich über bestimmte Aspekte der Gesellschaft sehr Urteilend fühlte, und gleichzeitig froh daüber war, dass ich mit diesen Aspekten für den Rest meines Lebens nicht täglich interagieren muss. Wäre ich länger in dieser Umgebung geblieben, hätte ich mich schnell depressiv, abgespannt und hoffnungslos gefühlt. Da es aber bloss ein kurzes eintauchen und wieder auftauchen war, fühle ich mich grösstenteils inspiriert.

Besonders glücklich bin ich, dass der Grossteil meiner normalen Kommunikation ausserhalb der Disney-Sphäre mit klugen, wachstumsorientierten Menschen stattfindet. Menschen, die einen positiven Unterschied in der Welt machen möchten. Ich schätze diese Menschen jetzt umso mehr.

Ablenkung

Allgemein versucht Disney, die hässlichen Teile der Gesellschaft zu verstecken. Mehrfach sah ich Angestellte, wie sie den Besucherstrom um unangenehme Dinge wie z.B. ein kotzendes Kind umlenkten. Sie sagen nicht, was passiert ist, sondern nur, dass man hier gerade nicht langgehen kann. Manchmal formen sie ein menschliches Schutzschild, so dass man fast nichts sehen kann. Wie die Wächter der Fantasie. Immer, wenn etwas passiert, was diese Fantasie zerbrechen könnte, wie z.B. eine Frau auf einer Barre, die gerade von einem Arzt betreut wird, sah ich diese Wächter kommen. „Gehen Sie bitte weiter, hier gibt es nichts zu sehen.“

Ich sehe schon, es muss eine richtige Herausforderung für Disney sein, diese Fantasiewelt in einer Welt von echten Menschen aufrecht zu erhalten. Aber sie sind richtig gut darin, das zu verstecken, was diese Fantasie zum Bersten bringen könnte.

Quelle und Originalbeitrag: 30 Days of Disneyland – Day 30

Überwachung bringt den Fortschritt zum Stillstand

Claude, 13. November 2016, 20:59 Uhr

Eine Regierung, die alles weiss – die das Gesetz perfekt durchsetzen kann – niemand kann einen Laib Brot stehlen, niemand kann jemanden umbringen, niemand kann rasen, niemand kann einen Terrorangriff ausführen – viele Menschen würden das begrüssen. „Fabelhalft! Das ist das Ende der Kriminalität!“ Und es stimmt. Aber das ist nicht alles.

Wenn wir an den gesellschaftlichen Fortschritt denken, wenn wir an den Fortschritt der Menschenrechte denken: Die Abschaffung der Sklaverei, Gleichberechtigung in der Ehe, über die Verbote von Drogen oder bestimmten Arten von Alkohol, Verbote von bestimmten Religionsformen – alle diese Bewegungen waren anfangs kriminell. Selbst die Befreiung für das Wahlrecht der Frauen.

Wenn die Regierungen sagen: „Die Gesetze stehen in den Büchern. Sie werden durchgesetzt, mit all unseren verfügbaren Mitteln. Was diese Regierungen tun ist: Sie stoppen den Fortschritt. In diesem Moment. „Wir sind jetzt weit genug gegangen. Niemand kann den Status Quo übertreten, nicht einmal mehr für einen guten Grund.“

Niemand kann sich organisieren, um eine Änderung der Gesetze zu erwirken. Weil das nicht mehr möglich ist, werden diese Menschen jemanden lieben, in einer Weise, die nicht erlaubt und verpönt ist. Sie werden glauben und anbeten auf eine Weise, die bei vielen nicht beliebt ist. Sie werden Dinge tun, die nicht durch die Regierung im vorhinein autorisiert worden sind. [Diese Menschen, die anders lieben und jemanden anderes anbeten, sind gezwungen, Kriminelle zu sein und als Kriminelle abgestempelt zu werden. Ihre Handlungen werden als kriminell klassifiziert, obwohl sie moralisch gut sind und niemandem schaden.]

[Wer bestimmt, was kriminell ist, und was nicht? Mit einer Regierung, die alles perfekt überwachen kann, steht die Entwicklung still. Es soll sich nichts ändern, die Gesetze stehen fest.]

Ich sehe das nicht als eine erhellende Zukunft. Vielmehr sehe ich das als eine ziemlich düstere Zukunft.

-Edward Snowden

Be a friend

Claude, 8. November 2016, 21:46 Uhr

Pädophile scheinen nur im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch zu existieren. Dass Pädophile eine Gabe haben könnten, ist ein Tabu. Als ob es keine Gabe wäre, Kinder in ihrem Wesenskern zu kennen, sich in ihre Lebenserfahrung hineinzuversetzen, ohne sie zu verniedlichen. Als ob es keine Gabe wäre, mit Kindern eine Seelengemeinschaft zu bilden, in der sie wertgeschätzt und gewürdigt werden.

Nur wenn man Pädophilie aus dem Zusammenhang entfernt, ist es möglich, über diese Gaben zu reden. Ein paar Beispiele: „Du kommst so gut mit Kindern klar!“ „Jack fühlt sich immer so geborgen bei dir“, „Ich bin sehr froh, dass du mit ihr gesprochen hast. Sie ist viel umgänglicher.“ „Sieh nur! Es geht ihm so viel besser, jetzt, wo du da bist.“ „Sie sitzt sonst niemandem auf den Schoss, ausser bei dir.“ „Und schon hängen die Kinder wieder an dir!“ Das sind alles Aussagen, die zu Pädophilen gesagt wurden. Diese Begabungen können nur erwähnt werden, solange wir sie nicht mit einem Pädophilen verbinden. Dennoch haben diese Talente von Pädophilen viele Schulen und Verbände bereichert. Ich sage euch: Diese Begabungen existieren.

