Scratchbook

Das Leben ist immer anders als die Realität.

Eine Firma kontrolliert das Internet

Claude, 10. Mai 2012, 20:42 Uhr

REGISTRY WHOIS FOR GOOGLE.COM
Domain Name: google.com
Updated: 3 hours ago

Registrar: MARKMONITOR INC.
Whois Server: whois.markmonitor.com
Referral URL: http://www.markmonitor.com
Status: clientDeleteProhibited, clientTransferProhibited, clientUpdateProhibited, serverDeleteProhibited, serverTransferProhibited, serverUpdateProhibited

(Quelle)

google.com gehört nicht mehr Google. Auch Facebook, MSN, Hotmail, Yahoo, Wikimedia, apple.com, ubuntu.com gehören jetzt alle der Firma MarkMonitor.

Das tut uns leid.

MarkMonitor: Brand Protection, Domain Management, Anti Piracy

MarkMonitor kann all diese Seiten abschalten. Wenn sie möchte. MarkMonitor ist auch eine SSL Authority. Das bedeutet, sie können für die obigen Domains für einen beliebigen Rechner ein gültiges SSL-Zertifikat ausstellen. Und euch dabei ausschnüffeln, ohne das eine Warnung im Browser angezeigt wird. Toll, ist es nicht?

Why does Google, who always “do things themselves”, externalise these vital parts of its network?

Die Regierung braucht bloss MarkMonitor zu kontrollieren, und alle sozialen Netzwerke, die meisten E-Mail Dienste und Suchmaschinen sind unter ihrer Kontrolle.

Mir kommen da spontan ein paar Bilder aus den Bergen in den Sinn.

pastie.org/3867284

“Free Memory” unter Linux

Claude, 3. Mai 2012, 16:58 Uhr

Alle Unix-Tools, welche die Speicherplatzsituation (RAM) des Systems ausweisen, zeigen nach einer gewissen Laufzeit beim freien Speicher nur noch Bruchteile des gesamten verfügbaren Speichers an – auch wenn die laufenden Prozesse in Wirklichkeit gar nicht so viel Speicher benötigen und eigentlich viel mehr freier Speicher vorhanden ist.

Warum ist das so?

Linux hält alle Daten, die es mal von der Festplatte gelesen hat, im RAM auf Abruf bereit. Diese Daten – genannt «disk cache» – sind eigentlich freier Speicher, welcher freigegeben wird, sobald ein Programm ihn benötigt.

Leider verfälscht das die Anzeige des gesamthaft freien Speichers unter Linux.

(Quelle: http://www.linuxhowtos.org/System/Linux%20Memory%20Management.htm)


Das Java-Geschwür gibt sich wie immer allergrösste Mühe, alle verfügbaren Systemressourcen für sich zu beanspruchen. Aber sein Speicher wurde auf 4 GB limitiert. Trotzdem zeigt top an, dass von den 12 GB Memory nur noch etwa 400 MB frei sind.

Abhilfe

Alle aktiven Prozesse auflisten, und deren effektiven Speicherverbrauch zusammenzählen.

Das Kommando ps auxc listet alle aktiven Prozesse auf. Darunter auch die Spalte RSS – Resident set size, the non-swapped physical memory that a task has used (in Kilobytes)

$ ps auxc

USER       PID %CPU %MEM    VSZ   RSS TTY      STAT START   TIME COMMAND
root         1  0.0  0.0  10352   632 ?        Ss   Apr10   0:02 init
root      3425  0.0  0.0   5912   668 ?        Ss   Apr10   0:02 syslogd
root      3428  0.0  0.0   3808   432 ?        Ss   Apr10   0:00 klogd
root      3446  0.0  0.0  98764  3316 ?        S    Apr10   0:00 pbx_exchange
blubber   3449  0.0  0.0 176132  7276 ?        S    15:51   0:00 httpd
dbus      3462  0.0  0.0  21260   704 ?        Ss   Apr10   0:00 dbus-daemon
blubber   3468  0.0  0.0 176180  7276 ?        S    15:51   0:00 httpd
root      3480  0.0  0.1 174992 12596 ?        Sl   Apr10   3:41 snmpd
blubber   3482  0.0  0.0 176180  7816 ?        S    15:51   0:00 httpd
root      3499  0.0  0.0  63520  1220 ?        Ss   Apr10   0:00 sshd
root      3518  0.0  0.0  21648   892 ?        Ss   Apr10   0:00 xinetd
ntp       3534  0.0  0.0  19196  4892 ?        SLs  Apr10   0:00 ntpd

