Scratchbook

Das Leben ist immer anders als die Realität.

Clowns

Claude, 26. Juli 2016, 08:11 Uhr

Im Alltäglichen ist der Clown derjenige, der stets dabei scheitert, alles „richtig“ zu machen und es dennoch immer wieder versucht. Der Clown ist verletzlich, unschuldig und offen für alles was geschieht. Mit Chaos und Kreativität fordert er in festgefahrenen Situationen die kontrollierte Persönlichkeit in uns heraus. Er ist der Spontane und Offene, der keine Pläne hat und alles genießt, was ihm auf seinem Weg begegnet. Emotionales Körpertheater, Authentizität und Spielfreude stehen im Mittelpunkt. Spielmaterial ist alles, was der Körper zu bieten hat: die Sinne, die Atmung, die Glieder, die Stimme, die Gefühle etc. Das Interessante besteht darin, diese Komponenten einzeln zu betrachten und in ungewohnter Art neu zusammenzusetzen. Mit den Augen eines Clowns gesehen, verändert sich die Wahrnehmung der Wirklichkeit. Mit seiner Komik, Körperlichkeit und Emotionalität kann er im Alltag mit tragikomischen Situationen spielen und humorvoll mit Krisen umgehen.

Sunnebrand

Claude, 20. Juli 2016, 18:30 Uhr

„Es isch doch Summer. Im Summer, muess me doch ke Gummistiefle aaalege, oder?“ merkt ein Kind an, während wir auf dem Turm des Feuerfestivals stehen. „Sunnebrand“ heisst es dieses Jahr. Am Eröffnungsritual rufen wir die vier Himmelsrichtungen und die vier Elemente an – die Erde, die Luft, das Feuer, und das Wasser. Das Seelenfeuer brennt, und sogleich setzt ein Regen ein, der für die nächsten paar Tage anhält. Jaja, diese Invokationen funktionieren imfall…

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„I can’t stand Justin Bieber – boooo!“

Claude, 10. Juli 2016, 23:45 Uhr

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Spuren von Propaganda

Claude, 4. Juli 2016, 20:26 Uhr

Da sieht man die subtile Steuerung der Medien.

Vor der Abstimmung: Sie machen „Meinungsumfragen“, bei denen herauskommt, dass England in der EU bleiben will. „Das denkt die Mehrheit“, sagen sie. Die Europäische Union wird hochgelobt.

Dann kommt die echte Abstimmung, und sie trampen Barfuss in einen umgekehrten Rechen, dessen Stiel ihnen mit voller Wucht ins Gesicht schlägt. *POING*.

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Google Go

Claude, 28. Juni 2016, 13:09 Uhr

Die meisten Programmiersprachen sind total mit Funktionalität überladen. Zu viele Features, die man kennen muss, mehrere arkane Wege, ein Problem zu lösen, was andere Entwickler verwirrt, die genau diese Eigenheit der Sprache nicht kennen. Ändert sich eine Anforderung, muss man im schlimmsten Fall die ganze hierarchische Klassenstruktur wegwerfen und von vorne anfangen. Enterprise-Softwarepäpste haben immer-wiederkehrende Muster in dieser Komplexität erkannt und ihnen Namen gegeben: Patterns. Entwurfsmuster. So denkt jeder gleich über ein Problem nach, alle haben ein Fachsprech, das Uneingeweihte nicht verstehen.
Bis auf Prahlerei, die die Bachelorstudis ablassen, wenn sie diese Patterns runterbeten können, hat das wenig dazu beigetragen, dass ein Programm simpel und verständlich ist.

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„Aber wir leben doch in einer Demokratie…“

Claude, 25. Juni 2016, 22:10 Uhr

…haben sie gesagt.

„Da kann jeder mitbestimmen und mitentscheiden“, haben sie gesagt.

Wenn du etwas ändern willst, kannst du eine Initiative starten. Wenn du mit einem Beschluss nicht einverstanden bist, kannst du ein Referendum ergreifen. Sammle 100’000 Unterschriften für eine Initiative, und 50’000 Unterschriften für ein Referendum. Das ist ganz einfach“, haben sie gesagt.

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Herzliche Gratulation

Claude, 24. Juni 2016, 12:33 Uhr

Herzliche Gratulation, liebe Grossbritannier, Engländer, Schotten, Walysen, Vereinigte Könige, Nordirländer, Jerseyen, Guernseyen, Insel der Männer, Britische Inselbewohner, Irländer und alle Einwohner der britischen Inseln –

…zum Austritt aus der faschistischen EU. Für Freiheit und Unabhängigkeit.

Oder wer ist da jetzt genau ausgetreten? Ich hab die Übersicht verloren.

Und jetzt alle: Fuck the EU!

Liste der tollen Wörter

Claude, 20. Juni 2016, 23:33 Uhr

Derail, derailing, derailed

The act of throwing a thread in a discussion forum off topic, oftentimes so much so that the original discussion is unable to continue.

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Doppelmoral

Claude, 17. Juni 2016, 23:04 Uhr

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Die Big-Data Kristallkugel

Claude, 13. Juni 2016, 10:31 Uhr

Angenommen, es findet ein Quidditchspiel statt, Gryffindor gegen Slytherin.

Schreibe 200’000 Leute an; die eine Hälfte mit „Gryffindor wird gewinnen“, die andere Hälfte mit „Slytherin wird gewinnen“.

Gryffindor gewinnt.

Ignoriere die Slytherin-Leute und schreibe den anderen 100’000: „Seht ihr, wir hatten recht! Gryffindor hat gewonnen, wie vorhergesagt.“

Unterteile diese Gruppe wieder in zwei Teile.

Gryffindor gegen Ravenclaw.

„Ravenclaw wird gewinnen“ für die einen 50’000, „Gryffindor wird gewinnen“ für die anderen.

Ravenclaw gewinnt.

Schreibe an die 50’000 Ravenclaw-„Gewinner“: „Seht ihr, wir hatten schon wieder recht! Wollt ihr wissen, wie alle Spiele ausgehen werden? Dann überweist 10.- auf unser Konto. Unsere Kristallkugel weiss alles!“

Wenn auch nur die Hälfte 10.- überweist, hast du bereits eine Viertelmillion ergaunert.