Scratchbook

Das Leben ist immer anders als die Realität.

Der Graph von Dezibert

Claude, 25. Februar 2011, 11:36 Uhr

Upgrades für Dezibert: Ein Graph.

Echtzeitstatistiken mit einem Canvas-Element, welches sekündlich mit Daten gefüttert wird. Und wenn‘s dann zu laut wird, und der Finger sich hebt – dann hebt auch der Graf dank einer CSS3-Transition seinen Finger:

Ich hatte ja vor kurzem smoothiecharts.org entdeckt, und da hat‘s mich einfach gejuckt, sowas für den Geräuschpegel unserer Arduino-Installation zu machen.

Nur war das nicht so einfach. Die Ethernet-Schnittstelle von Arduino ist alles andere als stabil. Maximal 4 Sockets, Verbindungen, die nicht sauber getrennt werden, Bugs im Firmwarecode… Es wurde einige male spät am Abend, und ich habe etliche Möglichkeiten durchprobiert. Die Schnittstelle stürzte nach ca. 1h immer wieder ab.

Die Lösung des Problems ist dieser Dreizeiler:

Heisst soviel wie: „Solange du verbunden bist, trenne die Verbindung!“.
3 Zeilen Code, und der Sauhund läuft stabil. Endlich.

Netter Nebeneffekt: Ich kann aus den gesammelten Daten auch schöne RRD-Diagrämmli erstellen:



Das war der Geräuschpegel von gestern. Um 6:30 kam die Putzfrau mit dem lauten Staubsauger. „Ob das ein Alkoholtest sei, wenn ich beim Dezibert ins Mikrofon blase…“ – Nein, das Teil misst nur die Lautstärke. Unruhe am Morgen, Mittag… Und grosse Diskussionen um 17:30.

Interessant, was so scheinbar harmlose Daten wie „Lautstärke über die Zeit“ plötzlich aussagen können…

Links:
Der Graph von Dezibert
RRD-Diagramm der letzten 12h (stündlich aktualisiert)

Photosounder – so tönen Bilder

Claude, 28. Dezember 2010, 23:18 Uhr


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Der Photosounder verwandelt Bilder in Töne. Oben sind die hohen Töne, unten die Tiefen. Die Helligkeit ist die Lautstärke des Geräuschs. Ein psychedelisches Spielzeug :)

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Wenn’s zu laut wird: Dezibert hebt den Finger!

Claude, 19. November 2010, 23:51 Uhr

Consultants haben die Eigenschaft, viel, laut und lange zu Diskutieren. Kundentelefonate, Besprechungen, Apéros…

Techies haben die Eigenschaft, ruhig und konzentriert in Codewelten zu schwelgen. Und sie haben noch etwas: Macht über Maschinen. Sie können den Maschinen beibringen, etwas nützliches für sie zu tun.

Diese Idee hatten wir, und daraus entstand ein Lab-Projekt: Eine Arduino Installation.

Arduino ist eine Open-Source Hardware Plattform, welche einen schnellen Einstieg in die Hardwareprogrammierung ermöglicht. Man hat ein paar Eingänge, ein paar Ausgänge, und kann das Board mit diversen Zusatzmodulen und Sensoren erweitern.

Wir haben uns eine LED-Matrix, ein Mikrofon, ein Ethernet-Shield und einen Servomotor boschtet.

Was kam dabei heraus?

Ein “Finger” :)

Er misst alle 100ms den Geräuschpegel und vergleicht diesen Wert mit dem Vorherigen. Falls die Differenz einen bestimmten Wert überschreitet, wird das Penalty-Level erhöht. Die Penalty-Skala geht von 0 bis 23.

Der Penalty-Handler kümmert sich um die Aktionen, die in den Levels auszuführen sind. Finger heben wenn es laut wird, nach einer Weile Stille Finger wieder senken, Twittern wenn es übermässig laut ist…

Der Geräuschpegel ist laut, Penalty-Wert wird erhöht und auf der LED-Matrix angezeigt:

Grün, Orange, Rot, Finger hoch, twittern!

Der Finger bleibt solange oben, bis es wieder ruhig ist.

Das Projekt hat extrem Spass gemacht. Vielen Dank an die beteiligten: Thommy Link für das Design und die Handwerker-Sachen, Hendrik Grahl für die Elektronik-Basteleien. Ich war für die Firmware zuständig. ;)

Stuxnet: Computerspielerei für Fortgeschrittene

Claude, 14. Oktober 2010, 11:20 Uhr

(Beitrag geklaut von hier)

Auch wenn viel Raum für Interpretation und Gerüchte ist, der Kern der Geschichte ist erstaunlich. In kurz: Ein Computervirus/-wurm der (mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit) hergestellt und verbreitet wurde mit dem alleinigen Ziel das Nuklerarkraftwerk Bushehr im Iran “abzustellen” – und dies mit Erfolg tat.

Stuxnet ist ein Wurm der sich auf Windows-Computer verbeitet(e), sich dabei sehr unauffällig verhielt und damit über ein Jahr in der freien Laufbahn war. Er verhält sich zumindest so lange unauffällig, bis er eine Programmierumgebung für einen Siemens Industriecontroller vom Typ SIMATIC WinCC/Step 7 angeschlossen findet. Ist eine solche Umgebung vorhanden, so verändert er die daran angeschlossene Steuerung nach immer demselben Muster.