 

Skriptibus. Effektiv belegter Speicher berechnen. “Renn durch alle Werte der 6. Spalte (RSS), addiere und gib aus”:

$ ps aux | awk '{sum +=$6}; END {print sum}'
5348340

free zeigt die Speichersituation an. Unter anderem auch total Memory.

$ free

             total       used       free     shared    buffers     cached
Mem:      12296040   12229320      66720          0     839756    5974144
-/+ buffers/cache:    5415420    6880620
Swap:     14683400        308   14683092

 

“Zweite Zeile, zweiter Wert von ‘free’ ausgeben”:

$ free | sed -ne '2p' | awk '{ print $2 }'
12296040

Und jetzt alle zusammen: Gesamter Speicher – effektiv belegter Speicher = freier Speicher

$ echo $((`free | sed -ne '2p' | awk '{ print $2 }'` - `ps aux | awk '{sum +=$6}; END {print sum}'`))
6848232

Diskussionen über die Hackerlegende Tron

Daniel, 20. April 2012, 11:09 Uhr

Neulich am Easterhegg musste ich mich entscheiden, ob ich den Sonntag Abend dort verbringe, oder an eine Party gehe wo ein Kollege von mir geladen war. Ich entschied mich noch den Vortrag über Datenschutz und Vorratsdatenspeicherung in der Schweiz anzuhören und danach machte ich mich auf den Weg.

Die Party selbst war nicht so mein Ding, da ich kaum ein konstruktives Gespräch führen konnte und den Eindruck nicht los wurde, dass dies irgendwie nicht meine Leute sind. Also schnappte ich mir vorerst mal ein Drink und zog mich mehr oder weniger gelangweilt in eine weniger belebte Ecke zurück. In der nähe fiel mir eine Person auf, welche gerade eine Zigarette rauchte und auf mich ebenfalls nicht den Eindruck weckte, als würde sie sich wie die Mehrheit der Masse im getummel der Party bewegen. Aufgrund meines Eintritts-Batches von der Easterhegg wurde in ein Gespräch verwickelt  und die Person stellte sich mir als Künstler vor.

Sag mal, was ist das für ein Batch den du da trägst?

Achso, hat nichts mit dieser Party hier zu tun. Ich komme direkt vom Easterhegg, einer Veranstaltung und Plattform für Technik- und Computerbegeisterte Leute.

Easterhegg? Noch nie gehört… Wer organisiert das?

Wurde vom Chaostreff Basel organisiert. Vielleicht ist dir CCC ein Begriff?

Ja,  Chaos Computer Club sagt mir etwas. Hätte ich jetzt nicht gedacht, du siehtst irgendwie gar nicht aus wie einer von denen… :D

Ich musste schmunzeln. In Gedanken hatte ich ein Bild und dachte: Diesen zwei würde man es sofort ansehen! Aber so Nerdig sehe ich halt nun mal nicht aus ;-)

Also antworte ich, dass ich mich für IT Sicherheit interessiere und zuvor noch nie an einer  Veranstaltung des CCC war. Wenn das ganze schon mal in der Gegend ist, wäre es ja schade nicht dabei zu sein!

Danach fragte er mich, ob mir TRON ein Begriff sei.

Ja klar, ich habe seine Geschichte ein wenig verfolgt und auch das Buch über seine Lebensgeschichte gelesen, welches ich aber nur noch in einem Antiquariat fand.

Er kenne TRON aus Offenbarung 23, einer packenden Hörspielserie. (Dazu später…)

Es entwickelte sich ein Dialog wilder Verschwörungstheorien rund um den Mythos Tron.

Doch wer war Tron eigentlich?