Be a friend! – My speech to 500 young pedophiles

FEBRUARY 21, 2015 / BEN KIRSSEN

Thank you so much for inviting me to speak to you today. It is a true honor. Although I do not qualify as young anymore, I am thrilled to be able to tell a hall full of young pedophiles how one can have a meaningful and fulfilling life.

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Kinder

Claude, 17. Oktober 2016, 11:06 Uhr

Junge Kinder sind – bevor sie verdorben werden – wunderbar empfindsam, scharfsinnig, impulsiv, ausgelassen, verspielt, schöpferisch und fähig, vieles von dem, was Erwachsene tun, zu verrichten. Aus diesem Grund ist es ihnen weder erlaubt, in der „zivilisierten Gesellschaft“ teilzunehmen, noch, dass wir sie um Rat und ihre Meinung fragen.

Sie sind so gefährlich, dass – wie Sterbende oder der Tod – man ein Fachmann sein muss, um mit ihnen Umgang zu haben.

«Er bot mir 100 Pralinen, wenn ich ins Auto steige»

Claude, 28. September 2016, 10:02 Uhr

Drei Frauen wurden in den letzten Tagen in Ostermundigen von einem Unbekannten angesprochen. Freunde warnen nun auf Facebook und Whatsapp.


Ein Mann wollte die 32-jährige Jane Hargraves (l.) ins Auto locken. Ihr Mann holt sie nun von der Arbeit ab. (Bild: Screenshot TeleBärn)

Unter Männern in Ostermundigen verbreitet sich zurzeit die Angst: Mehrere Frauen sind auf offener Strasse von Fremden angesprochen worden. Dies berichtet der Regionalsender TeleBärn.

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Ein Upgrade für das Nachrichtendienstgesetz

Daniel, 24. September 2016, 19:46 Uhr

Was für eine schöne Propaganda!

Obs wohl wieder ein 50.1 zu 49.9 gibt?

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Der Unterdrückungsapparat rüstet auf

Claude, 18. September 2016, 21:34 Uhr

Wenn der Staat mit all seinen Machtinstrumenten einmal so korrupt und bürgerfeindlich wird – welche Chance haben wir dann noch, uns zu wehren? Wenn die Überwachung so all-durchdringend ist?

Richtig, gar keine mehr. Wer alles über seinen Gegner weiss, hat gewonnen. Der Staat sichert sich ab und rüstet gegen seine Gegner auf – die eigenen Bürger.

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Boom 2016: Einsichten

Claude, 28. August 2016, 17:56 Uhr

„Ich sah dich von entfernt. ‚The Battery-Man‘. Wir dachten schon, du hättest dein Ladegerät vergessen!“ „Nein, nein. Das vergesse ich nicht! Batterien und Strom sind eine rare Ressource hier am Festival. Ich konnte mittlerweile bereits 4 weitere Akkus laden. Nochmals vielen vielen Dank!“ Ich überlege mir, wie ich mich bei den Leuten aus der Eco-Village, die mir den Ladeplatz zur Verfügung gestellt haben, bedanken kann.
Sie verkaufen T-Shirts. Perfekt!

„So eins hätt ich gern… Grösse L.“ „Au fein.“ „Aber was heisst das, was darauf geschrieben steht? Um was geht es da?“ Auf dem T-Shirt ist ein Konstrukt, eine Maschine abgebildet, und oben steht ein Satz auf Portugiesisch geschrieben.

„Das Mädchen treibt das Wasserrad an, das Wasser gibt der Natur Kraft und treibt die Kraft der Veränderung, und diese wiederum treibt das Grammaphon an, welches eine Nachricht für dich hat: „Alles ist da, man muss es nur machen.“

Wunderschön!

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Ausblick auf die Zukunft: Kontrolle

Claude, 31. Juli 2016, 22:37 Uhr

Originaltext aus „Chronik der Menschheit„, Bodo Harenberg, aus dem Jahre 1984

Eine historische Erfahrung lehrt, daß Menschen in Krisenzeiten nach einer »starken Führung« verlangen. Und es ist ebenso erwie­sen, daß diejenigen, die in solchen Situationen zur Macht kommen, diese Möglichkeiten so gut wie nie zum Nutzen der Gemeinschaft verwenden, sondern zur Erhaltung und dem Ausbau der eigenen überragenden Stellung.
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Clowns

Claude, 26. Juli 2016, 08:11 Uhr

Im Alltäglichen ist der Clown derjenige, der stets dabei scheitert, alles „richtig“ zu machen und es dennoch immer wieder versucht. Der Clown ist verletzlich, unschuldig und offen für alles was geschieht. Mit Chaos und Kreativität fordert er in festgefahrenen Situationen die kontrollierte Persönlichkeit in uns heraus. Er ist der Spontane und Offene, der keine Pläne hat und alles genießt, was ihm auf seinem Weg begegnet. Emotionales Körpertheater, Authentizität und Spielfreude stehen im Mittelpunkt. Spielmaterial ist alles, was der Körper zu bieten hat: die Sinne, die Atmung, die Glieder, die Stimme, die Gefühle etc. Das Interessante besteht darin, diese Komponenten einzeln zu betrachten und in ungewohnter Art neu zusammenzusetzen. Mit den Augen eines Clowns gesehen, verändert sich die Wahrnehmung der Wirklichkeit. Mit seiner Komik, Körperlichkeit und Emotionalität kann er im Alltag mit tragikomischen Situationen spielen und humorvoll mit Krisen umgehen.