Nach Aussage von Siemens wurden bis anhin 15 Controller verändert und nur bei einem zeigte diese Neuprogrammierung Erfolg: Beim iranischen Nuklerarkraftwerk Bushehr, welches in der Folge abgestellt werden musste.

Die Vermutung, dass es sich tatsächlich um dieses eine Ziel handelte ist zwar dreist, wenn man sich jedoch die geographische Infektions-Statistik in der sehr ausführlichen Analyse von Symantec [pdf, 3.1 MB] anschaut ziemlich plausibel.


(Quelle: Symantec)

Nun zur Frage, wer so was entwickelt? Stuxnet ist nach übereinstimmender Aussage aller Analysen einer der komplexesten Computerviren die je entdeckt wurde. Zudem wurde sehr grosszügig mit “teuren Ressourcen” umgegangen. So beispielswiese nutzte die Software gleichzeitig vier “zero-day exploits” (bisher unbekannte Sicherheitslücken) — normalerweise freut sich ein Hacker eine gefunden zu haben und baut darum seinen Hack. Oder das Detail, dass Stuxnet einen Treiber auf dem Rechner installierte und diesem (damit Windows nicht reklamiert) mit einen geklauten Zertifikat von Realtek signiert hatte. Als das Zertifikat am 16. Juli 2010 gesperrt wurde, tauchte bereits am 17. Juli einem neuen bei JMicron geklauten Zertifikat auf. Sehr aufmerksam. Zudem vereint der mit über 1.5 MB riesengrosse Wurm viele modernste Techniken wie beispielsweise eine Peer-to-peer Updatefunktion wenn er eine ältere Version im selben Subnetzt finde oder die Möglichkeit Schadensroutinen über Internet nachzuladen. Also kaum der Juniorprogrammieren im Hobbyraum seiner Vaters. Bruce Schneier schätzt einen Aufwand von 8-10 Personen während einem halben Jahr.

Eine tolle Geschichte, aber auch ein Wink was uns im Bereich der Computersicherheit allen noch vervorstehen könnte. Ein guter Ausgangspunkt zur weiteren Information der Post bei Bruce Schneier oder die bereits genannte (sehr technische) Analyse von Symantec auf 51 Seiten (!!).

PS: Wer heute übrigens 17 Windows-Updates installiert(e) scheint fürs erste geschützt zu sein ;-)

Mein Kommentar:

Ich hab’ den Artikel mit einem breiten Grinsen gelesen ;-)
Ist ja ein tolles Stück Software, dieser Wurm. Sowas möcht’ ich auch mal können…

Aber meine Güte. Die setzen tatsächlich Windows ein bei Kernkraftwerken (!!!)
Was aber noch viel beunruhigender ist: Diese Anlage ist möglicherweise ans Internet angeschlossen; USB Sticks können einfach so mitgenommen und angeschlossen werden.

Ein Kernkraftwerk MUSS ein Inselsystem sein, so wie bei Mission Impossible – d.h. kein Kontakt zur Aussenwelt. Nichts. Alles andere ist grobfahrlässig.

AR.Drone: Big Brother is watching you

darknight, 5. Oktober 2010, 16:02 Uhr

Während meinem Militärdienst habe ich endlich wiedermal Zeit ;-) im Web rum zu schnuppern.

Heute Morgen bin ich auf folgendes Produkt gestossen: http://goo.gl/UyVL


YouTube Direkthttp://www.youtube.com/watch?v=jc-DX3S_QMw&feature=related

Seither lässt mir das Teil keine Ruhe.
Das Teil baut eine WLAN ad’hoc Verbindung auf.
Reichweite ca 50 meter
max Flug höhe 6 meter

Linux Betribssystem mit open Dev Platform

Leider ohne GPS

Hat jemand ein Vorschlag wie man so ein Teil mit GPS und SIM card Slot bestücken könnte um dies übers Mobilfunk-Netzwerk zu steuern?

Ach ja, das ganze soll sich gemäss Hersteller ganz einfach via iPhone/iPad/iPod steuern lassen.

Rube Goldberg Machine

Claude, 24. September 2010, 12:53 Uhr


YouTube Direkt

Javascript meets Blinkenlights

Claude, 25. Juli 2010, 17:47 Uhr

Kleines Projekt, entstanden an ein paar verregneten Nachmittagen:

Blinkentube – das ist Blinkenlights im Browser!

Blinkenlights erblickte 2001 die Lichter der Welt. Ein Hochhaus mit 8 Stockwerken und 18 Fensterreihen – platziert man hinter jedes Fenster einen Scheinwerfer, ergibt das ein Display mit 18×8 Pixeln.
Jeder konnte mit Blinkenpaint seine eigenen Blinkenlights-Movies erstellen und auf dem Gebäude abspielen lassen.