[mehr...]

AdobeMalwareClassifier.py

Claude, 5. April 2012, 12:00 Uhr

Adobe versucht sich an der Erkennung von Windows-Viren.

AdobeMalwareClassifier.py

# Program to classify unknown Win32 binaries (EXEs or DLLs) into
# 0 = CLEAN
# 1 = DIRTY

DEBUG = 0;
isDirty = 0;
 
[]
 
else:
    if input.IatRVA <= 94208:
        if input.NumberOfSections <= 5:
            if input.ExportSize <= 0:
                if input.NumberOfSections <= 4:
                    if input.IatRVA <= 13504:
                        if input.ImageVersion <= 353:
                            if input.NumberOfSections <= 3:
                                if input.IatRVA <= 6144:
                                    if input.IatRVA <= 2048:
                                        if input.ResourceSize <= 934:
                                            isDirty = 1
                                        else:
                                            if input.VirtualSize2 <= 2728:
                                                isDirty = 0
                                            else:
                                                isDirty = 1
                                    else:
                                        if input.VirtualSize2 <= 496:
                                            isDirty = 1
                                        else:
                                            isDirty = 0
                                else:
                                    isDirty = 0
                            else:
                                if input.DebugSize <= 41: # debug here
                                    if input.ResourceSize <= 22720:
                                        if input.IatRVA <= 2048:
                                            isDirty = 1
                                        else:
                                            if input.VirtualSize2 <= 46:
                                                isDirty = 0
                                            else:
                                                isDirty = 1
                                    else:
                                            if input.VirtualSize2 <= 43030:
                                                if input.ResourceSize <= 3898348:
                                                    if input.IatRVA <= 2048:
                                                        isDirty = 1
                                                    else:
                                                        isDirty = 0
                                                else:
                                                    isDirty = 1
                                            else:
                                                isDirty = 0
                                else:
                                    isDirty = 0
                        else:
                            isDirty = 0
 
[]
 
return isDirty
# Might need to add a isDirty = 0 statement if tree results in unclassified result

 

Arena 51

Claude, 30. März 2012, 09:06 Uhr

ContentMafia

51 Tatort-Autoren haben einen offenen Brief geschrieben. Nachdem die Fazialpalmierungs-Schwielen abgeheilt und die Schorfbildung eingesetzt hatte, haben 51 Hacker vom CCC einen deftigen Rant in die Gegenrichtung geschrieben. Viel Spaß bei der Lektüre.

Liebe Tatort-Drehbuchschreiber,

[…] Auch wir sind Urheber, sogar Berufsurheber, um genau zu sein. Wir sind Programmierer, Hacker, Musiker, Autoren von Büchern und Artikeln, bringen gar eigene Zeitungen, Blogs und Podcasts heraus. Wir sprechen also nicht nur mit Urhebern, wir sind selber welche. Es wird daher keinen “historischen Kompromiß” geben, denn es stehen sich nicht zwei Seiten gegenüber, jedenfalls nicht Urheber und Rezipienten, sondern allenfalls prädigitale Ignoranten mit Rechteverwertungsfetisch auf der einen Seite und wir auf der anderen, die wir deren Verträge aufgezwungen bekommen.

Und wißt Ihr, welcher kreative Bereich stärker wächst und mehr Umsatz macht, Musik oder Software? Überraschung: Es stellt sich heraus, daß man auch ohne Verwertungsindustrie überleben kann. Anstatt Euch an den Konsumenten gütlich zu tun, solltet Ihr Eure Anstrengungen darauf konzentrieren, für Eure Werke direkt vom Auftraggeber ordentlich entlohnt zu werden. Was Ihr braucht ist eine den Namen verdienende, starke Gewerkschaft, kein Monster aus Verwertungsgesellschaften, die dann Youtube langjährig verklagen, weil sie kostenlos Werbung für Euch machen und Euch damit zukünftige Aufträge verschaffen.

Dass unerwünschtes Vervielfältigen von digitalen Erzeugnissen nun zum gesamtgesellschaftlichen Problem wird, hat weniger mit dem ebenfalls reformbedürftigen Verwertungsrecht zu tun, als mit dem Abmahn-Unwesen, das zur Zeit viele gerade jüngere, nicht adäquat versorgte potentielle Konsumenten eiskalt erwischt.