Es gab zahlreiche Folgeprojekte und Nachbauten. Blinkenlights mit LEDs, Simulatoren, räumliche Blinkenlights, Wände, Uhren, C64 Lights und viele mehr.
Ein Nachbau fehlte mir aber auf dieser Liste: Blinkenlights im Browser.

Ich habe mit Blinkenpaint herumgespielt, und es fiel mir auf, dass die CPU-Auslastung konstant auf 100% war. Und die Animationen spielten sich eher etwas langsamer ab. Auch das Laden eines Blinkenmovies (eine XML-Datei) kann schon mal 2 Sekunden dauern…
Ich habe mich gefragt: Ist es wirklich so rechenaufwändig, ein paar Lichter an- und auszuschalten? Geht das auch in meinem Browser?

Und ob!
Nach einem Abend habe ich die Lichter (ok, “1″ und “0″ in einer HTML-Tabelle) zufallsmässig an- und ausgeschaltet. Läuft prima.
Hmm… Ich muss ja das Rad nicht neu erfinden. Warum nicht gleich Blinkenmovies laden und abspielen? Ob das Parsen von 3000 Zeilen XML wohl genug schnell geht?

Und ob!
Am nächsten Abend spielt ein Blinkenmovie in meinem Browser. Das Parsen geht *zagg* *bumm* – sofort da. Wonderful.

Aber die HTML-Tabelle ist hässlich. Wenn schon, dann jetzt mit den Originalbildern der leuchtenden Fenster.

Tabellenlos. Und es läuft immer noch tipptopp in Echtzeit und ohne gröbere CPU-Belastung…
Und – das hat mir dann die Schuhe ausgezogen – selbst im IE6! :P

Und als kleines Goodie vom verregneten Samstagnachmittag: Man kann seine eigenen mit Blinkenpaint erstellten Movies hochladen.

Blinkenpaint: http://blinkenlights.net/blinkenlights/blinkenpaint

Namics Blinkenmovie: http://scratchbook.ch/blinkentube/#namics

Filme, die ich im Netz gefunden habe:
http://scratchbook.ch/blinkentube/#changing-figures
http://scratchbook.ch/blinkentube/#ampel
http://scratchbook.ch/blinkentube/#the-game
http://scratchbook.ch/blinkentube/#bit-laden
http://scratchbook.ch/blinkentube/#column-shooting
http://scratchbook.ch/blinkentube/#le-chat-noir
http://scratchbook.ch/blinkentube/#g
http://scratchbook.ch/blinkentube/#der-wasserhahn
http://scratchbook.ch/blinkentube/#james-blond
http://scratchbook.ch/blinkentube/#labyrinth
http://scratchbook.ch/blinkentube/#tetris
http://scratchbook.ch/blinkentube/#the-fly
http://scratchbook.ch/blinkentube/#thunderstorm
http://scratchbook.ch/blinkentube/#winter-in-the-city
http://scratchbook.ch/blinkentube/#worm
http://scratchbook.ch/blinkentube/#x-ball

Baschtelnomidaag.

Claude, 12. Juni 2010, 18:18 Uhr

Mit der Punched Out Font [Download]

This font is a set of cut-out layouts with which you can build 3D pixel style letters. They should all work. Just cut along the solid lines, fold along the dotted lines, put some glue on the shaded flaps, stick them together and there you go…

Getippt in 2 Sekunden.
Ausgeschnitten, gefaltet, geklebt in 4 Stunden…

Diese Satellitenschüssel…

Claude, 29. April 2010, 15:37 Uhr

…stört!

Darum:


Weg damit!

[mehr...]

Brieffreundschaften sind toll!

Claude, 27. April 2010, 21:50 Uhr

Früher galt der PC mit Internetanschluss mal als Luxusobjekt. Man konnte damit blitzschnell mit der ganzen Welt Nachrichten austauschen, schneller als die Briefpost. Praktisch.

Und heute? Was ist Luxus heute?

…in einer Welt, wo jeder Haushalt mit mindestens einem, eher mehreren PCs ausgerüstet ist…
…wo man mit dem iPhone das Internet in der Tasche hat und ständig Nachrichten an die Welt senden und empfangen kann…
…selbst in den Ferien… Ist man dann wirklich noch “weg”?

Luxus heute bedeutet, KEINEN PC, kein iPhone und kein Telefon zu haben. Einfach mal ausschalten und in der Ruhe verweilen. DAS ist Luxus!
Einen Brief schreiben. Mit echter Tinte. Handgeschrieben. Luxus!

Ich hab’ angefangen, eine Brieffreundschaft zu pflegen. Aus Österreich – mmmh haben die feine Schoki! :)

Den Charme eines Briefes mit echter, analoger Tinte wieder aufleben lassen.
Sich freuen, wenn im echten Briefkasten die eigene Adresse handgeschrieben draufgekritzelt steht.

Und das ganze hat einen Charme, den E-Mail, Skype und Twitter NIEMALS haben werden. Die Kommunikation ist so hochwertig, da man sich ständig genau überlegen muss, was man schreibt, und nicht einfach drauflostöggelen kann.

Und die Attachments sind echt und zum an-fassen/beissen – mmmh!

Eine extrem schöne Form der Kommunikation, die hoffentlich noch lange bestehen bleibt!