Wir sollen also die Finger von den Schutzfristen lassen. Oh bitte, es bluten einem die Ohren bei diesem ewiggestrigen Singsang, den wir uns seit Jahren anhören müssen, während alle paar Jahre die Fristen verlängert werden. Wir sind jetzt bald bei einer Länge von einem Jahrhundert angekommen, und da bringt Ihr echt das Argument, man dürfe die Schutzfristen nicht anrühren? Wir glauben, es hackt.

Coming soon: How to exit the matrix

Claude, 29. Februar 2012, 20:33 Uhr

Ja, wir sind gefangen. Und wie können wir uns daraus befreien? Ich habe ein Dokument im Deepweb gefunden, welches die Gedanken der letzen Jahre nochmals schön zusammenfasst und einen Impuls gibt.

Ein paar Highlights.

Initially I had planned for a small distribution of this document to only a select few, to attempt to “stay under the radar”. But as I indicate above, I now realize that is a flawed approach. Much like in a mixed network, the more people working to protect themselves and their identities, the better off the end result is. The stronger the support economies grow, the better able the resistance is to function autonomously.

Individuals have to believe (or at least not actively oppose the idea) that large corporations have the right to protect their profits above all else.

Computers and the Internet enable humans to create individual works on a global scale: independent media, self-publishing, Free Software, computer music, computer art and graphics, and so on. Computers also enable independent people to communicate and build human-serving social structures outside of the Matrix.

It would seem that the present catalyst is a combination of the Internet and again psychedelics. Both of these phenomenon provide a way of disconnecting yourself from the programmed reality and assumptions of the Matrix and taking your perceptions into your own hands.

Freedom Seekers are Not Terrorists

Essentially this HOWTO represents the hacker community truly claiming independence for itself from national and institutional rule. While many the ideas and techniques present in this document can be found elsewhere, I believe this is the first time such a coherent, consistent, and focused collection of these ideas has been assembled for a single purpose. 10 years ago, we made our Declaration of Independence. This body of code-law represents a manner of Constitution of Cyberspace. A basic set of rights we claim for ourselves through our use of technology.

Target Audience

  • Civil Libertarians
  • Whistleblowers
  • Bloggers and Independent Journalists
  • “Political Dissidents” and Inquisitive Minds
  • People with Enemies
  • Programmers and Security Researchers
  • The Video Game Underground
  • Moonlighters, Double-Shifters, and Consultants
  • Potential Victims of Identity Theft (Everyone)
  • Entrepreneurs

Das komplette Dokument folgt bald.

The principles of datalove

Claude, 27. Februar 2012, 19:59 Uhr

Love data.

Data is essential
Data must flow
Data must be used
Data is neither good nor bad
There is no illegal data
Data is free
Data can not be owned
No man, machine or system shall interrupt the flow of data
Locking data is a crime against datanity

Love data.

Bildungsunfug reloaded

Claude, 23. Februar 2012, 10:18 Uhr

Informatikunterricht auf dem Holzweg

Zürich möchte ein zweites Silicon Valley werden, doch bildungspolitisch hat man die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt. Der Informatikunterricht an Schulen ist falsch ausgerichtet, er ist mit Blick auf den Lehrplan 21 zu reformieren. Von Juraj Hromkovic

Endlich hat es auch ein Politiker offen gesagt. Der britische Bildungsminister Gove nennt den ICT-Unterricht, der auf dem Erlernen des Umganges mit Softwaresystemen wie Word und Excel beruht, einen Mist und verbannt ihn aus der Schule. Stattdessen sollen Programmieren und wissenschaftliche Grundkonzepte der Informatik unterrichtet werden. Die Schweizer Kantone und auch der künftige Lehrplan 21 legen das Schwergewicht noch immer auf den unbefriedigenden Computerführerschein, der keinen nachhaltigen Wissenstransfer, keine Tiefe und keine nennenswerten Beiträge zur allgemeinen Bildung leistet. Und das, obwohl in Ländern mit diesem dürftigen Pseudoinformatikunterricht alle statistischen Untersuchungen zeigen, dass der Unterricht in der blossen Computerhandhabung sowohl von den Schülerinnen und Schülern wie auch von den Lehrpersonen als langweilig und unerwünscht eingestuft wird.

Wirtschaftlicher Schaden
In Österreich haben bloss zwei Prozent der befragten Jugendlichen einen solchen ICT-Unterricht als nützlich bezeichnet. In Staaten mit fortgeschrittenem Informatikunterricht ist Informatik genauso spannend und herausfordernd wie die Mathematik oder die Naturwissenschaften. Gove betont, dass der bisherige minderwertige ICT-Unterricht einen grossen wirtschaftlichen Schaden zu verantworten hat. Die geringe Begeisterung für ein universitäres Studium der Informatik und der technischen Fächer ist auch dem Fehlkonzept der Schulinformatik zuzuschreiben. Die Türe zum nachhaltigen Informatikunterricht wurde geöffnet. Jetzt muss erklärt werden, welches die wichtigsten Bildungsbeiträge des Informatikunterrichts sein können, und wie sie in der Schule künftig am besten umgesetzt werden.

Es empfiehlt sich, mit dem Programmierunterricht schon im Alter von acht bis zehn Jahren zu beginnen. Welchen Wissenstransfer und welche Kompetenzen kann man in diesem Alter erwarten? Programmieren im engeren Sinn bedeutet, dass man lernt, die Maschine zu steuern. Dabei muss man dem Rechner eine eindeutige und unmissverständliche Beschreibung der gewünschten Tätigkeit mitteilen. So wird in der Schule die Kommunikationsfähigkeit mit Schwerpunkt Exaktheit und Prägnanz stark gefördert.

Programmieren im weiteren Sinn bedeutet, Wege zu Problemlösungen zu suchen. Dabei wird die konstruktive Vorgehensweise geschult. So entdeckt man das Konzept des modularen Entwurfs, der für alle technischen Disziplinen grundlegend ist. Zunächst werden kleine Programme zur Lösung einfacher Aufgaben entworfen, die man Module nennt. Nach Überprüfung ihrer Richtigkeit nutzt man sie als Bausteine, um schwierigere Probleme zu bewältigen. Auf diese Weise gehen die Schülerinnen und Schüler den ganzen Weg von der Problembeschreibung über die Lösungssuche bis zur Herstellung des fertigen Produkts. Dabei lernen sie auch neue Konzepte wie das Testen und das Verifizieren kennen. Das alles sind unumgängliche Voraussetzungen für die Informationsverarbeitung in der Wissensgesellschaft. Sie fördern die rechtzeitige Entwicklung des konstruktiven algorithmischen Denkens.

Auf der Stufe der Maturitätsschulen ist zu klären, was der Informatikunterricht zum Verständnis der Welt beiträgt und wie er der Hochschulreife dient. Es geht hierbei nicht nur darum, zu lernen, die Technik zu verstehen und zu steuern. Mit dem Konzept des Algorithmus (Rechenverfahren) entsteht vielmehr die Möglichkeit, die Problemstellungen in automatisierbare und nichtautomatisierbare zu unterteilen. Eine typische Aufgabenstellung umfasst eine unendliche Vielfalt von Problemfällen. Ein Algorithmus ist eine endliche Beschreibung einer Vorgehensweise, mit der man jeden dieser Problemfälle erfolgreich lösen kann. Es gibt viele praktische Problemstellungen, für die kein Algorithmus existiert. Der wichtigste wissenschaftliche Beitrag der Informatik ist das Konzept der Berechnungskomplexität. Es gibt Grundgesetze der Informatik, die unabhängig von der technischen Entwicklung der Rechner gelten. Für jede Problemstellung gibt es eine unvermeidbare und hinreichende Menge an Rechenarbeit, die man leisten muss, um aus den gegebenen Daten die gewünschte Information oder die gesuchte Lösung zu gewinnen.

Manchmal reicht die Energie des Universums für die Berechnung nicht aus. Solche Probleme gelten als schwer. Die Wissenschaft der Informatik dreht sich hauptsächlich um die Frage, wie viel vom Gewünschten sich in vertretbarer Zeit aus vorgegebenen Daten erhalten lässt. Ohne dieses Wissen kann man heute in vielen Gebieten der technischen und wissenschaftlichen Forschung keinen Erfolg haben.

Widerspruch in Zürich
Es stellt sich nun die Frage, wie viele Bildungspolitikerinnen und -politiker in der Schweiz diese Fehlentwicklung in der Informatikausbildung weiterhin stolz als einen Beitrag zur Bildung verkaufen wollen und ob sie wie bisher im künftigen Lehrplan 21 auf diesem «Mist» aufbauen wollen. Der grösste Gegensatz ist im Kanton Zürich zu beobachten. Einerseits will die Stadt ein zweites Silicon Valley werden, andererseits verweigert die kantonale Bildungsdirektion die Verankerung elementarer Informatikgrundlagen in den Lehrplänen und schwärmt von Konzepten, die immer mehr Länder als Irrtum der Geschichte bezeichnen. Erforderlich ist jetzt eine grundlegende Änderung in der schweizerischen Bildungspolitik.

Juraj Hromkovic ist Professor für Informationstechnologie und Ausbildung an der ETH Zürich.

(Quelle)


Na? Was hatte ich damals geschrieben? 2005.
Seither sind 7 Jahre vergangen und es hat sich nichts daran geändert: Die Schule ist fürn Arsch! 4 Lektionen Turnunterricht, BWL, Mathe, Physik und Chemie können sich nicht irren.

Ich möchte an dieser Stelle nochmals eine Frage aus meiner Lehrabschlussprüfung zitieren:

Bei einem System ist kein Sound zu hören. Was ist die Ursache?


Danach wird’s nicht besser. Man darf nicht lernen, was man will, sondern muss sich zuerst in eidg. dipl. Zwangsjacken stülpen und “dem Arbeitgeber beweisen, dass man fähig ist, innerhalb von Dreiviertelstunden aus 20 Seiten Text das Wesentliche daraus abzuleiten und in ein Lösungsraster zu schmieren.”

Das zerstört die Kreativität und schaltet das selbstständige Denken aus. Zum Nachdenken hat man sowieso keine Zeit mehr.

derp
“Es ist alles standardisiert, ein Gremium hat den besten Weg gefunden und so macht man’s und nid anderscht.”

Währenddessen zensiert der Iran grad das Internet und blockiert sämtliche SSL-Verbindungen.

Und wir mit unserem Computerführerschein,
dem eidgenössisch diplomierten Fachausweis,
der Medienkompetenz, die wir nicht haben,
dem technischen Fachwissen, das uns ebenfalls fehlt,
der Ignoranz, “weil es uns nichts angeht, uns geht es ja gut”
und einem ITIL-konformen und ISO-9001 verdätschten Hirni

können von dieser Situation bestenfalls ein Zustandsdiagramm zeichnen.

Was ist Tor? Wie setzt man sowas auf? Brauch ich nicht, hab ja nichts zu verbergen!

fapfapfap
Wir müssen Leads generieren, Kundenwünsche befriedigen und Anweisungen strukturiert umsetzen. Womit man kein Geld verdienen kann, das interessiert uns nicht. Wir sind so bequem. Wir homo ignorans.

Year-to-date ist das Ende der Welt.

A Declaration of the Independence of Cyberspace

Claude, 21. Februar 2012, 22:09 Uhr

by John Perry Barlow <barlow@eff.org>

Governments of the Industrial World, you weary giants of flesh and steel, I come from Cyberspace, the new home of Mind. On behalf of the future, I ask you of the past to leave us alone. You are not welcome among us. You have no sovereignty where we gather.

We have no elected government, nor are we likely to have one, so I address you with no greater authority than that with which liberty itself always speaks. I declare the global social space we are building to be naturally independent of the tyrannies you seek to impose on us. You have no moral right to rule us nor do you possess any methods of enforcement we have true reason to fear.

Governments derive their just powers from the consent of the governed. You have neither solicited nor received ours. We did not invite you. You do not know us, nor do you know our world. Cyberspace does not lie within your borders. Do not think that you can build it, as though it were a public construction project. You cannot. It is an act of nature and it grows itself through our collective actions.

You have not engaged in our great and gathering conversation, nor did you create the wealth of our marketplaces. You do not know our culture, our ethics, or the unwritten codes that already provide our society more order than could be obtained by any of your impositions.

You claim there are problems among us that you need to solve. You use this claim as an excuse to invade our precincts. Many of these problems don’t exist. Where there are real conflicts, where there are wrongs, we will identify them and address them by our means. We are forming our own Social Contract . This governance will arise according to the conditions of our world, not yours. Our world is different.

Cyberspace consists of transactions, relationships, and thought itself, arrayed like a standing wave in the web of our communications. Ours is a world that is both everywhere and nowhere, but it is not where bodies live.

We are creating a world that all may enter without privilege or prejudice accorded by race, economic power, military force, or station of birth.
We are creating a world where anyone, anywhere may express his or her beliefs, no matter how singular, without fear of being coerced into silence or conformity.

Your legal concepts of property, expression, identity, movement, and context do not apply to us. They are all based on matter, and there is no matter here.

Our identities have no bodies, so, unlike you, we cannot obtain order by physical coercion. We believe that from ethics, enlightened self-interest, and the commonweal, our governance will emerge . Our identities may be distributed across many of your jurisdictions. The only law that all our constituent cultures would generally recognize is the Golden Rule. We hope we will be able to build our particular solutions on that basis. But we cannot accept the solutions you are attempting to impose.

In the United States, you have today created a law, the Telecommunications Reform Act, which repudiates your own Constitution and insults the dreams of Jefferson, Washington, Mill, Madison, DeToqueville, and Brandeis. These dreams must now be born anew in us.

You are terrified of your own children, since they are natives in a world where you will always be immigrants. Because you fear them, you entrust your bureaucracies with the parental responsibilities you are too cowardly to confront yourselves. In our world, all the sentiments and expressions of humanity, from the debasing to the angelic, are parts of a seamless whole, the global conversation of bits. We cannot separate the air that chokes from the air upon which wings beat.

In China, Germany, France, Russia, Singapore, Italy and the United States, you are trying to ward off the virus of liberty by erecting guard posts at the frontiers of Cyberspace. These may keep out the contagion for a small time, but they will not work in a world that will soon be blanketed in bit-bearing media.

Your increasingly obsolete information industries would perpetuate themselves by proposing laws, in America and elsewhere, that claim to own speech itself throughout the world. These laws would declare ideas to be another industrial product, no more noble than pig iron. In our world, whatever the human mind may create can be reproduced and distributed infinitely at no cost. The global conveyance of thought no longer requires your factories to accomplish.

These increasingly hostile and colonial measures place us in the same position as those previous lovers of freedom and self-determination who had to reject the authorities of distant, uninformed powers. We must declare our virtual selves immune to your sovereignty, even as we continue to consent to your rule over our bodies. We will spread ourselves across the Planet so that no one can arrest our thoughts.

We will create a civilization of the Mind in Cyberspace. May it be more humane and fair than the world your governments have made before.

Davos, Switzerland
February 8, 1996

Willkommen im Deepweb.

Claude, 21. Februar 2012, 21:57 Uhr

.onion – Ein eigenständiges, unabhängiges Netz im Internet. Niemand loggt etwas, niemand zensiert etwas. Alle sind anonym.

Willkommen im Netzwerk der Rebellion. Willkommen in unserem eigenen Internet.

Es hat den Charme des Internets von 1995. Nicht besonders schnell, aber jeder stellt seinen kleinen Dienst bereit, die Websites sind schlicht und bunt. Und man findet böse Sachen in diesem verruchten Internet.

Dieses Internet ist jetzt wieder da – besser als je zuvor! Verschlüsselt, verschleiert, dezentral. Unendliche Freiheit.

Ich zeige ein paar Highlights.

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